Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) sind die großen Gewinner des Sonntagsrennens der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring. Mit einem souverän herausgefahrenen Laufsieg übernahm das Porsche 718 Cayman GT4-Duo nicht nur die Tabellenspitze im ADAC Championat, sondern auch die Favoritenrolle für die restlichen zwei Rennwochenenden der Saison. Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) erkämpften im BMW M4 GT4 die zweite Position. Das Podium komplettierten beim Klassiker in der Eifel Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.
An der Spitze des Sonntagrennens ging es wieder einmal richtig bunt zu. Zu Rennbeginn lag zunächst Pole-Setter Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vorne, gefolgt von Berndt im Porsche und Hudson Schwartz (17/USA, CRT) im Toyota GR Supra GT4. Doch nach rund zehn Rennminuten überholten in direkter Abfolge sowohl Berndt als auch Schwartz den Aston Martin. Dahinter beendeten Porsche-Pilot Gabbay sowie Sylvestersson im BMW die erste Rennhälfte auf den weiteren Positionen.
Die Phase der Boxenstopps brachte dann die nächsten Positionsverschiebungen. Piana, der von Sylvestersson übernommen hatte, setzte sich direkt vor Gogolloks Partner Jan Philipp Springob (25/Olpe) und konnte im Anschluss sofort auch Lucas Cartelle (18/BEL) überholen, der für Schwartz in den Toyota gestiegen war. Auch Maximilian Schreyer, der Gabbay im Porsche ersetzt hatte, fand sich nach den Stopps vor Springob wieder. Wenig später holte der junge Hesse dann auch von Cartelle die dritte Position. Cartelle musste sich im weiteren Rennverlauf schließlich noch Springob im Aston Martin geschlagen geben.
Davon unbeeindruckt blieb Berndts Partner Lachlan Robinson in der zweiten Rennhälfte unangefochten in Führung und fuhr mit einem Vorsprung von über vier Sekunden zum Sieg, der auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Hinter Piana/Sylvestersson, Gabbay/Schreyer sowie Gogollok/Springob reichte es für Cartelle/Schwartz am Ende nicht für Rang fünf, da in der letzten Runde auch noch der BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) den Toyota überholte.
Siebte wurden Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) vor ihren Mercedes-AMG-Markenkollegen Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport). Schmid konnte sich somit auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Die Top Zehn komplettierten Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche) sowie Gianni van de Craats (20/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Erfolg in der PRO-AM-Wertung ging an das Porsche-Duo Jesper Brunoj Jensen (50/DEN) und Laurenz Rühl (20/Friedrichdorf, beide Wimmer Werk Motorsport).
Denny Berndt – Sieger für AVIA W&S Motorsport „Unser nächster Sieg in der ADAC GT4 Germany ist wirklich ein tolles Resultat. Doch da wir direkt nachhause fahren, können wir nicht großartig feiern. Sicherlich ist die Tabellenführung ein super Zwischenstand, alles kann sich aber schnell wieder ändern. Wir schauen von Rennen zu Rennen und geben unser Bestes. Der Sachsenring kann also kommen.“
Lachlan Robinson – Sieger für AVIA W&S Motorsport „Der Sieg fühlt sich richtig gut an, insbesondere da der Tag gestern nicht so endete, wie wir es gewünscht hätten. Denny hat heute wieder einen klasse Job gemacht, somit musste ich das Auto eigentlich nur noch ins Ziel bringen. Das ist mir gelungen.“
Gabriele Piana – Platz zwei für FK Performance Motorsport „Wir versuchen schon die ganze Saison, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Doch zumeist ist ein Konkurrent schneller. Somit bin ich nicht sonderlich glücklich. Das Team hat aber eine perfekte Taktik in Bezug auf den Boxenstopp angewandt, sodass ich direkt auf meiner Outlap attackieren konnte.“
Benjamin Sylvestersson – Platz zwei für FK Performance Motorsport „Mit Platz zwei konnten wir das Wochenende versöhnlich beenden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mein Start war ganz gut, doch danach steckte ich etwas im Verkehr. Wir hatten einen guten Boxenstopp und konnten dadurch Positionen gewinnen. Gabriele hat das Rennen klasse zu Ende gefahren. Das Auto fühlte sich zudem richtig gut an.“
Alon Gabbay – Platz drei für AVIA W&S Motorsport „Ich freue mich sehr über das Podium. Ich habe in meinem Stint richtig Gas gegeben. Danach hat auch Maxi alles gegeben und den Toyota überholt. Ich könnte nicht glücklicher sein.“
