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Red Bull Romaniacs 2021 – Gute Stimmung und spannendes Racing: Die Marathon Etappe war ein Hit! Wade Young gewinnt Tag 3

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Marathon
Als Martin Freinademetz im Vorfeld der 18. Red Bull Romaniacs auf einmal eine Marathon Etappe mit Übernachtung im Zelt angekündigte, haben ihn einige endgültig für verrückt erklärt. Wie immer ließ er sich davon nicht abhalten seine Idee in die Tat umzusetzen und siehe da, die Biwak Übernachtung wurde zum Hit. Sie ermöglichte es noch tiefer in die Karpaten vorzudringen und atemberaubend schönes Hard Enduro Terrain zu erschließen. Nachdem Manuel Lettenbichler (GER) den ersten Teil der Marathon-Etappe dominieren konnte, war der zweite Teil ganz nach dem Geschmack von Wade Young (ZAF). Teodor Kabakchiev (BGR) beeindruckt weiter und konnte am dritten Offroad Tag den Speed der Spitzengruppe bis ins Ziel mitgehen. Dafür wurde er mit dem ersten Tages-Podium seiner Romaniacs-Karriere belohnt. 

Die Veranstalter hatten sich richtig ins Zeug gelegt, den Fahrern die Nacht im Camp so angenehm wie möglich zu machen. Die Location im “Alba County” hätte nicht schöner gewählt werden können. Die Zelte standen in einem grünen Tal umgeben von Wäldern und Bergen der Karpaten. Die Teilnehmer konnten sich nach der heißen Rennaction im kühlen Fluss erfrischen, bevor sie sich zum Abendessen im großen Gemeinschaftszelt versammelten. Traditionelle transsylvanische Küche und ein ganzes Kalb vom Grill sorgten für die nötige Stärkung. 
Manuel Lettenbichler: “Die Nacht im Biwak ist vorbei. Es war ein cooles Erlebnis und die Stimmung unter den Fahrern sehr gut. Ich habe erstaunlich gut geschlafen und bin bereit für den dritten Offroad Tag.”

Die verschiedenen Klassen starteten von drei unterschiedlichen Locations in den dritten Offroad Tag. Nach einer knallharten Strecke gestern, begann der Tag für die Gold-Klasse heute mit schnelleren Abschnitten. Nach einer angenehmen Aufwärmphase wurden sie mit den Sektionen “AK47” und “Bastard” konfrontiert. Wer schon einmal selbst am Start der Romaniacs stand, weiß dass diese Namen zu Beginn einer Sektion nie etwas gutes verheißen. Der Führende Manuel Lettenbichler startete heute als Erster und musste die Strecke eröffnen. Hinter ihm jagten Wade Young, Billy Bolt (GBR) und Mario Roman (ESP) seinen Spuren hinterher. Diese erleichterten ihnen die Navigation und so konnten sie bis zum Service-Punkt etwas Zeit gut machen. 

Hier wurden die Fahrer und ihre Teams zum ersten Mal seit dem gestrigen Service-Punkt wieder vereint (das Camp war nur für Fahrer). Die Mechaniker und Helfer bekamen satte 40 Minuten Zeit dafür, ihre Schützlinge für den restlichen Tag wieder fit zu machen. 
Das war auch gut so, schließlich lauerten danach die Knackpunkte des Tages. Im bekannten “Decebal” Gebiet wartete mit “Brother of K2” ein weitere ikonische Romaniacs-Sektion. Insgesamt war der Tag für die Gold-Fahrer weniger anstrengend als die Tage zuvor. Für viele war es nach den Qualen vorm Vortag ein Schritt zur Versöhnung mit Martin Freinademetz und seinen Strecken-Managern. Wade Young gab zwischen den harten Abschnitten alles und konnte das hohe Tempo bis ins Ziel durchziehen, dafür wurde er mit dem Tagessieg belohnt. Mit derselben Taktik fuhren einige junge Fahrer ihr bislang bestes Tagesergebnis ein: Michael Walkner (AUT), Dominik Olszowy (POL) und Trystan Hart (CAN) belegten die Plätze 8 bis 10.
Teodor Kabakchiev mischte sich die letzten Tage regelmäßig unter die Führungsgruppe, schaffte es jedoch nicht deren Pace bis zum Ende mit zu gehen. Das sollte sich heute ändern, im Ziel markierte der junge Bulgare die drittschnellste Zeit. Billy Bolt scheint sich endgültig mit den Romaniacs angefreundet zu haben und wurde Zweiter. Manuel Lettenbichler wurde zwar bis ins Ziel nicht überholt, seine Zeit reichte jedoch nur zum vierten Platz. Das wird er jedoch verschmerzen können, schließlich führt er die Gesamtwertung immer noch mit 23 Minuten vor Wade Young an. 

Auch die Fahrer der Silber-Klasse mussten heute nicht ganz so tief in die Trickkiste greifen und durften die meiste Zeit über das schöne Terrain auf dem Rückweg in die Zivilisation genießen. Der Einstieg in die Sektion “Cambodia” sorgte dann doch noch für das gewohnte Hard Enduro Chaos. Wie in den letzten Tagen wurde die Klasse auch heute wieder von Nick Fahringer (USA) dominiert. Dahinter beanspruchten Toni Mulec (SVN) und Jamie Lewis (GBR) die Plätze 2 und 3 für sich.

Pol Tarres konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, er erlebte den bisher besten Tag mit seiner Yamaha Tenere 700 und kam auf Platz 24 von 197 ins Ziel: “Ich konnte es heute wirklich geniessen und habe einen guten Flow gefunden. Jede Auf- und Abfahrt bleibt aber eine Herausforderung und ich frage mich immer was wohl passieren wird. Ich fühle mich sehr gut auf dem Bike und will morgen den Gusterita Hill Climb versuchen. Ich weiß zwar nicht ob es machbar ist, aber ich will  es auf jeden Fall versuchen, wir werden sehen!”  Artem Kuncevich (BLR) hatte am Ende des Tages die schnellste Zeit der Bronze Klasse vorgelegt. 

Die Iron- und Atom-Klasse fuhren durch das schöne Cindrel-Gebirge und hatten es in den Wäldern immer wieder mit nassen Baumstämmen und Wurzeln zu tun. Tjaša Fifer (SVN) kennt sich als Mountainbike Rennfahrerin mit nassen Wurzeln bestens aus, kam mit den Bedingungen gut zurecht und gewann die Iron-Klasse. In der Gesamtwertung hat sie jetzt einen Vorsprung von fünf Minuten, Dmitry Akhmanaev (RUS) war in der Atom-Klasse heute nicht zu schlagen und holte sich mit knapp 4 Minuten Vorsprung den Tagessieg. 

