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Dienstag, Juni 18, 2024

Haegeli by T2 Racing feiert ersten Sieg in den 24H SERIES in Hockenheim

Nach einem kampfstarken Auftritt bei den Hankook 12H HOCKENHEIMRING hat sich Haegeli by T2 Racing seinen ersten Sieg in den 24H SERIES powered by Hankook gesichert, Das Team setzte sich gegen MiddleCap racing with Scuderia Praha und Leipert Motorsport durch.

Alle drei Sieganwärter in der GT3-Klasse befanden sich beim Restart des Rennens am heutigen Nachmittag in der gleichen Runde. Als das Rennen freigegeben wurde, startete der Haegeli by T2 Racing-Porsche 911 GT3 R (#66, Pieder Decurtins / Manuel Lauck / Marc Basseng) fulminant und setzte sich sofort an die Spitze, vor dem MiddleCap racing with Scuderia Praha-Ferrari 488 GT3 (#11, Matúš Výboh / Josef Král / Dennis Waszek). In den nachfolgenden Runden kämpften die beiden Teams um die Spitze.

Ein früher Boxenstopp für den Leipert Motorsport-Lamborghini Huracán GT3 Evo (#10, Brendon Leitch / Tyler Cooke / Fidel Leib / Seb Morris) sowie unterschiedliche Strategien für die Porsche- und Ferrari-Teams bedeuteten, dass sich die drei Teams während des gesamten Nachmittags regelmäßig an der Spitze des Feldes abwechselten. Die letzte Code-60-Phase, etwa eine Stunde vor Schluss, brachte jedoch die Entscheidung: Ein perfekt getimter Boxenstopp für Haegeli by T2 Racing war letztendlich der Schlüssel zum ersten Sieg des deutschen Teams bei der erst zweiten Teilnahme an den 24H SERIES.

Wie eng es zuging, bewies der Vorsprung von nur 53 Sekunden auf dem kampfstarken Josef Král, mit dem Marc Basseng nach 384 Runden auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring als Sieger über die Ziellinie fuhr.

„Absolut unfassbar“, sagte Marc Basseng zu Ben Constanduros von radiolemans.com. „Es ist erst unser zweites Rennen mit diesem Team und dem neuen Auto, und schon jetzt haben wir gewonnen! Es war sehr schwer, eine große Herausforderung, aber unsere Strategie war absolut perfekt und wir haben keine Fehler gemacht. Klar, wir hatten wohl auch etwas Glück, aber das ist, was man braucht um ein Rennen wie dieses zu gewinnen.“

Trotz Zeitverlusts beim vorletzten Tankstopp krönte Leipert Motorsport eine starke Leistung mit Rang drei bei der ersten Teilnahme des deutschen Teams in der GT3-Klasse seit 2017. Mit weniger als einer Runde Rückstand fuhr der CP Racing-Mercedes-AMG GT3 (#85, Charles Putman / Charles Espenlaub / Joe Foster / Shane Lewis), in der Schlussphase lange Zeit an dritter Stelle, nach einem schnellen Tankstopp zwei Runden vor Schluss auf Rang vier ins Ziel. Auch für das US-amerikanische Team war es ein starkes Ergebnis. 

Audi R8 LMS GT3s fuhren auf den Plätzen 5, 6 und 7 über die Ziellinie, wobei  Rutronik Racing by TECE (#18, Michael Doppelmayr / Pierre Kaffer / Elia Erhart / Swen Herberger) vor den beiden Car-Collection-Motorsport-Audi mit den Startnummer #34 (Gustav Edelhof / Elmar Grimm / Max Edelhoff) und #88 (Pierre-Yves Paque / Martin Lechmann / Vincent Piemonte / Christian Kranenberg) ins Ziel fuhr. Die letztgenannte Mannschaft hatte mit zwei Drehern einen eher schwierigen Start in den Tag, einer davon auf dem Weg in die Startaufstellung.

Bas Koeten Racing schaffte es nicht nur in die Top Ten der Gesamtwertung, sondern überzeugte auch mit den ersten beiden Plätzen in der 991-Klasse. Der Porsche 911 GT3 Cup unter der eigenen Bewerbung des niederländischen Teams (#925, Marcel van Berlo / Glenn van Berlo / Bart van Helden) fuhr nach einem problemlosen Rennen vor dem Schwesterauto unter der Bewerbung von NKPP Racing by Bas Koeten Racing (#991, Harry Hilders / Gijs Bessem / Bas Barenbrug) ins Ziel. Willi Motorsport by Ebimotors (#955, Fabrizio Broggi / Sergiu Nicolae / Sabino de Castro) war auf dem Weg zu Platz drei, aber ein langer Boxenstopp in der letzten halben Stunde öffnete für DUWO Racing (#909, Andrey Mukovoz / Stanislav Sidoruk / Sergey Peregudov) mit der Zielflagge fast in Sichtweite den Weg zum letzten Podiumsplatz. Damit führt DUWO Racing nun mit 69 Punkten die GT-Team-Gesamtwertung an.

Der 9und11 Racing-Porsche 911 GT3 Cup MR (#719, Tim Scheerbarth / Georg Goder / Ralf Oehme / Martin Schlüter) gewann beim ersten Auftritt in den 24H SERIES eindrucksvoll die GTX-Klasse, obwohl der Porsche während des Rennens einmal ohne Treibstoff auf der Strecke ausgerollt war. Zum Zeitpunkt der nächtlichen Unterbrechung hatte Reiter Engineering (#724, Horst Felbermayr Jr. / Eike Angermayr / Nicolai Elghanayan / Mads Siljehaug) zwar die Klassenführung inne, aber das Team musste eine 12-Runden-Strafe in Kauf nehmen, um während der Nacht Arbeiten am KTM X-BOW GTX durchführen zu können. Am Samstag hatte es das deutsche Team immer wieder mit Getriebeproblemen zu tun, aber im Kampf um Platz zwei in der GTX-Klasse konnte sich der KTM dennoch gegen den Vortex V8-Vortex 1.0 (#701, Philippe Bonnel / Nicolas Nobs / Bastien Gouret / Arnaud Gomez) durchsetzen.

Nach dem vierten Podiumsplatz in Folge in dieser Saison der 24H SERIES bleibt Vortex V8 weiterhin Zweiter der GT-Team-Gesamtwertung, nun mit neun Punkten Rückstand auf DUWO Racing.

PROsport Racing (#401, Nico Verdonck / Rodrigue Gillion / Kurt Hensen) krönten eine starke Aufholjagd mit dem GT4-Klassensieg in Hockenheim. Bereits im Zeittraining am Samstag landete der Aston Martin Vantage AMR GT4 in die Leitplanken und ein Bremsproblem am Anfang des Rennens führte zu weiterem Zeitverlust. Der ST Racing-BMW M4 GT4 (#438, Samantha Tan / Chandler Hull / Jon Miller / Nick Wittmer) verlor ebenfalls Zeit durch Problemen mit der linken vorderen Bremsscheibe, holte dann wieder auf, fiel letztendlich aber mit Schaden im Heckbereich aus.

Denis Guenther
Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.