Maximilian Schreyer – Platz drei für AVIA W&S Motorsport „Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehen. Das Team hat dafür mega hart gearbeitet. Auch Alon war heute super aufgelegt. Als ich ins Auto stieg, konnte ich direkt am Toyota vorbeifahren. Auf dem Sachsenring wollen wir an diese Leistung anknüpfen.“
Nervenstark und taktisch clever: Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) machte am Sonntag auf dem Nürburgring seinen 20. DTM-Erfolg perfekt. Der 36-Jährige überzeugte mit frühen und schnellen Boxenstopps sowie sauberen Überholmanövern. Im letzten Drittel eines wilden Rennens übernahm der BMW-Pilot die Führung und sicherte sich seinen ersten DTM-Erfolg seit zwei Jahren. „Der 20. Sieg bedeutet mir enorm viel! In all meinen Jahren in der DTM habe ich viele Höhen und Tiefen erlebt. Es fühlt sich großartig an, aus eigener Kraft ganz vorne mitzufahren. Das Rennen verlief zeitweise chaotisch, aber ich habe einen kühlen Kopf bewahrt, auch wenn es hinten raus richtig eng wurde“, erklärte Wittmann. Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf) zeigte eine sensationelle Leistung: Der Youngster machte neun Plätze gut und feierte als Zweiter den ersten Podiumsplatz in seiner DTM-Karriere. Mit Rang drei verpasste Thomas Preining (A/Manthey) ganz knapp den Sprung an die Tabellenspitze und liegt nur noch einen Punkt hinter dem Führenden Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol). Der 40-Jährige schied nach einer Kollision in der ersten Runde aus und blieb damit erstmals seit 18 DTM-Rennen ohne Punkt. 81.000 Besucher erlebten ein heißes Rennwochenende auf dem Nürburgring – mit vielen Überholmanövern und harten Duellen.
Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 12 von 16
Streckenlänge: 3.629 Meter
Wetter: 27 Grad, sonnig
Pole-Position: Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter, Mercedes-AMG GT3 Evo #48), 1:25,062 Minuten
Sieger: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 R #11)
Schnellste Runde: Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:25,988 Minuten
Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:25,988 MinutenKurz nach dem Start zum zwölften DTM-Meisterschaftslauf kam es auf dem Nürburgring in der ersten Kurve zu einer Kollision – das Safety-Car musste ausrücken. Spitzenreiter Engel musste seinen Mercedes-AMG GT3 ebenso abstellen wie der Markenkollege Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der damit in der Tabelle auf Rang vier zurückfiel. Auch für Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) war das Rennen beendet. Nach dem Re-Start führte Pole-Setter Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) vor Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) und Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing). Wittmann hatte sich um eine Position auf Rang vier verbessert und übernahm nach einem frühen Boxenstopp Platz zwei hinter Gounon. Dörr schied mit einem falsch montierten Hinterreifen aus, Cairoli fiel nach einem schwachen Pflichtstopp weit zurück. Davon profitierte auch Preining, der auf Platz drei vorrückte. Kurz darauf übernahm Wittmann im BMW M4 GT3 Evo die Führung, da Gounon wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse eine Penalty-Lap absolvieren musste und viele Plätze verlor.
Nach dem zweiten Reifenwechsel verteidigten Wittmann und Preining ihre Positionen. Kalender setzte dagegen auf einen späten Stopp und kam mit frischen Pirelli-Slicks als Fünfter zurück auf die Strecke. Mit gekonnten Überholmanövern kämpfte sich der 18-Jährige auf Rang drei vor. Schließlich attackierte der Mercedes-AMG-Pilot Preining und zog eine Runde vor Schluss am Österreicher vorbei. Kalender schloss sogar noch zu dem führenden Wittmann auf – doch der überquerte nach 39 turbulenten Runden als Erster die Ziellinie.
Hinter Wittmann, Kalender und Preining folgten Arjun Maini (IND/HRT Ford Racing) und Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) im Lamborghini Temerario GT3 auf den Rängen vier und fünf. Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) belegte in einem weiteren Lamborghini Platz sechs. Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) schob sich als Siebter auf Rang drei in der Gesamtwertung vor. Timo Glock (Kreuzlingen) positionierte den zweiten McLaren 720S GT3 Evo von Dörr Motorsport auf Platz acht. Marco Mapelli (I/Red Bull Team Abt) folgte als Neunter vor Porsche-Pilot Bastian Buus (DK/Land-Motorsport).