Mit dem heutigen Zieleinlauf waren alle zurück in der Zivilisation angelangt. Vorbei an einer Festung ging es hinunter in die Stadt Saliste. Dort wurde eine spektakuläre Zieleinfahrt inklusive Wallride über einen Fluss aufgebaut. Zum ersten Mal kamen die Fahrer vor den Augen der Zuschauer im Red Bull Zielbogen an. 

Nach dem Tag heute, sollte allen klar sein, dass es morgen kein Spaziergang ins Ziel geben wird. Auf die Fahrer der Gold-Klasse warten wieder rekordverdächtig viele Sektionen wie zum Beispiel: “Kiwi Hill”, “F*#k you Teo”, “Antifreeze” und das “Wolfsnest”. Strecken-Manager Teo Isac und sein Team haben auf dem Weg zum Service-Punkt in die Arena Platos noch ein paar weitere Asse im Ärmel versteckt. Von dort aus geht es dann zurück nach Sibiu. Das Ziel der Rallye befindet sich wieder am legendären “Gusterita Hillclimb”, der letzten Herausforderung der 18. Red Bull Romaniacs “Vertical Madness Reloaded”.

Fotos: Mihai Stetcu

Red Bull Romaniacs 2021 – Eine Nacht im Enduro Paradies

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Romaniacs

Red Bull Romaniacs 2021 – Eine Nacht im Enduro Paradies

Die Red Bull Romaniacs sind mehr als nur ein Rennen, die härteste Enduro Rallye der Welt ist eines der letzten Abenteuer auf zwei Rädern und heute wird nochmal eins drauf gesetzt. Mit dem zweiten Offroad Tag startete heute die erste Marathon Etappe der Romaniacs Geschichte. Im Ziel wartet eine Nacht in der Wildnis: keine Dusche, kein Bett im klimatisierten Zimmer und vor allem keine Mechaniker und Helfer. Die Fahrer sind auf sich alleine gestellt und dürfen sich auf ein Bad im Fluss, ein Lagerfeuer und ihr Zelt freuen. Doch bis dahin, hatten sie noch den bisher härtesten Tag der Romaniacs “Vertical Madness Reloaded” vor sich. Für die ersten Fahrer ging es um 07:00 Uhr am Staudamm in Gura Râului los. Der Tag begann mit dunklen Gewitterwolken, Wind und einem Regenschauer. Doch schon bald konnte sich die Sonne durchsetzen und später sollte es wieder richtig heiß werden. 
Beflügelt von der Gesamtführung legte Graham Jarvis so los wie er gestern aufgehört hatte. Doch sein Verfolger Manuel Lettenbichler war bereit für das Duell mit dem König der Karpaten. Er konnte ihn einholen und danach pushten sie sich gegenseitig zu einem Tempo, das niemand mitgehen konnte. Weit hinter ihnen bildete sich eine Gruppe mit sieben Fahrern. Zu den üblichen Verdächtigen gesellte sich wieder der junge Bulgare Teodor Kabakchiev, der lange als “Tourguide” für die Gruppe agierte. Seine bisherige Leistung zählt sicher zu den großen Überraschungen der 18. Red Bull Romaniacs.

Für die Fahrer der Iron- und Atom-Klasse lauerten auf dem Weg ins Biwak einige Herausforderungen. Sie starteten von einer anderen Location und bekamen die Möglichkeit sich auf flüssigen Strecken zunächst einmal aufzuwärmen. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit war der Spaß für die Fahrer der Iron-Klasse jedoch vorbei und sie wurden mit echtem Hard Enduro Gelände konfrontiert. Die Atom-Klasse durfte noch etwas länger die flowigen Trails und die schöne Aussicht auf den Alpenwiesen genießen. 

Die Führenden der Gold-Klasse hatte dafür keine Zeit. Graham Jarvis und Manuel Lettenbichler nahmen als Erste den berüchtigten “Galindo Ridge” in Angriff. Massive Felsstufen im ausgesetzten Gelände lieferten die perfekte Kulisse für spektakuläre Bilder. Die Spitzenfahrer konnten ihr ganzes Können unter Beweis stellen und meisterten die Sektion mit einer Kombination aus Fahrtechnik und Athletik die ihresgleichen sucht. Graham Jarvis kam als Erster oben an, Manuel Lettenbichler ließ sich jedoch nicht abschütteln. Wie anspruchsvoll der “Galindo Ridge” wirklich war, zeigte erst die Verfolgergruppe. Hier stellte sich das Fahren in der Gruppe als Nachteil heraus. Überholen war praktisch unmöglich und immer wieder mussten mehrere Fahrer ihre Bikes auf eine Stelle quetschen, die eigentlich nur Platz für einen bot. 
Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Das bekannte Steinfeld mit dem Namen “Babysitter” wurde mit der “Babysitter Ridge” kombiniert und vor dem Service-Punkt gab die Auffahrt “Kill’em all” den Gold-Fahrern den Rest. 
Martin Freinademetz schaute sich das Spektakel persönlich an und fragte Taddy Blazusiak im Vorbeifahren, ob er den Namen passend fand. “Ja das passt” kam von Taddy zurück, bevor er kopfschüttelnd und lachend weiter fuhr. In der glühenden Mittagshitze setzte das Gelände den Gold-Fahrern ganz schön zu. Langsam wurde bei einigen Fahrern das Wasser im Trinkrucksack knapp und manche waren an dem Punkt schon ziemlich dehydriert. Sie sehnten sich geradezu nach einer Pause. Zum Glück war der Service-Punkt nicht mehr weit. Mit 15 Minuten Vorsprung kamen Jarvis und Lettenbichler dort als Erste an. 
Der Service war die letzte Gelegenheit für die Teams und Helfer nach ihren Fahrern und deren Bikes zu sehen. Ausnahmsweise war Reifenwechseln erlaubt und damit das alles zu schaffen war, gab es 30 statt der üblichen 20 Minuten Zeit. 


Die verbliebene Strecke zum Ziel war kürzer als sonst, reichte jedoch aus um dem Tag eine dramatische Wendung zu geben. Graham Jarvis war schnell unterwegs, als ihm eine ausgewaschene Rinne zum Verhängnis wurde. Beim Abstützen verdrehte er sich das Knie. Danach versuchte er zwar noch weiter zu fahren, musste jedoch kurz darauf aufgeben. Manuel Lettenbichler übernahm dadurch die Führung und hat nun satte 12 Minuten Vorsprung auf Wade Young. Billy Bolt kam heute deutlich besser zurecht und landete vor Mario Roman auf Platz zwei der Tageswertung. Der Romaniacs-Rookie Trystan Hart kommt langsam in Schwung und beendete den Tag hinter Wade Young und Jonny Walker auf Platz 6. Die versprochene Abkühlung im Fluss hatten sich die Fahrer heute wahrlich verdient. 

