Peterhansel behauptet die Führung vor Al-Attiyah und Sainz

Stéphane Peterhansel beendete die siebte Marathon-Etappe am Sonntag trotz eines Zusammenstoßes mit einem Felsen als Zweiter und festigte damit seine Führung bei der Rallye Dakar 2021 im Auto. Der amerikanische Rookie Seth Quintero wurde Zweiter in der Kategorie Leichtgewicht-Fahrzeuge. Hier ist alles, was Sie wissen müssen:

Nachdem der Ruhetag am Samstag dem Konvoi die Möglichkeit gab, sich zu verjüngen, legten die verbliebenen Teilnehmer 737 km zurück, davon 453 km auf der Wertungsprüfung von Ha’il nach Sakaka.

In der Auto-Kategorie gewann der heimische Fahrer Yazeed Al-Rajhi die Etappe mit 48 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Peterhansel. Nasser Al-Attiyah und der amtierende Champion Carlos Sainz lagen innerhalb von drei Minuten vor Al-Rajhi.

Der dreizehnfache Champion Peterhansel baute seinen Vorsprung auf den Katarer Al-Attiyah auf 7.53 Minuten aus. Sainz lag 41.06 Minuten zurück, während der polnische Fahrer Kuba Przygoński und der Südafrikaner Giniel De Villiers in den Top 10 blieben.

Peterhansel, 55, verriet: “Ich habe 40 km vor dem Ziel einen Stein getroffen und eine Felge gebrochen. Wir haben lange gebraucht, um das Rad zu wechseln, es war ziemlich hart. Es ist schade, denn wir waren bei den Zwischenzeitkontrollen recht schnell unterwegs und hätten heute mehr Zeit auf unsere Konkurrenten herausfahren können.”

Teenager-Sensation Quintero beendete den Tag als Siebter hinter dem Chilenen Chaleco Lopez, doch seine Konkurrenten fielen so weit zurück, dass er in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz vorrückte, 8m41s hinter dem Polen Aron Domzala.

Der Kalifornier Quintero, 18, sagte: “Vorne gab es keinen Staub und mein Co-Pilot Dennis (Zenz) hat einen tollen Job gemacht. Das Auto lief absolut fehlerfrei und es war ein reibungsloser Tag, wie wir ihn uns gewünscht haben.”

Bei den Motorrädern kam Ex-Champion Sam Sunderland als Vierter hinter Ricky Brabec ins Ziel und rückte mit 2.11 Minuten Rückstand auf den Gesamtführenden José Ignacio Cornejo Florimo auf den dritten Platz vor. Der Australier Toby Price liegt eine Sekunde hinter dem Chilenen und strebt seinen dritten Dakar-Titel an.

Der Brite Sunderland, 31, sagte: “Es ist wirklich schwierig zu wissen, wo die anderen Jungs sind, also schiebt man einfach und schiebt. Man sieht drei Stunden lang niemanden. Ich habe mich einfach darauf konzentriert, einen guten Rhythmus zu halten und keine Fehler zu machen. Das Motorrad funktioniert wirklich gut und ich bin glücklich, hier Rennen zu fahren.”

Der australische Rookie Daniel Sanders, der Fünfter wurde, fügte hinzu: “Ich hatte einen ziemlich guten Tag bis zu den letzten 100 km. Ich führte vor Brabec und Barreda und fuhr eine Düne hinauf. Da war irgendwo ein Felsen in der Düne, den ich mit dem Vorderrad traf. Das hat mich mit dem Kopf voran direkt auf die Düne geschleudert. Ich war ein bisschen verletzt und Ricky hielt an, um sich zu vergewissern, dass es mir gut ging. Ich habe das Vorderrad und den Lenker ein wenig verbogen. Heute Abend muss ich die Speichen wieder geradebiegen.”

Der Russe Dmitry Sotnikov verdrängte seinen Landsmann Ayrat Mardeev um 3.23 Minuten und baute seinen Vorsprung auf 45.56 Minuten vor seinem Team Kamaz Master-Piloten Anton Shibalov aus.

Die achte Etappe am Montag führt das Feld von Sakaka nach Neom mit einer 375 km langen Wertungsprüfung.

Overall standings after Stage Seven

Car
1. Stéphane Peterhansel (FRA) X-Raid Mini 26h36m50s
2. Nasser Al-Attiyah (QAT) Toyota Gazoo +00h07m53s
3. Carlos Sainz (ESP) X-Raid Mini +00h41m06s

Bike
1. Jose Ignacio Cornejo Florimo Honda 28h51m31s
2. Toby Price (AUS) Red Bull KTM +00h00m01s
3. Sam Sunderland (GBR) Red Bull KTM +00h02m11s

Truck
1. Dmitry Sotnikov (RUS) Kamaz Master 29h12m10s
2. Anton Shibalov (RUS) Kamaz Master +00h45m56s
3. Ayrat Mardeev (RUS) Kamaz Master +01h05m06s

Lightweight vehicle
1. Aron Domzala (POL) Can-Am 32h30m33s
2. Seth Quintero (USA) Red Bull Offroad +00h08m41s
3. Austin Jones (USA) Can-Am +00h09m31s

Foto: Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool

Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.