Tom Kalender: „Als ich nach der Siegerehrung zu meinem Team gelaufen bin, habe ich so viele glückliche Gesichter gesehen wie noch nie. In nur vier Jahren habe ich es vom Kartsport bis aufs Podium in der DTM geschafft. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Nach meinem Ausfall am Samstag hatte ich noch einen frischen Satz Reifen in der Hinterhand. Das hat mir im Duell mit Thomas Preining natürlich geholfen.“
Thomas Preining: „Ein super Heimrennen fürs Team! Beim Start hatte ich riesiges Glück, dass ich der Kollision der Fahrzeuge neben mir gerade noch ausweichen konnte. Ich hätte den zweiten Platz gern ins Ziel gebracht und habe alles gegeben, aber Tom Kalender war einfach nicht zu halten. In der Meisterschaft sind wir jetzt voll im Titelkampf angekommen und das haben wir uns hart erarbeitet.“
Ergebnis, 12. Meisterschaftslauf, Nürburgring, Nürburg 1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport) 2. Tom Kalender (D/Mercedes-AMG Team Landgraf), +0,517 Sekunden 3. Thomas Preining (A/Manthey), +0,918 Sekunden 4. Arjun Maini (IND/HRT Ford Performance), +2,571 Sekunden 5. Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT), +3,112 Sekunden
Dritter Stich für Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Titelrennen 2026 der ADAC GT4 Germany. Das Aston Martin Vantage AMR GT4-Duo feierte im Samstagsrennen auf dem Nürburgring den dritten Saisonsieg und konnte dadurch auch die Tabellenführung im ADAC Championat übernehmen. Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) belegten in einem actionreichen Rennen Rang zwei. Ihre BMW M4 GT4-Markenkollegen Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport) komplettierten vor vollen Zuschauerrängen das Podium.
Für Springob hat der Nürburgring einen ganz besonderen Stellenwert. Der Kurs in der Eifel ist nicht nur seine Heimstrecke – hier hat er bereits 2023 das Samstagsrennen der ADAC GT4 Germany gewonnen. Für den Triumph 2026 legte Springob die Grundlage bereits am Vormittag mit der Pole-Position. Beim Rennstart machte er kurzen Prozess mit der Konkurrenz und setzte sich in der ersten Rennhälfte immer weiter an der Spitze des Feldes ab. Dahinter kämpften Lachlan Robinson (22/AUS, AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4 und Gabriele Piana (39/ITA, FK Performance Motorsport) im BMW sehenswert um die zweite Position, wobei sich zunächst der erfahrene Italiener durchsetzte. Markenkollege Linus Hahne arbeitete sich derweil bis zum vierten Rang vor.
Zu Rennmitte gab es die obligatorischen Fahrerwechsel und die Reihung blieb zunächst bestehen. Springobs Partner Gogollok behielt bis zum Rennende unangefochten die Führung und stellte den dritten Saisonsieg klar, der für den Hessen auch den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Benjamin Sylvestersson(19/FIN) und Denny Berndt (21/Berlin), die für Piana und Robinson eingestiegen waren, taten es ihren Teamkollegen gleich und kämpften hart um die Positionen. Kurz vor Rennende gab es dann jedoch einen Schaden im Bereich der Radaufhängung vorne links am BMW von Sylvestersson, sodass der Finne sein Fahrzeug am Streckenrand abstellen musste. Berndt überquerte die Ziellinie zunächst auf Rang zwei, wurde nachträglich aber mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden belegt und somit auf Rang sechs gewertet. Profiteur der Situation war Philip Wiskirchen, der von Hahne den ME Motorsport-BMW übernommen hatte und Rang zwei einnehmen konnte. Luis Moser/Luca Link rückten auf Platz drei vor.
Dahinter erzielten Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4 mit Rang vier nicht nur ihr bestes Saisonergebnis, sondern konnten sich für Bertilsson auch über den Triumph in der Rookie-Wertung freuen. Fünfte wurden Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4. Platz sieben sicherten sich Marius Schmid (18/Tengen) und Alex Connor (22/GBR, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG GT4 vor Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche). Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) belegten Rang neun. Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, Mercedes-AMG) komplettierten beim Heimspiel von Prosport Racing die Top Zehn. Den Sieg in der PRO-AM-Wertung holten Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.
Jan Philipp Springob – Sieger für COSY Racing by ESM „Es sah sicherlich leichter aus, als es tatsächlich war. Ich musste in der ersten Rennhälfte schon ordentlich Gas geben, damit die Lücke zur Konkurrenz zumindest gleich blieb. Somit hieß es von Runde eins bis zum Fahrerwechsel volle Attacke.“
Philipp Gogollok – Sieger für COSY Racing by ESM „Auch in meinem Stint war es das Ziel, die Lücke größer zu machen. Zum Ende hin wurde es nochmals spannend, doch wir haben das Rennen nachhause gebracht. Wir sind super happy mit dem Sieg und hoffen für morgen direkt nochmals auf das Gleiche. So kann es weitergehen.“
Linus Hahne – Platz zwei für ME Motorsport „Ich bin richtig happy. Natürlich war das Podium am Ende etwas glücklich für uns, aber so ist es manchmal. Wir nehmen das Ergebnis gerne mit. Ich denke, wir haben es auch verdient, da wir die ganze Saison schon hart gearbeitet hatten. Jetzt wurden wir belohnt.“
Philip Wiskirchen – Platz zwei für ME Motorsport „Ich freue mich sehr über das Resultat, dass aber auch etwas überraschend kam. Ich musste in meinem Stint viel auf die Reifen achten. Morgen wollen wir direkt das nächste Podium klarstellen.“
Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) hat am Samstag den elften DTM-Meisterschaftslauf auf dem Nürburgring souverän gewonnen. Der Ferrari-Pilot kontrollierte bei hochsommerlichen Temperaturen als Pole-Setter das Feld und wurde nach 39 Runden mit einem Vorsprung von knapp zehn Sekunden als Erster abgewunken. „Dieser Sieg fühlt sich nach zuletzt eher enttäuschenden Wochenenden überragend an. Unser Team hat in der vergangenen Woche einen mega Job gemacht und alles dafür getan, dass wir wieder in die Erfolgsspur kommen. Das hat sich voll ausgezahlt. Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die schnellste Rennrunde – das Fahrzeug war einfach eine Rakete“, freute sich Cairoli, der als DTM-Debütant bereits drei Erfolge auf dem Konto hat. Porsche-Pilot Thomas Preining (A) wurde auf dem Heimkurs seines Teams Manthey Zweiter. Der dritte Platz ging an Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) im BMW M4 GT3 Evo.