Der Spanier Igor Camino aus der Silber-Klasse konnte es kaum erwarten und strandete schon vorher an einem See. Die Hänge um ihn herum waren zu steil um zurück zu kommen, also musste eine Rettungsaktion mit dem Boot gestartet werden. Zwei Stunden später war er zurück auf der Strecke und fuhr in Richtung Service-Punkt weiter. Eine kurze Anekdote dazu: Bereits 2018 musste ein Spanier mit dem Boot gerettet werden. Das war kein Geringerer als Xavier Galindo, Namensgeber des “Galindo Ridge”… 

Nach einem wirklich harten Tag gestern durften sich die Fahrer der Silber-Klasse heute über einige schnellere Streckenabschnitte freuen. Einige Abfahrten hatten es jedoch in sich, vor allem dann wenn sie sich die Strecke mit der Gold-Klasse teilten. Nick Fahringer (USA) belegte erneut den ersten Platz, gefolgt von Toni Mulec (SVN) und Jamie Lewis (GBR) auf dem dritten Platz. 

Die Bronze-Klasse bekam heute über die Renndistanz von 112 Kilometern Romaniacs Fahrspaß vom allerfeinsten präsentiert. Gepaart mit toller Aussicht in atemberaubender Umgebung, hatten sie einen tollen Enduro Tag. Diesen dürfen sie nun gemeinsam mit den Profis am Lagerfeuer ausklingen lassen. Am schnellsten im Camp war der Rumäne Bogdan Marin Stelian Butiu. 
Nach 110 Kilometern stand Donatas Petrikas (LTU) als Sieger der Iron-Klasse fest. 
Der Russe Roman Kurbatov entschied die Atom-Klasse für sich.
Nachdem die Fahrer das Camp mit dem treffenden Namen “One night stand” bezogen haben, geht es morgen zurück in Richtung Sibiu. Wir sind gespannt, welche Fahrer Abenteuer tauglich sind und sich im Zelt am besten erholen konnten .

Foto: Attila Szabo

Wechsel an der Spitze: Lettenbichler führt und Jarvis verlässt Red Bull Romaniacs

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Lettenbichler

Offroad Tag 2 war ein ereignisreicher Tag für die vierte Runde der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft in Red Bull Romaniacs. Manuel Lettenbichler (KTM) gewann und übernahm die Führung im Rennen. Die Hoffnungen von Graham Jarvis (Husqvarna) auf seinen siebten Rennsieg endeten, als er aufgrund einer Knieverletzung nicht ins Ziel kam.

Die härteste Hard-Enduro-Rallye der Welt ging am zweiten Offroad-Tag weiter und stellte die Teilnehmer erneut auf eine harte Probe. Anstrengende Steigungen und heißes Wetter wurden in echter Rallye-Manier gekrönt, denn die Fahrer mussten eine Nacht im Zelt verbringen, ohne jegliche Hilfe oder Unterstützung von außen.

Graham Jarvis, der das Rennen am Ende des ersten Offroad-Tages anführte, führte die Fahrer der Gold-Klasse noch vor dem Morgengrauen um 06:45 Uhr an. Der Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Fahrer wurde von Manuel Lettenbichler von Red Bull KTM Factory Racing verfolgt. Mani war Graham sofort dicht auf den Fersen und holte den Briten kurz nach dem ersten großen Anstieg des Tages ein.

In einem Katz- und Mausspiel konnte keiner der beiden den anderen abschütteln, und so fuhren sie den größten Teil des Tages zusammen. Doch als Graham den letzten Servicepunkt verließ, nahm das Ereignis seinen Lauf. Bei einer schnellen Grabenüberquerung verdrehte er sich das Knie, und da die Schmerzen zu groß waren, musste er aufgeben, so dass Manuel den Sieg davontragen konnte.

Dieser Sieg erwies sich als entscheidend, denn der Deutsche fuhr einen Vorsprung von über 23 Minuten auf Wade Young von Sherco Factory Racing heraus. Während Young den zweiten Platz in der Gesamtwertung einnimmt, beendete sein Teamkollege Mario Roman den Offroad-Tag 2 als Zweiter. Eine konstante und solide Fahrt des Spaniers zahlte sich aus, denn er rückt in der Gesamtwertung auf Platz drei vor.

Billy Bolt (Husqvarna), der seinen Red Bull Romaniacs-Rhythmus gefunden hat, erlebte ebenfalls einen denkwürdigen Tag. Nach dem Motto “weniger ist mehr” begrenzte der Abestone Hard Enduro-Sieger seine Fehler im Vergleich zu den Vortagen und fuhr auf den dritten Platz vor. In der Gesamtwertung liegt er nun zwei Tage vor Schluss auf dem vierten Platz.

Jonny Walker von Vision Track Beta, der auf den fünften Platz zurückfiel, hatte einen durchwachsenen Tag, an dem er einige Top-Drei-Kontrollpunktzeiten mit Fehlern kombinierte. Als Gesamtfünfter liegt er nur 54 Sekunden hinter Bolt.

Eine der besten Leistungen des Tages kam von dem Kanadier Trystan Hart (KTM). Der Rookie findet sich auf den steilen Trails der Karpaten schnell zurecht und beendete den Tag als Sechster und Siebter der Gesamtwertung.

Am Ende von Offroad-Tag 2 wartet ein Biwak auf die Fahrer, und erst am Service-Punkt in der Mitte von Offroad-Tag 3 werden die Teilnehmer ihre Unterstützungsteams wiedersehen.

Manuel Lettenbichler (KTM): “Es war ein harter Tag. Ich habe Graham gleich nach dem ersten Anstieg eingeholt und wir sind fast den ganzen Tag zusammen gefahren. Es war großartig, mit ihm zu fahren, deshalb ist es schade, dass er heute ausfällt. Ich habe das Gefühl, dass ich auf Nummer sicher gegangen bin und den Sieg geholt habe. Jetzt ist es an der Zeit, das Motorrad zu überprüfen, sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist, und dann das Zelt für die Nacht aufzustellen!”

Billy Bolt (Husqvarna): “Heute war es ziemlich gut, nicht perfekt, aber viel besser als zuvor. Ich wollte einfach die Stürze und Fehler reduzieren, die ich gemacht habe, und ich glaube, das hat sich ausgezahlt. Ich habe einfach ein bisschen zurückgerudert und den Schwung beibehalten, was mir den dritten Platz eingebracht hat. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt in die richtige Richtung fahre und werde versuchen, diesen Weg für den Rest der Woche beizubehalten.”

