Autorama Motorsport sichert sich beim spannenden TCE-Zieleinlauf die ersten beiden Plätze auf dem Circuit Paul Ricard

Autorama Motorsport hat sich bei den Hankook 12H CIRCUIT PAUL RICARD die ersten beiden Plätzen gesichert, obwohl TCR-Titelrivale AC Motorsport auf dem Weg zum Sieg schien.

Beim Start des Rennens setzte sich der AC Motorsport-Audi RS3 LMS (#188, Stéphane Perrin / Mathieu Detry / David Dermont) gegen den von der Pole-Position gestarteten Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing-Volkswagen Golf GTi TCR (#112, Fabian Danz / Marlon Menden / Rhys Lloyd / Yannick Mettler) durch. Nur zwei Stunden vor Rennende hatte der Audi zwei Runden Vorsprung auf den Rest des TCE-Feldes. Probleme mit dem linken Hinterrad des Audi bedeuteten für AC Motorsport jedoch zwei ungeplante Boxenstopps. Der Zeitverlust sorgte letztendlich dafür, dass das belgische Team hinter den beiden Autorama-Volkswagen auf Rang drei in der TCE-Division ins Ziel kam.

Schlussfahrer Emil Heyerdahl führ den ersten Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing-Volkswagen Golf GTi TCR (#1, Constantin Kletzer / Emil Heyerdahl / Jérôme Ogay / Yannick Mettler) vor dem Schwesterauto mit der Startnummer 112 über die Ziellinie und sicherte dem Team damit den ersten TCE-Sieg der Saison. Die zurückgelegte Distanz betrug 287 Runden auf dem 5,842 Kilometer langen Circuit Paul Ricard.

„Ich kann es gar nicht fassen, das ist der Wahnsinn“, frohlockte Emil Heyerdahl gegenüber Lukas Gajewski von radiolemans.com. „Ich muss mich beim Team bedanken, denn das Auto war großartig. Das war richtiges Teamwork. Ich bin total happy!“

Hinter der enttäuschten AC Motorsport-Mannschaft hatte der Tictap Totcar Sport-CUPRA TCR (#123, Jorge Belloc Diaz / Jorge Belloc Ruiz / Álvaro Rodríguez Sastre) abgesehen von einem Bremswechsel in der Schlussphase ein problemloses Rennen auf dem Weg zum vierten Platz.

Der Nordschleife Racing-Ligier JS2 R (#226, Guillaume Roman / Daniel Waszczinski / Thierry Chkondali) sicherte sich Gesamtrang 5 und den TCX-Klassensieg nach einem turbulenten Rennen für die Teilnehmer in der Klasse. CWS Engineering (#278, Colin White / Jean-Francois Brunot / JM Littman) hatte die Führung inne, bis ein Felgenbruch den Ginetta G55 nach nur sieben Runden zum Stehen brachte und zu einem Zeitverlust von über 40 Minuten führte. Danach wurde Nordschleife Racing zwei Stunden später vom MP Racing-Mercedes umgedreht. Der darauffolgende Schaden am Getriebe kostete dem französischen Team über eine Stunde in der Box. Weitere Handlingprobleme bei CWS Engineering sowie ein Reifenschaden, der den größten Teil des linken Frontscheinwerfer des Ginetta demolierte, sorgten dafür, dass der Ligier die Führung wieder übernehmen und schließlich den Sieg einfahren konnte.

Der RC2 Junior Team by Cabra Racing-CUPRA Leon Competición TCR (#108, Rubén Fernández / Victor Fernández / Felipe Fernández) kam auf einem enttäuschenden siebten Rang ins Ziel. Während der Anfangsphase hatte das spanische Team noch den zweiten Platz in der TCE-Division inne, aber bei einem Kontakt mit dem Porsche Lorient Racing-911-II Cup ging kurz vor Halbzeit die Lenkung zu Bruch und somit waren die Chancen auf eine vordere Platzierung dahin.

Der Red Camel-Jordans.nl-CUPRA TCR (#101, Ivo Breukers / Rik Breukers / Luc Breukers) hatte auf dem Circuit Paul Ricard ein Wochenende zum Vergessen. Die Mechaniker des Teams waren bis vier in der Früh im Einsatz, um den Motor und einen gebrochenen Radträger des CUPRA TCR zu wechseln, aber Elektrikprobleme und eine gebrochene Lenkung bedeuteten für den TCE-Sieger der Hankook 12H MUGELLO schließlich das Aus.

Das nächste Langstreckenrennen der 24 SERIES powered by Hankook findet am 22.-23. Mai mit den Hankook 12H HOCKENHEIMRING in Baden-Württemberg statt. Nähere Informationen über den Kalender der 24H SERIES 2021 sowie Punktestände gibt es unter www.24hseries.com.

Foto: Creventic

Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.