Keyfacts, Nürburgring, Nürburg, Saisonrennen 11 von 16
Streckenlänge: 3.629 Meter
Wetter: 34 Grad, sonnig
Pole-Position: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14), 1:25,345 Minuten
Sieger: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14)
Schnellste Runde: Matteo Cairoli (Emil Frey Racing, Ferrari 296 GT3 Evo #14), 1:26,031 Minuten
Pole-Setter Cairoli behauptete nach einem perfekten Start die Führung vor Preining. Dahinter übernahm Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) Rang drei vor Wittmann und Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der zwei Positionen verlor. Während es im Feld zu teilweise harten Duellen kam, blieben die Abstände der ersten Fünf konstant. Der 30-jährige Cairoli hatte bis zum Pflicht-Boxenstopp einen Vorsprung von über drei Sekunden herausgefahren und ging nach einem schnellen Reifenwechsel wieder als Erster auf die Strecke.
Preining hatte eine Runde zuvor neue Pirelli-Slicks aufziehen lassen und verkürzte mit seinem Porsche 911 GT3 R den Rückstand auf den Italiener, kam aber nicht in Schlagdistanz. Wittmann konnte nach einem frühen Boxenstopp an Dörr vorbeiziehen, Auer blieb Fünfter. Während Cairoli in der Folge seinen Vorsprung immer weiter ausbaute, schloss Dörr zu Wittmann auf, konnte den erfahrenen Fürther jedoch nicht gefährden. Der Ferrari-Pilot machte schließlich mit großem Abstand seinen dritten Erfolg perfekt und hat damit so viele Saisonsiege auf dem Konto wie kein anderer DTM-Fahrer. Durch Rang zwei rückte Preining auch in der Gesamtwertung auf die zweite Position vor. Wittmann und Dörr folgten auf den Plätzen drei und vier. Auer belegte Rang fünf und blieb damit Tabellendritter.
Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) hielt sich taktisch klug aus harten Zweikämpfen heraus und behauptete mit Platz sechs die Führung in der Fahrerwertung. Bester Lamborghini-Fahrer war Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) als Siebter. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) wurde auf Position acht gewertet. Ricardo Feller (CH) beendete den elften Saisonlauf im zweiten Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Rang neun. Bastian Buus (DK) komplettierte im Neunelfer von Land-Motorsport die Top Ten.
Thomas Preining: „Ein super Rennen von uns! Wichtig war, dass ich beim Start meinen zweiten Platz verteidigen konnte. Matteo Cairoli war einfach zu schnell, um ihn ernsthaft unter Druck zu setzen. Die 20 Punkte sind wichtig für die Meisterschaft, genauso müssen wir am Sonntag weitermachen. Ich fahre schon so viele Jahre für Manthey, dass sich das Nürburgring-Wochenende für mich als Österreicher schon wie ein Heimspiel anfühlt.“
Marco Wittmann: „Der Nürburgring ist eine Strecke, die mir einfach gut liegt. Seit der ersten Trainingssession am Freitag sind wir vorne dabei und mussten übers Wochenende keine großen Setup-Anpassungen vornehmen. Das gibt dir als Fahrer das nötige Selbstvertrauen, was du in einem DTM-Rennen brauchst. In den letzten Runden musste ich viel in den Rückspiegel gucken, umso glücklicher bin ich über das Ergebnis.“
Ergebnis, 11. Meisterschaftslauf, Nürburg, Nürburgring 1. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) 2. Thomas Preining (A/Manthey), +9,973 Sekunden 3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), +13,756 Sekunden 4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +14,569 Sekunden 5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +15,373 Sekunden
Perfekter Auftakt für das Team Manthey beim Heimspiel auf dem Nürburgring: Thomas Preining (A) fuhr am Freitag mit 1:25,517 Minuten die schnellste Trainingsrunde. Sein Teamkollege Ricardo Feller (CH) wurde im Porsche 911 GT3 R mit einem Rückstand von 0,249 Sekunden Zweiter. „Das Heimspiel am Nürburgring ist für uns etwas ganz Besonderes. Ein paar Podien haben wir hier schon geholt, aber für einen Sieg hat es bisher noch nicht gereicht. Jetzt wollen wir endlich den ersten Heimsieg für den Grello holen“, sagte Preining. Hinter den beiden Neunelfern folgte das BMW-Duo von Schubert Motorsport. Kelvin van der Linde (ZA) belegte Platz drei, sein Teamkollege Marco Wittmann (Fürth) folgte auf Position vier. Rang fünf sicherte sich Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) im Aston Martin Vantage GT3. Tabellenführer Maro Engel (Monaco) platzierte seinen Mercedes-AMG GT3 auf der 14. Position.