Taddy Blazusiak (GASGAS): “Meine Fahrweise, mein Speed und meine Navigation waren diese Woche gut, aber ich bin ein wenig frustriert über die kleinen Fehler, die ich gemacht habe. Es sind keine großen, aber sie summieren sich, also muss ich versuchen, sie in der zweiten Hälfte der Woche zu reduzieren.

Fotos: Future7Media

Kleiner Rückschlag durch Handverletzung Luca Fischeder in der Enduro-WM trotzdem weiter gut dabei

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Fischeder

Nach dem Veranstaltungsdoppel zum Saisonauftakt 2021 der FIM EnduroGP World Championship in Portugal und Italien ging es an den vergangenen beiden Wochenenden in Estland sowie in Schweden weiter. In Saaremaa in Estland belegte Luca Fischeder vom Team Sherco Academy Deutschland in der Klasse Junior 2 am ersten Fahrtag den siebenten Platz. Dabei hatte er sich in einem Test die linke Hand so stark angeschlagen, dass er es am zweiten Tag mit einer über Nacht stark angeschwollenen Hand zwar noch einmal versuchte, nach nur einer Zeitenjagd aber die Sinnlosigkeit seiner Bemühungen einsehen musste und aufgab. „Der erste Test bestand hauptsächlich aus tiefem Sand mit Löchern und Wellen. Leider bin ich gleich in Runde zwei dort heftig gestürzt und habe mir dabei meine Hand stark angeschlagen. Unter Schmerzen und mit reduzierter Geschwindigkeit habe ich dann noch den Tag durchgezogen. Über Nacht ist die Hand dann noch mehr angeschwollen, aber ich hatte mich trotzdem dazu entschlossen, zu starten und es zu probieren. Nach der ersten Runde war es dann aber leider nicht mehr möglich, den Lenker richtig festzuhalten, weshalb ich den Tag leider vorzeitig beendet habe“, erklärt der 22-Jährige aus dem sächsischen Geringswalde dazu.
Bereits am Dienstag darauf ging es in Skövde im Süden Schwedens weiter zum Test laufen und am Donnerstag zum Supertest. „Da leider nicht viel Zeit zur Erholung meiner Hand blieb, war diese auch dort noch nicht wieder zu 100 Prozent fit. Aber ich wollte auf jeden Fall starten“, umreißt Luca Fischeder seine Gedanken vor bzw. anfangs der nächsten Veranstaltung.
Somit noch leicht gehandicapt belegte er die Plätze sieben und sechs. Vor allem durch den Nuller in Estland rutschte Luca Fischeder in der Tabelle vom fünften auf den siebenten Rang ab.

Mit den Worten: „An Tag eins in Schweden hatte ich in der ersten Runde noch ein wenig mit der Hand zu tun, was aber im Laufe des Tages immer besser wurde – und dementsprechend auch die Zeiten. Der zweite Tag lief von Anfang an gut. Ich konnte auf der schon sehr kaputten Strecke einen guten Fluss finden und mich wieder in den Top 10 der Junioren platzieren“, beschreibt er seine Auftritte im Königreich. Insgesamt bilanzierte er: „Pech in Estland, aber dafür in Schweden wieder gut dabei gewesen und einen Fluss gefunden. Einige Zeiten passen schon echt gut, ich muss aber noch konstanter werden.“
Sein Teamchef Marcus Kehr war vor allem von der kämpferischen Leistung seines Schützlings angetan. Er sagte: „So eine Verletzung wie in Estland kann immer passieren. Es war aber schön zu sehen, dass Luca es wenigstens versucht hat. Das zeigt auch seinen Willen, in diesem Sport weiter zu kommen. Auch angesichts dessen, waren seine Ergebnisse in Schweden okay. Man sieht aber, dass einem in der WM nichts geschenkt wird.“

Bereits am kommenden Wochenende (31. Juli und 1. August) geht es für Luca Fischeder sowie das gesamte Team Sherco Academy Deutschland inklusive des Vorjahresmeisters Hamish Macdonald aus Neuseeland mit dem Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft (DEM) im nordsächsischen Meltewitz weiter.
Danach nimmt die nationale Serie in Waldkappel (22. August), Rehna (11. September) und Burg (25. und 16. September) so richtig Fahrt auf. Bevor in Rüdersdorf bei Berlin am 6. November die diesjährigen DEM-Champions gekürt werden, steht nach der Absage des WM-Laufes in Zschopau in Sachen Weltmeisterschaft vorerst nur noch das Finale vom 15. bis 17. Oktober in Langeac in Frankreich auf dem Programm.

Text & Foto: Thorsten Horn

„Prakti-Kai“ Haase bei der HESG

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Haase

FMX-Profi Kai Haase hat sich zum ersten Mal bei einem Rennen der Hard Enduro Series Germany versucht. Die Fans können sein Debüt in Crimmitschau im Vlog begleiten.

Keine FMX Events, kein Problem! Zumindest nicht für Kai Haase, der derzeit als „Prakti-Kai“ verschiedenen Disziplinen ausprobiert. Nach seinem Debüt beim Hard Enduro und Supermoto zog es ihn wieder zurück zu den „Lampenfahrern“ und er trat zum ersten Mal bei der HESG, der Maxxis Hard Enduro Series Germany, an. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich hier heute machen muss und wie das abläuft“, kommentierte Kai vor seinem Start in Crimmitschau. Na das kann ja lustig werden…

Wie es für den Weber #Werkeholics Fahrer dann gelaufen ist, können die Fans im neuen Vlog erleben, direkt von hinter den Kulissen aus mit vielen Onboard-Einblicken und Perspektiven von außen. Es lohnt sich!

Das Video gibt unter https://youtu.be/9QqFHj8AWnw auf dem Weber-Werke YouTube Kanal zu sehen.

Die Weber #werkeholics im Netz:

Hashtag: #werkeholics

Web: www.werkeholics.de

Facebook: @weberwerke

Instagram: @weberwerke

YouTube: „Weber-Werke“

Red Bull Romaniacs 2021 – Achtung Rutschgefahr!

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Romaniacs
Die Red Bull Romaniacs sind traditionell das längste und anstrengendste Rennen der Hard Enduro Saison und für die 18. Ausgabe haben sich Veranstalter Martin Freinademetz und sein Team noch mehr einfallen lassen um die Fahrer tiefer in die Karpaten zu führen als jemals zuvor. Heute, am frühen Mittwochmorgen fiel der Startschuss zum ersten Offroad Tag der Red Bull Romaniacs “Vertical Madness Reloaded”.

