Aus Litauen in die ADAC TCR Germany: Newcomer Karklys steuert einen Hyundai

Ein neues Gesicht in der ADAC TCR Germany: Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass)
bestreitet 2021 seine erste Saison in der deutschen Tourenwagenserie. Nach Anfängen im Kart
wechselte Karklys, dem der Motorsport in die Wiege gelegt wurde, 2018 in den Rennwagen. Nach
zwei Jahren im Central Europe Clio-Cup schlägt der Litauer jetzt ein neues Kapitel auf. 2021 ist für ihn
der perfekte Zeitpunkt für den Schritt in die TCR-Welt. In der sechsten Saison der ADAC TCR Germany wird Karklys den Hyundai i30 N TCR pilotieren – im Interview spricht er über die große
Herausforderung

Jonas Karklys über …
… seine Beweggründe für seinen Wechsel in die ADAC TCR Germany:

Nach zwei Jahren im Central Europe Clio-Cup bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass jetzt der
perfekte Zeitpunkt für den Schritt in die TCR-Welt gekommen ist. Der Clio IV wird durch ein neues
Modell ersetzt, daher war es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen – bei Renault zu bleiben oder
voranzukommen. Für mich ist die ADAC TCR Germany eine der besten Wettbewerbe. Es ist ein
großer Schritt in meiner Karriere und ich freue mich sehr darauf, der ADAC-Rennsportfamilie
beizutreten.

… seine Wurzeln im Motorsport:
Schon mein Vater war Rennfahrer, meine Beziehung zum Motorsport wuchs also ganz natürlich. Er
fuhr mit Lada in der früheren Sowjetunion Rennen und war ziemlich erfolgreich. Aktuell nimmt er
immer noch an lokalen Rundstreckenrennen in Litauen teil. Mit elf Jahren begann ich meine
Kartkarriere – das ging vom Gewinn nationaler Meisterschaften bis hin zu zu Kart-
Weltmeisterschaften. Mit 18 Jahren stellte ich das Kart in die Ecke und wechselte 2018 in den
Rennwagen. Seither wurde ich unter anderem Baltischer Meister in der Langstreckenmeisterschaft
und nahm außerdem am Skoda Octavia Cup, am Dubai 6H Race und diversen Clio Events teil.

… Hyundai und den Stand seiner Vorbereitungen auf die Saison 2021:
Den Hyundai i30 N TCR habe ich bisher noch nicht testen, mich aber bei vielen Rennen von seiner
Leistung überzeugen können. Dieses Auto ist hervorragend. Natürlich hatte ich schon ein paar
Rennen mit TCR-Autos, aber dabei hat es sich um andere Modelle gehandelt. Was die aktuelle
Saisonvorbereitung angeht, versuche ich, mich vor allem gut in Form zu bringen – das bedeutet viel
laufen und mit Gewichten arbeiten. Außerdem trainiere ich von Zeit zu Zeit am Simulator, lese viel Hintergrundmaterial und schaue Videos an. Ich freue mich sehr, auf die Strecke zu kommen und so
viele Runden wie möglich zu drehen.

… seine Ziele für die bevorstehende Saison:
Meine erste Saison mit einem TCR-Auto wird eine große Herausforderung sein – wegen eines neuen
Autos, eines neuen Wettbewerbs und neuer Konkurrenten. Wir werden viel lernen müssen, wenn
wir das Auto an neue Strecken wie den Sachsenring einstellen müssen. Wir möchten so viel wie
möglich lernen und dann werden wir sehen, wohin die Reise geht.

… den speziellen Reiz der ADAC TCR Germany:
Die ADAC TCR Deutschland verfügt über eine tolle Organisation und ist vermutlich die stärkste
nationale Meisterschaft, an der man mit einem TCR-Auto teilnehmen kann. Das ist wirklich
motivierend. Weil wir im Rahmen unserer Clio-Cup-Einsätze oft am gleichen Rennwochenende im
Einsatz waren, konnte ich viele deutsche TCR-Events verfolgen. Bei der TCR Germany sind sehr
schnelle Fahrer dabei – für mich die beste Gelegenheit, in diesem Wettbewerb Neues zu lernen.

Foto: Karklys

Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.