Im ersten Freien Training am Freitagvormittag stimmten die Teams ihre Fahrzeuge bei Temperaturen von knapp 34 Grad Celsius auf die Sprintvariante des Eifelkurses ab. Zudem nutzten sie die Sessions für Pitstop-Übungen. Die beste Zeit fuhr Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) mit 1:26,144 Minuten: „Das war ein guter Start ins Wochenende, gerade nach den zuletzt schwierigen Rennwochenenden in Oschersleben und auf dem Norisring. Ich hoffe, dass wir hier ganz vorne mitfahren können“, sagte der Ferrari-Pilot. Mit Blick auf das Wochenende ergänzte Cairoli: „Am Nürburgring darfst du dir kaum einen Fehler erlauben. Neben der Ideallinie liegt ziemlich viel Gummiabrieb. Wenn du den aufsammelst, kann dich das gerade im Qualifying einiges kosten. Die hohen Temperaturen machen es natürlich nicht einfacher. Aber als Italiener bin ich Hitze ja gewohnt.“
In der zweiten, schnelleren Session am Nachmittag lag van der Linde mit einer Rundenzeit von 1:25,834 Minuten lange an der Spitze. Kurz vor Schluss drehten die Manthey-Porsche auf und lieferten sich einen spannenden Zweikampf. Zunächst übernahm Preining die Führung, wurde aber nur Sekunden später von Feller verdrängt. In seinem letzten Umlauf setzte der 28-jährige Österreicher schließlich die Bestmarke.
Das erste Qualifying am Nürburgring beginnt am Samstag um 9:55 Uhr. Fans können das Zeittraining live im Stream auf ran.de verfolgen. ProSieben zeigt alle 16 Saisonrennen live im Free-TV, die Übertragungen beginnen am Samstag und am Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Stream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal @DTM zu sehen.
Drei Länder, acht Rennwochenenden, 16 Meisterschaftsläufe: Die DTM hat ihren Rennkalender für das Jahr 2027 veröffentlicht und startet auf dem Red Bull Ring presented by VKB-Bank in die Saison. Neben dem Formel-1-Kurs in Österreich ist der niederländische Circuit Zandvoort die zweite Auslandsstation. Hinzu kommen sechs renommierte Rennstrecken in Deutschland. Das Finale wird traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ausgetragen. Zwischen Auftakt und Saisonabschluss liegen damit knapp sechs Monate voller Motorsport-Action. Sämtliche 16 Rennen werden 2027 live bei ProSieben im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Der Ticketvorverkauf für die DTM 2027 startet am 11. Oktober, dem Finaltag der diesjährigen DTM.
Vor der beeindruckenden Kulisse der steirischen Alpen beginnt vom 23. bis 25. April 2027 eine neue Jagd nach dem Titel. Nach seiner erfolgreichen Premiere als Saisonauftakt in diesem Jahr empfängt der Red Bull Ring erneut die ersten beiden Meisterschaftsläufe und verspricht Motorsport vor atemberaubender Bergkulisse. Nur zwei Wochen später gastiert die DTM vom 7. bis 9. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs bei Magdeburg sind Präzision und Konstanz besonders gefragt.
Mit dem Dekra Lausitzring steht vom 18. bis 20. Juni die nächste Herausforderung an. Anschließend wartet eines der absoluten Saison-Highlights: Der Norisring verwandelt Nürnberg vom 2. bis 4. Juli erneut in die DTM-Hauptstadt. Deutschlands einziger Stadtkurs begeistert Jahr für Jahr mit seiner einzigartigen Atmosphäre, vollen Tribünen und spektakulären Rad-an-Rad-Duellen zwischen Leitplanken und Betonmauern.
Mitten im Hochsommer zieht es die DTM vom 6. bis 8. August an die niederländische Nordseeküste. Der Circuit Zandvoort, eingebettet in die Dünenlandschaft direkt am Meer, bildet die Bühne für die Saisonrennen neun und zehn. Die entscheidende Phase im Titelkampf beginnt nur zwei Wochen später am Nürburgring. Vom 20. bis 22. August gastiert die Serie in der Eifel, bevor der Sachsenring vom 24. bis 26. September das letzte Kapitel vor dem Saisonhöhepunkt aufschlägt.