Ziemlich unerwartet regnete es letzte Nacht und die Karten wurden vor dem ersten Offroad Tag noch mal neu gemischt. Der erste Offroad Tag startete unter dem Motto: “Achtung Rutschgefahr!” Als die ersten  Fahrer den Fluss Olt über die altbekannte Stahlbrücke überquerten, waren die Berge noch wolkenverhangen und im Tal hatte sich dichter Nebel ausgebreitet. Noch bevor die Motoren überhaupt warm waren, führte die Strecke die Fahrer der Gold-Klasse direkt auf den “Sheep Trail”, ein Warm-up im Romaniacs Style: über unzählige, steinige Spitzkehren ging es den schmale Pfad extrem steil nach oben. Die Steine waren vom Regen und Nebel nass und besonders glatt. Das ausgesetzte Gelände ließ keine Fehler zu und zwang die Fahrer von Anfang an mit voller Konzentration dabei zu sein. Alfredo Gomez musste den Tag eröffnen und wurde von Teodor Kabakchiev gejagt, der ihm schon bald dicht auf den Fersen war. Wade Young, der gestern die Qualifikation für sich entschieden hatte, spielte dahinter mit Titelverteidiger Manuel Lettenbichler Katz und Maus. Die eigentliche Schlüsselstelle auf dem Weg zum Servicepoint war der Abschnitt “Sheep Farmer”, ein kurzer, heftiger Anstieg, für den alle vom Bike mussten.
Wade Young und Manuel Lettenbichler pushten sich gegenseitig bis zum Service-Punkt, das Duell konnte Wade mit einer Motorradlänge Vorsprung für sich entscheiden. Und auch wenn es nicht für die schnellste Zeit gereicht hatte, lief es für Manuel Lettenbichler nach Plan: “Ich bin gut in den Tag gestartet, die Pace ist wahnsinnig hoch und bis jetzte sind wir alle noch sehr dicht beieinander.”

Nach den obligatorischen 20 Minuten Pause am Service ging es auf schnelleren Pfaden durch die wunderschöne Landschaft der “Toscana Hills”. Im Anschluss an den anstrengenden Vormittag schienen die Strecken-Manager doch etwas erbarmen zu haben. Wer die Romaniacs kennt, weiß jedoch dass das nie lange anhält. Für die Fahrer der Gold-Klasse kam der Weckruf in Form von “Martins Idea”. Danach folgten ikonische Streckenabschnitte wie zum Beispiel “Dammed Dam”, “Broke back Mountain” und “The Impossible”. Die letzten anderthalb Stunden bis zum Ziel waren das, was Martin Freinademetz als “waschechte Gold-Strecke” bezeichnet. 
Graham Jarvis bewies, dass er nicht ohne Grund als König der Karpaten gilt. Sobald es richtig anspruchsvoll wird, taucht er wie aus dem Nichts ganz vorne auf. Da er nur als sechster gestartet war und als Erster die letzte Abfahrt zum Ziel herunter kam, war klar, dass die schnellste Zeit des Tages auf sein Konto gehen wird. Die Plätze zwei und drei gingen heute an Manuel Lettenbichler und Wade Young. 
Graham Jarvis: “Der Tag lief optimal, mein Bike hat super funktioniert und ich bin gut gefahren. Ich bin als sechster gestartet und konnte alle überholen. Am ersten Tag habe ich noch die meiste Energie, deshalb musste ich heute alles geben. Ich werde die nächsten Tage zwar müde sein, aber jetzt bin ich erstmal happy.”

Manuel Lettenbichler:
“Nach dem Service bin ich zusammen mit Graham (Jarvis) wieder auf die Anderen aufgelaufen, wir haben uns dann gut durchgekämpft und konnten Alfredo (Gomez) und Wade (Young) übrholen. Durch den hohen Speed den wir fahren, ist es wirklich anstrengend. Und ziemlich heiß ist es ja auch. Alles in allem war es ein guter Start in die Woche für mich.”

Die Silber-Klasse hatte 123 Kilometer klassische Romaniacs-Strecken zu bewältigen. Der Wechsel zwischen Auf- und Abfahrten und flüssigen Strecken, ermöglichte den Fahrern zumindest ein kurzes Durchatmen bevor sie die nächste Überraschung erlebten. Nick Fahringer (USA) und Toniu Mulec (SVN) hatten den ganzen Tag über einen spannendes Duell, das erst in der letzten Sektion vor dem Ziel entschieden wurde. Hier konnte sich Fahringer absetzen und den ersten Platz nach Hause bringen. Mulec wurde Zweiter und Jamie Lewis (GBR) belegte Platz drei. Emanuel Gyenes, der zum 18. mal bei den Romaniacs am Start steht, musste heute seine mechanischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, nachdem er sich zweimal den Kupplungshebel abgebrochen hatte. Trotzdem kam er noch auf Platz 14 ins Ziel. Bester Deutscher in der Silber-Klasse wurde Rookie Max Faude: “Ich bin als 18. gestartet und konnte ziemlich gut nach vorne fahren, bis mich ein Sturz ausgebremst hat und ich ein paar Minuten Pause machen musste, ich kam als zehnter ins Ziel. Morgen geht’s weiter!” Der österreichische Ski-Star Marcel Hirscher konnte das Rennen nach einem Sturz heute nicht beenden.

Die Bronze-Fahrer hatten einen langen Tag vor sich und mussten 130 Kilometer absolvieren. Von ihrem Vormittag waren sie begeistert. Die Strecke war schnell und größtenteils trocken, mit einigen schwierigen Auf- und Abfahrten, vor allem die letzte Abfahrt ins Ziel hatte es in sich. Hier wurde den Berg herunter geschlittert was das Zeug hielt und es war recht belebt, da die Strecken von verschiedenen Klassen hier zusammen kamen. Pol Tarres ließ es zu Beginn noch etwas langsamer angehen, kam dann im Laufe des Tages aber immer besser in Fahrt und manövrierte seine schwere Yamaha Tenere 700 fast schon spielerisch durch das technische Gelände. Bis zum Service lag der Deutsche Valentin Rehrl in Führung. Eingebremst von Stürzen musste er sich im Ziel jedoch mit Platz drei begnügen: “Das wichtigste für mich ist es einen guten Fluss zu finden und konstant durch zu fahren. Die Bedingungen sind perfekt, im Wald ist es schön griffig nur die Wiesen waren am Morgen noch ziemlich nass und rutschig. Nach dem Service bin ich im hohen Gras zweimal gestürzt, da muss man echt vorsichtig fahren, das hab ich jetzt auch gelernt.”

Die Iron und die Atom Klasse hatten einen schwierigen Start und die Fahrer kämpften mit den rutschigen Bodenverhältnissen, sodass die Energiereserven früh aufgebraucht waren. Am Nachmittag waren die Fahrer froh, auf flowigen Trails zurück zum Ziel fahren zu können. Beide Klassen hatten heute zum Einstieg etwas kürzere Renndistanzen.

Trotz der heutigen bereits anstrengenden 116 km, 9347 Höhen- und 9408 Tiefen-Metern werden die Gold-Fahrer bald merken, dass es die nächsten Tage über nicht einfacher wird. Martin und die Strecken-Manager haben noch einige der härtesten Streckenabschnitte wie “Galindo Hill”, “Babysitter”, “Lost World” und “Kill ’em all” in der Hinterhand. Morgen wird in Gura Raului die erste Marathon-Biwak-Etappe in der Romaniacs Geschichte gestartet, dadurch kann die Rallye in ganz neue Gebiete tief in den Karpaten vorstoßen. Nach dem Service-Point am Offroad Tag 2 sind alle Teilnehmer auf sich alleine gestellt, bis sie am dritten Offroad Tag wieder von ihrer Crew beim Service in Empfang genommen werden.

Martin Freinademetz: “Heute war der erste richtige, lange Offroad-Tag von “Vertical Madness Reloaded” 2021.  Es war definitiv ein schöner Renntag, was sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt, denn die Mehrheit der Teilnehmer konnte das Rennen heute beenden. Nur die Silber-Klasse schien ein wenig leiden zu müssen: Wir hatten trockene Bedingungen erwartet, aber ein kurzes Gewitter in der Nacht machte die Strecke recht anspruchsvoll und es wurde nass genug, um rutschig zu sein. Dafür war es nicht mehr staubig. Auch heute Abend sind in einigen Gebieten wieder Gewitter zu erwarten. Wir werden morgen trotzdem die volle Länge fahren. Der erste Tag ist normalerweise recht kritisch und die Fahrer sind gerne mal etwas zu schnell unterwegs. Vielleicht hat der rutschige Boden sie heute vorsichtiger gemacht. Der Kampf um die Führung war sehr anspruchsvoll, man konnte sehen, wie der “König der Karpaten” (Graham Jarvis) an jedem Kontrollpunkt näher an die Führung herankam, und sie am Ende übernahm. Mani, der sich im letzten Jahr als Favorit etabliert hat, war ebenfalls gut unterwegs. Morgen geht es auf die Marathon-Etappe, im Finish sind die Fahrer auf sich alleine gestellt. Nur sie und ihr Zelte, keine Familien, Ehefrauen oder Support Crews. Das Wetter sieht gut aus, ich denke, wir werden eine schöne Zeit haben und ich freue mich schon darauf!” 

Foto:Dragos Dumitru

Graham Jarvis führt Red Bull Romaniacs an

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Jarvis

Graham Jarvis von Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing hat am ersten Offroad-Tag der Red Bull Romaniacs, der vierten Runde der FIM Hard Enduro World Championship, einen Sieg eingefahren. Der Brite fuhr die schnellste Zeit und übernahm die Führung im Gesamtklassement von Manuel Lettenbichler aus Deutschland, Dritter wurde der Südafrikaner Wade Young.

Regen in der Nacht und Nebel am frühen Morgen sorgten für einen schwierigen Start für die Teilnehmer, als die Fahrer der Gold-Klasse in den 116 Kilometer langen Tag starteten. Während der Temperaturrückgang willkommen war, machte der Regen einige der Abfahrten für die Teilnehmer, die die Strecke eröffneten, zunehmend rutschig.

Der Dritte des gestrigen Zeitfahrens, Alfredo Gomez von Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing, startete als Erster in den Offroad-Tag 1, da die Startreihenfolge der drei Erstplatzierten von gestern umgekehrt war. Ihm folgte der junge Bulgare Teodor Kabakchiev (Husqvarna), der darauf brannte, auf seinem zweiten Platz von vor 24 Stunden aufzubauen. Der Zeitfahrsieger Wade Young (Sherco Factory Racing) kam als Dritter über die Ziellinie.

Die drei Spitzenfahrer tasteten sich an die Bedingungen heran und wurden bald von Manuel Lettenbichler (KTM Factory Racing) eingeholt. Nach der korrigierten Zeit war es jedoch Jonny Walker von Vision Track Beta, der den Checkpoint 1 am schnellsten passierte. Zusammen mit Mario Roman (Sherco) spielte die spätere Startzeit Walker in die Hände.

In der ersten Hälfte des Vormittags war das Tempo hoch. Ein GPS-Navigationsproblem kurz vor dem Service warf Roman aus den Top drei zurück. Jarvis begann, die Zügel in die Hand zu nehmen und fuhr einige der schnellsten Checkpoint-Zeiten.

Nachdem der sechsfache Red Bull Romaniacs-Sieger am Morgen einige Fehler abgeschüttelt hatte, setzte er nun zu einem Angriff an. Der Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Fahrer gewann drei der letzten fünf Checkpoints des Tages mit einem satten Vorsprung von drei Minuten und 29 Sekunden auf Lettenbichler und setzte sich damit an die Spitze der Gesamtwertung.

Lettenbichler fuhr mit einer soliden Leistung seine KTM auf den zweiten Platz und blieb relativ dicht an Jarvis dran. Trotz einer starken Fahrt bei der Ausfahrt aus dem Servicepunkt verlief der Tag nicht ganz nach Youngs Geschmack und er beendete das Rennen als Dritter mit neun Minuten Rückstand auf Jarvis.

Roman und Walker, die sich von Platz 11 bzw. 12 aus durch den Verkehr arbeiteten, machten am Offroad-Tag 1 die meisten Plätze gut. Walker verdrängte Roman vom 12. auf den vierten Platz, während Roman Fünfter wurde, nur 25 Sekunden hinter dem Beta-Fahrer in der Gesamtwertung.

Der Offroad-Tag 2 markiert den Beginn der wichtigen Marathon-Etappe. Die Teilnehmer werden den Tag im Wald beenden, wo keine fremde Hilfe erlaubt ist. Schnell zu sein, aber Fahrer und Maschine zu schonen, wird entscheidend sein, um eine entspannte Nacht unter dem Sternenhimmel genießen zu können!

Graham Jarvis (Husqvarna): “Es war wirklich ein ereignisreicher Tag. Ich bin früh in ein Loch gefallen und habe mich im Nebel verirrt, aber dann habe ich meinen Rhythmus gefunden und angefangen, einige Fahrer abzuschütteln. Es war eine kleine Überraschung, heute zu gewinnen, aber ich bin glücklich mit diesem Ergebnis, weil ich das Gefühl habe, dass ich gut fahre. Ja, morgen Abend im Zelt wird es für einen alten Mann wie mich interessant, aber ich kämpfe weiter!”