Wenn die DTM vom 8. bis 10. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg zum Finale antritt, steht alles auf dem Spiel. Auf dem traditionsreichen Grand-Prix-Kurs fällt die Entscheidung im Titelkampf, dort werden Helden geboren und die DTM-Meister 2027 gekrönt.
„Die volle Begeisterung auf den Tribünen zeigt: Die DTM ist auf Erfolgskurs und hat eine hohe Anziehungskraft für die Besucher. In den ersten fünf Events in diesem Jahr hatten wir einen Besucherzuwachs von 13%. Diesen Schwung wollen wir mit in die Saison 2027 nehmen und setzen auf die bewährten und bei den Besuchern beliebten Austragungsorte, variieren aber die Reihenfolge. Mit acht hochkarätigen Rennwochenenden, traditionsreichen Rennstrecken und einer ausgewogenen Mischung aus nationalen Highlights und internationalen Gastspielen bieten wir Fans, Teams und Partnern erneut einen Kalender auf Top-Niveau“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.
Drei Jahrzehnte nach den letzten Rennen kehrt am 5. September 2026 der Motorsport nach Großrückerswalde zurück. Mit dem D+L Rückschwall’ner Stoppelcross erlebt eine Veranstaltung ihr Comeback, die bereits zwischen 1994 und 1996 zahlreiche Motorsportfans in der Region begeisterte.
Damals wurden unter dem Motto „Motocross für Jedermann“ auf verschiedenen Feldern rund um Großrückerswalde Rennen ausgetragen. Nun wird diese Geschichte am „Alten Gericht“ fortgesetzt. Das Interesse am Revival ist bereits im Vorfeld enorm: Mehr als 200 Fahrer haben sich angekündigt, womit die Erwartungen der Organisatoren schon vor dem ersten Start deutlich übertroffen wurden. Das Einzugsgebiet reicht dabei weit über das Erzgebirge hinaus – die weiteste Anreise nimmt ein Teilnehmer aus Lübeck auf sich.
Neun Klassen und prominenter Starter
Für das Comeback wurde ein umfangreiches Rennprogramm mit insgesamt neun Klassen zusammengestellt. Bereits der Nachwuchs bekommt mit den Kategorien 50, 65 und 85 ccm seine eigene Bühne.
Bei den Erwachsenen reicht das Feld von den MX-Klassen Pro, MX1 und MX2 über die Damen bis hin zu den Simsonfahrern und Stoppellegenden. Besonders groß ist das Interesse in MX1 und MX2: Beide Klassen sind bereits vollständig ausgebucht.
Auch sportlich kann sich das Starterfeld sehen lassen. Mit dem ehemaligen MX-GP-Piloten Henry Jacobi hat sich ein prominenter Fahrer angekündigt, der sich ebenfalls dem Großrückerswalder Stoppelfeld stellen wird.
Motorsport für die ganze Familie
Nicht nur für die Fahrer wurde einiges vorbereitet. Der Veranstalter möchte den Zuschauern möglichst viel vom Renngeschehen bieten. Dafür entsteht unter anderem ein rund sechs Meter hoher Zuschauerturm, von dem sich ein weitreichender Blick über den Kurs bietet.
Zusätzlich wird es eine langgezogene Zuschauerzone im Herzstück der Strecke geben. Das offene Fahrerlager ermöglicht außerdem einen direkten Blick hinter die Kulissen und auf die Vorbereitungen der Fahrer und Teams.
Besonders familienfreundlich: Der Eintritt zum Stoppelcross ist den gesamten Tag kostenlos.
Neuer Verein belebt alte Tradition
Hinter dem Revival steht der erst am 8. Februar gegründete MSV Großrückerswalde e.V. Der junge Verein hat sich zum Ziel gesetzt, den Motorsport in der Region wieder stärker zu beleben und knüpft mit dem Stoppelcross direkt an die Veranstaltungen der 1990er-Jahre an. Auf seiner Webseite kündigt der Verein das Rennen selbst als „30-jähriges Revival“ an.
Möglich wird die Veranstaltung vor allem durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer sowie die Unterstützung der Sponsoren. Nach dem letzten Zieleinlauf ist zudem noch lange nicht Schluss: Ab 20:00 Uhr geht das Motorsport-Revival mit einer großen After-Race-Party weiter. Für die musikalische Unterhaltung sorgt „Sunshine Project“.
Rennbetrieb von 9 bis 17 Uhr
Der Veranstaltungstag beginnt für die Fahrer bereits zwischen 7:00 und 8:45 Uhr mit der Dokumenten- und technischen Abnahme. Ab 9:00 Uhr starten die ersten Rennen, der Rennbetrieb läuft anschließend bis etwa 17:00 Uhr.