Manuel Lettenbichler (KTM): “Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis heute, ich hatte das Gefühl, dass ich eine solide Fahrt hingelegt habe. Bis zum ersten Servicepunkt war das Tempo von allen sehr hoch und wir waren alle am Limit. Graham ist wahnsinnig gut gefahren, und wenn er so gut drauf ist, ist er hart im Nehmen! Ich habe das Gefühl, dass ich einen guten Start in die Red Bull Romaniacs habe, morgen wird es interessant und ich freue mich auf die Marathonetappe. Wir kommen in neue Fahrgebiete, und mit dem Biwak morgen Nacht sollte die Stimmung im Ziel gut sein. Ich freue mich darauf, in einem Zelt zu schlafen!”

Jonny Walker (Beta): “Ich hatte heute Morgen einen guten Start und machte nur in der zweiten Tageshälfte ein paar kleine Fehler. Aber das war ganz normal für ein Rennen wie dieses. Insgesamt bin ich froh, dass ich mit meiner Beta so einen guten Tag erwischt habe, und ich habe das Gefühl, dass ich gut fahre und dass noch mehr kommen wird. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber ein Podiumsplatz ist möglich, wenn ich die Dinge zusammenhalten kann – das ist das Ziel.”

Mario Roman (Sherco): “Ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden. Beim gestrigen Zeitfahren hatte ich ein wenig mit dem Setup zu kämpfen, also haben wir ein paar Dinge geändert und es schien viel besser zu funktionieren. Die Bedingungen heute Morgen waren durch den Regen und den Nebel, der über Nacht überraschend kam, sehr rutschig. Bei den Abfahrten musste man sehr vorsichtig sein. Nach einem guten Start hatte ich vor dem Service ein GPS-Problem, so dass ich meine Spuren zurückverfolgen musste. Aber ich konnte das Problem beheben und in der zweiten Tageshälfte eine weitere starke Fahrt hinlegen. Insgesamt war es ein guter Start in die Woche, und ich werde morgen wieder Gas geben.”

Results: Offroad Day 1

1. Graham Jarvis (Husqvarna) 4:51:07
2. Manuel Lettenbichler (KTM) 4:54:36
3. Wade Young (Sherco) 5:17:00
4. Jonny Walker (Beta) 5:05:01
5. Mario Roman (Sherco) 5:05:31
6. Teodor Kabakchiev (Husqvarna) 5:08:38
7. Alfredo Gomez (Husqvarna) 5:10:39
8. Billy Bolt (Husqvarna) 5:13:34
9. Taddy Blazusiak (GASGAS) 5:13:47
10. Michael Walkner (GASGAS) 5:15:07

Overall Standings (After Offroad Day 1)

1. Graham Jarvis (Husqvarna) 5:29:49
2. Manuel Lettenbichler (KTM) 5:33:05
3. Wade Young (Sherco) 5:37:59
4. Jonny Walker (Beta) 5:46:05
5. Mario Roman (Sherco) 5:46:30
6. Teodor Kabakchiev (Husqvarna) 5:46:39
7. Alfredo Gomez (Husqvarna) 5:49:06
8. Taddy Blazusiak (GASGAS) 5:22:28
9. Billy Bolt (Husqvarna) 5:53:57
10. Michael Walkner (GASGAS) 5:54:46

*Results are provisional and subject to change following GPS inspection

Foto: Future7Media

Norisring trägt DTM-Finale aus

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Norisring
Die DTM und der Norisring bleiben eng verbunden – in dieser Saison und darüber hinaus. Das ursprünglich für Anfang Juli geplante Renn-Wochenende in Nürnberg wird in diesem Jahr an einem ganz besonderen Termin stattfinden: Vom 8. bis 10. Oktober wird die DTM mit attraktiver Markenvielfalt und Weltklasse-Piloten am Norisring das Finale der Saison 2021 austragen. Der Motorsport Club Nürnberg (MCN), die Stadt Nürnberg und die DTM verlängern zudem den bestehenden Vertrag bis einschließlich 2022.

„Ich freue mich wirklich sehr, dass wir unseren Fans das Rennen am Norisring auch in dieser Saison bieten können.“, sagt Benedikt Böhme, Geschäftsführer der ITR, Dachorganisation der DTM. „Wir sind uns sicher, dass wir am Norisring mit seiner einzigartigen Atmosphäre ein großartiges Saisonfinale erleben werden.“ Wie schon zuletzt am Lausitzring werden vorbehaltlich der pandemischen Lage Zuschauer an der Strecke zugelassen sein, selbstverständlich unter Berücksichtigung des bei DTM Rennen bereits bewährten Hygienekonzepts. Der Start des Kartenvorverkaufs für das Event an der Traditionsstrecke, die bereits seit 1947 für Rennen genutzt wird, ist für Mitte August geplant.

„Das Norisring-Rennen bleibt Nürnberg erhalten – das ist eine gute Nachricht und zeigt, dass wir auch weiter für Sport-Events attraktiv sind. Mir ist wichtig, dass die Veranstalter den Einstieg in eine DTM Electric jetzt in Angriff nehmen, um auch im Rennsport den Weg in eine nachhaltige mobile Zukunft zu gehen. Zugleich liegt mir sehr viel daran, dass ITR und MCN das nahe Ziel einer CO2-Neutralität 2025 auch erreichen. Wir als Stadt leisten unseren Beitrag dazu, wo es möglich ist“, sagt Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König.

MCN-Vorsitzender Wolfgang Schlosser, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Jürgen Schielein und Peter Brandmann daran arbeitete, das Traditionsrennen zu ermöglichen, sagt: „Der MCN freut sich sehr über die Ausrichtung des Saisonfinales und der damit einhergehenden langfristigen Sicherung des Norisring-Rennens mit der DTM, besonders unter nachhaltigen Gesichtspunkten.“

Damit stehen für die Fans mit dem Finale am Norisring und dem Traditionsrennen am Hockenheimring vom 1. bis 3. Oktober zum Saisonabschluss zwei absolute Höhepunkte innerhalb einer Woche an. Frederic Elsner, Director Events & Operations: „Ein ganz besonderer Dank geht wirklich an die Verantwortlichen des Hockenheimring, die für diese Lösung offen sind. Hockenheimring und Norisring an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden – das wird ein überragendes Ende einer spannenden Saison.“

Neben hochspannendem Racing in der Gegenwart wird es am Norisring aber auch einen Blick in die nachhaltige Zukunft des Motorsports geben. Im Rahmenprogramm des Events wird die ITR gemeinsam mit einem der strategischen Technologiepartner der DTM – dem globalen Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler – eine weitere Präsentation der DTM Electric angehen und den nächsten Schritt auf dem Weg in die elektrifizierte Zukunft aufzeigen. Die DTM Electric wird mittelfristig als weitere Serie neben der DTM mit Rennwagen mit über 1000 PS Leistung höchst attraktiven Motorsport liefern und somit den voll elektrifizierten Motorsport auf ein neues Level heben.