Für die noch nicht ausgebuchten Klassen ist eine Anmeldung bis zum 23. August möglich. Die Klassen MX1 und MX2 sind bereits vollständig belegt.
Damit ist alles angerichtet für ein besonderes Motorsport-Comeback: 30 Jahre nach den letzten Rennen, mehr als 200 angemeldete Fahrer und ein umfangreiches Programm sollen Großrückerswalde am 5. September wieder zu einem Treffpunkt für Motorsportfans im Erzgebirge machen.
Weitere Informationen und die noch mögliche Fahreranmeldung gibt es beim MSV Großrückerswalde.
Die AUNER HardEnduroSeries Germany befindet sich mitten in ihrer Sommerpause. Seit dem außergewöhnlichen Jubiläumswochenende Ende Juni in Reisersberg sind die Motoren innerhalb der Serie verstummt, bevor es am 13. September in Meltewitz mit der entscheidenden Phase der Saison 2026 weitergeht. Zeit also, noch einmal auf eine ereignisreiche bisherige Saison zurückzublicken.
Bereits der Saisonauftakt in Neuhaus-Schierschnitz machte deutlich, wie ausgeglichen es 2026 an der Spitze zugehen würde. Schwierige und teilweise nasse Bedingungen verlangten den Fahrern alles ab. Leon Hentschel setzte sich im Finale durch und feierte den ersten Saisonsieg, während Henry Strauss bereits dort zeigte, dass mit ihm im Titelkampf zu rechnen sein würde.
Nur zwei Wochen später folgte in Reetz die nächste Schlammschlacht. Diesmal drehte Strauss den Spieß um und holte seinen ersten Saisonsieg. Damit zeichnete sich früh das Duell ab, das die erste Saisonhälfte prägen sollte: Henry Strauss gegen Leon Hentschel.
Nach einer rund zweimonatigen Pause betrat die HESG Ende Mai in Kronach Neuland. Erstmals gastierte die Serie in Franken und sorgte dort nach vielen Jahren ohne größeres Endurorennen für ein erfolgreiches Revival. Bei sommerlichen und erstmals in dieser Saison trockenen Bedingungen präsentierte der AC Kronach eine abwechslungsreiche neue Strecke. Strauss gewann erneut vor Hentschel und übernahm damit endgültig die alleinige Führung in der Meisterschaft. Mit über 150 Teilnehmern stellte Kronach gleichzeitig einen neuen Saisonrekord auf.
Der bisherige Höhepunkt folgte Ende Juni im Hexenkessel Reisersberg. Dort feierte die AUNER HardEnduroSeries Germany nicht nur ihr 50. Rennen der Seriengeschichte, sondern veranstaltete erstmals ein komplettes Doppelwochenende mit zwei unterschiedlichen Rennformaten.
Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad wurde das Jubiläum gleichzeitig zum heißesten Wochenende der bisherigen HESG-Geschichte. Am Samstag setzte sich Strauss nach einem engen Duell mit Hentschel durch und trug sich damit als Sieger des historischen 50. Rennens in die Statistik ein. Abgerundet wurde der Tag mit dem „HESG 50 Races – Evening of Legends“, bei dem Fahrer, Teams und Wegbegleiter gemeinsam auf die ersten 50 Rennen zurückblickten.
Am Sonntag folgte mit dem erstmals ausgetragenen Endurosprint eine weitere Premiere. Das neue Format mit Zeitkontrollen und gewertetem Extremtest wurde von den Fahrern nach anfänglicher Skepsis positiv aufgenommen. Henry Strauss dominierte auch diesen Renntag, gewann alle sechs Sonderprüfungen und feierte seinen vierten Saisonsieg.
Damit blickt die AUNER HardEnduroSeries Germany nach den ersten fünf Meisterschaftsläufen auf eine abwechslungsreiche bisherige Saison zurück: Regen und Schlamm zum Saisonstart, eine erfolgreiche Premiere in Kronach, Rekordhitze in Reisersberg, das historische 50. Rennen und gleich mehrere neue Rennformate.
Nun konnten Fahrer, Teams und Organisation einige Wochen durchschnaufen. Doch die Sommerpause nähert sich langsam ihrem Ende – und mit Meltewitz am 13. September sowie dem Saisonfinale in Schwepnitz am 26. September stehen noch zwei entscheidende Rennen bevor.
Blick auf Meltewitz und Schwepnitz: Die Entscheidungen rücken näher
Nach der langen Sommerpause wartet auf die Fahrer im September ein kompakter und anspruchsvoller Saisonendspurt. Innerhalb von nur drei Wochen stehen mit Meltewitz am 13. September und dem großen Finale in Schwepnitz am 26. September die beiden letzten Läufe der Saison 2026 auf dem Programm.