Darüber hinaus strebt die DTM bis zum Jahr 2025 CO2-Neutralität für die DTM Plattform an. Dazu sollen innovative Technologien in den Rennserien der DTM ebenso beitragen wie umweltfreundliche Konzepte für die Events an den Strecken. Auch hier spielt die Partnerschaft zwischen der DTM und dem Norisring eine bedeutsame Rolle: Die DTM, der MCN und die Stadt Nürnberg haben sich zum Ziel gesetzt, dass das Rennen am Norisring mittelfristig das erste komplett CO2-neutrale DTM Event wird und somit der Norisring ein Leuchtturmprojekt auf dem Weg zu einem nachhaltigem DTM Event ist.

Mit dem Einsatz des DTM Electric Demo Cars bekommen die Zuschauer schon in diesem Jahr einen ersten Vorgeschmack auf die nachhaltige Zukunft eines elektrifizierenden Motorsport-Erlebnisses – beim Saisonfinale der DTM 2021 am Norisring.

Foto: DTM

Wade Young gewinnt den Red Bull Romaniacs Prolog

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Young

Wade Young von Sherco Factory Racing führt die Zeitenliste am ersten Tag der vierten Runde der FIM Hard Enduro World Championship, Red Bull Romaniacs, an.

Der Red Bull Romaniacs-Sieger von 2018 drückte der 18. Ausgabe der härtesten Hard Enduro Rallye der Welt schnell seinen Stempel auf, indem er die schnellste Zeit in der Zeitfahrqualifikation am Dienstag fuhr. Er führte das stark besetzte Feld an, mit Teodor Kabakchiev von Jarvis Husqvarna Racing auf Platz zwei und Alfredo Gomez von Rockstar Husqvarna Factory Racing auf Platz drei.

Der erste Wettkampftag begann mit einer 18 Kilometer langen Zeitfahrqualifikation, die mit großer Spannung erwartet wurde. Da die Ergebnisse die Startreihenfolge für den morgigen Offroad-Tag 1 – den ersten von vier Offroad-Tagen – bestimmen, würde sich ein gutes Ergebnis auszahlen.

Der Red Bull KTM Factory Racing Rennsieger von 2020, Manuel Lettenbichler, führte die Gold-Klasse an, doch ein früher Sturz warf ihn zurück, während Young von Anfang an Vollgas gab. Er war der Schnellste am ersten Checkpoint und konnte diesen Schwung bis zur Ziellinie beibehalten, so dass er nach 37 Minuten Renndauer einen satten Vorsprung von 19 Sekunden herausfuhr.

Der Bulgare Teodor Kabakchiev sorgte mit der zweitschnellsten Zeit für eines der Überraschungsergebnisse des Tages. Kabakchiev wurde 2020 Achter, zeigt aber schon jetzt, dass er 2021 mehr will. Gomez, der als Dritter auf die Strecke gegangen war, hatte etwas Mühe, sich einzugewöhnen, als er als Zwölfter den Kontrollpunkt 1 passierte, aber er drehte das schnell und sprang im Ziel auf den dritten Gesamtrang.

Lettenbichler, der durch den frühen Sturz beeinträchtigt war, kämpfte sich vom achten Platz am Checkpoint 1 auf den vierten Platz vor, während Taddy Blazusiak von GASGAS Factory Racing eine konstant gute Leistung zeigte und sich mit einer Sekunde Vorsprung auf Graham Jarvis (Husqvarna) auf den fünften Platz fuhr.

Der Kanadier Trystan Hart war der beste Rookie des Tages, der KTM-Fahrer belegte den siebten Platz.

Der Sieger des Abestone Hard Enduro, Billy Bolt (Husqvarna), hatte mit Platz 10 nicht den besten Auftritt, während Mario Roman (Sherco) und Jonny Walker (Beta) die Plätze 11 und 12 belegten. Das Trio hat jedoch noch einiges aufzuholen und wird am Offroad-Tag 1 auf sich aufmerksam machen.

Wade Young (Sherco): “Es war gut, mit den Red Bull Romaniacs zu beginnen. Die Bedingungen waren schnell und staubig, aber ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt, und mein Motorrad hat gut funktioniert. Ich freue mich auf den Rest der Woche.”

FIM Hard Enduro World Championship, round 4

Red Bull Romaniacs: Time Trial Qualification

Gold Class

1. Wade Young (Sherco) 37:42
2. Teodor Kabakchiev (Husqvarna) 38:01
3. Alfredo Gomez (Husqvarna) 38:27
4. Manuel Lettenbichler (KTM) 38:29
5. Taddy Blazusiak (GASGAS) 38:41
6. Graham Jarvis (Husqvarna) 38:42
7. Trystan Hart (KTM) 39:13
8. Dominik Olszowy (KTM) 39:15
9. Michael Walkner (GASGAS) 39:39
10. Billy Bolt (Husqvarna) 40:23

Foto: Future7Media

Rund um Zschopau fällt auch 2021 aus

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Zschopau

Die FIM teilt zusammen mit dem DMSB heute mit, das der ENDUROGP Lauf in Zschopau, der für den 08.-10.10.2021 vorgesehen war, auch im Jahr 2021 nicht stattfinden wird.

Trotz aller Bemühungen der FIM, des DMSB und des ausrichtenden Vereins MSC Rund um Zschopau ist es aufgrund der strengen Covid-Maßnahmen des Landratsamtes und des Leiters des Gesundheitsamtes einfach nicht möglich, die Veranstaltung durchzuführen.

Die FIM Enduro-Kommission ist aktiv auf der Suche nach einer Ersatzveranstaltung und wird alle Beteiligten über weitere Änderungen im Kalender informieren, sobald dies möglich ist.

Die FIM möchte allen, die an der Durchführung der Borilli FIM EnduroGP Weltmeisterschaft 2021 beteiligt sind, für ihre anhaltende harte Arbeit, ihren Einsatz und ihren Willen, eine Meisterschaft auf hohem Niveau zu liefern, danken – trotz der Schwierigkeiten, die mit der Organisation von Veranstaltungen während der laufenden Pandemie verbunden sind.

John Collins, Direktor der FIM Enduro-Kommission:
“Es versteht sich von selbst, dass dies eine große Enttäuschung für die 2021 Borilli FIM EnduroGP World Championship und alle Beteiligten ist, aber wie jeder weiß, leben wir immer noch in nie dagewesenen Zeiten. Die Organisation von internationalen Enduro-Wettbewerben ist in den besten Zeiten eine Herausforderung, aber während einer Pandemie wird es extrem schwierig. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um eine Ersatzveranstaltung für die Meisterschaft 2021 zu finden und freuen uns darauf, Zschopau zu besuchen, sobald es möglich ist.”

Quelle: FIM