In Meltewitz setzt die AUNER HardEnduroSeries Germany erneut auf den dort bereits bewährten Rennmodus. Zunächst geht es beim ACE Bikes Prolog Award gegen die Uhr, bevor anschließend das bis zu drei Stunden lange Hauptrennen gestartet wird. In die Runde ist ein Checkpoint integriert, und es gibt eine fest Rundenzahl die von den Fahrern absolviert werden müssen und für zusätzliche taktische Herausforderungen sorgen.
Dabei könnten bereits die ersten Meisterschaftsentscheidungen fallen. Henry Strauss reist mit der Möglichkeit nach Meltewitz, den Titel im Championat vorzeitig perfekt zu machen. Auch in den einzelnen Klassen könnten bereits vor dem Finale die ersten Entscheidungen fallen.
Einfach wird dieses Vorhaben allerdings nicht. Meltewitz gehört traditionell zu den schwierigsten Rennen im HESG-Kalender. Das Gelände bietet zahlreiche natürliche Hindernisse und technische Passagen, die über die lange Renndistanz nicht nur fahrerisches Können, sondern auch Kondition und eine gute Renneinteilung verlangen.
Wer glaubt, dass es beim Saisonfinale zwei Wochen später einfacher wird, dürfte sich ebenfalls täuschen. Auch der Quadpoint Schwepnitz hat sich in den vergangenen beiden Jahren zunehmend zu einer echten Hardenduro-Herausforderung entwickelt. Vor allem das mittlerweile bekannte lange Steinfeld überraschte die Fahrer bei den letzten Austragungen und entwickelte sich zu einer der anspruchsvollsten Schlüsselstellen der Strecke.
Damit wartet nach der Sommerpause noch einmal ein echtes Kontrastprogramm: das lange und kräftezehrende Rennen in Meltewitz und anschließend das zunehmend anspruchsvollere Saisonfinale in Schwepnitz. Für die noch offenen Meisterschaftsentscheidungen könnte der September damit noch einmal für reichlich Spannung sorgen.
Nennungsstart für Meltewitz – DG RaceManager feiert Premiere
Bevor es auf der Strecke wieder ernst wird, steht bereits der nächste wichtige Termin bevor. Die Online-Nennung für Meltewitz öffnet am morgigen Mittwoch, 12. August, um 12:00 Uhr. Damit können sich die Fahrer ihren Startplatz für den vorletzten Saisonlauf sichern.
Gleichzeitig beginnt für die AUNER HardEnduroSeries Germany auch abseits der Strecke ein neues Kapitel. In Meltewitz kommt erstmals das neue, von DG Design entwickelte Nennsystem des DG RaceManagers zum Einsatz. Ziel der Entwicklung ist es, die Anmeldung für Fahrer möglichst einfach und schnell zu gestalten und gleichzeitig die organisatorischen Abläufe im Hintergrund weiter zu automatisieren.
Für bereits eingeschriebene Serienfahrer wird die Nennung deutlich komfortabler. Nach Eingabe von Name, Geburtsdatum und der bei der Serieneinschreibung verwendeten E-Mail-Adresse erkennt das System den Fahrer und übernimmt die bereits hinterlegten Daten automatisch. Damit müssen die persönlichen Angaben nicht vor jedem Rennen erneut vollständig eingegeben werden.
Auch die Startlisten werden künftig direkt mit dem DG RaceManager verknüpft. Nach erfolgreicher Nennung werden die entsprechenden Daten unmittelbar übernommen, sodass sich die veröffentlichten Listen automatisch aktualisieren können.
Die neue Online-Nennung ist dabei nur ein Teil des Projekts. Der DG RaceManager wurde als komplettes Serienmanagement entwickelt und übernimmt bereits die Verwaltung von Ergebnissen, Meisterschaftsständen und Fahrerstatistiken. Klickt man in den Punktetabellen auf einen Fahrernamen, können zusätzliche Statistiken zum bisherigen Saisonverlauf aufgerufen werden.
In Zukunft sollen weitere Funktionen hinzukommen und auch die Abläufe direkt am Renntag stärker eingebunden werden. Dazu zählt unter anderem eine schnellere und übersichtlichere Erstellung der Gruppen- und Startaufstellungen anhand der jeweiligen Ergebnisse.
Meltewitz wird damit nicht nur sportlich zum Start in die entscheidende Phase der Saison, sondern gleichzeitig zum ersten Praxiseinsatz des neuen Nennsystems. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen genutzt werden, um den DG RaceManager kontinuierlich weiterzuentwickeln und künftig auch anderen Rennserien und Veranstaltern zur Verfügung zu stellen.
Aktuelle Informationen zur AUNER HardEnduroSeries Germany sind jederzeit auf www.hardenduro-germany.de sowie in den sozialen Medien verfügbar.
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