Al-Attiyah verkürzt vor der vorletzten Etappe die Dakar-Führung von Peterhansel

Nasser Al-Attiyah hat dem 13-fachen Champion Stéphane Peterhansel in den letzten Tagen der Rallye Dakar ein kleines Stück seines Vorsprungs von nunmehr 17 Minuten abgenommen. Und in der Motorradklasse ist Sam Sunderland weiter auf der Jagd nach dem Führungsduo. Hier ist alles, was Sie wissen müssen:

Vor der vorletzten Etappe am Donnerstag hielt Al-Attiyah seine Hoffnungen am Leben, indem er Peterhansel auf der zehnten Etappe, einer 342 Kilometer langen Wertungsprüfung, 49 Sekunden von seiner Gesamtführung abnahm.

Das Rennen ist aber noch lange nicht vorbei, denn auf das restliche Feld warten 464 Kilometer von Al Ula nach Yanbu. Al-Attiyah warnte seinen Rivalen: “Der Schlüssel zu dieser Dakar wird morgen sein. Es ist eine sehr, sehr schwierige Etappe.”

Zu den beiden Rivalen gesellte sich in den Top Fünf der Titelverteidiger Carlos Sainz, der in der Gesamtwertung auf Platz drei liegt, aber mehr als eine Stunde Rückstand hat. Und Sainz sagte: “Der erste Teil der Etappe hatte eine sehr knifflige Navigation und wir haben ziemlich viel Zeit verloren. Danach wurde es besser, aber es war immer noch nicht einfach, wegen des vielen Staubs. Wir mussten an sechs oder sieben Autos vorbeikommen. Das war nicht einfach.”

Kuba Przygoński liegt derzeit auf Platz vier der Gesamtwertung, was seine beste Platzierung bei der Dakar wäre, wenn er sie bis ins Ziel halten kann. Im Vorfeld der Marathon-Etappe sagte er: “Wir wissen nicht genau, was uns morgen erwartet, aber wir wissen, dass es hart sein wird.”

Kevin Benavides führt mit nur 51 Sekunden Vorsprung vor Ricky Brabec. Sunderland vom Red Bull KTM Factory Racing Team liegt auf dem dritten Platz und hat nur einen Rückstand von 10 Minuten aufzuholen. “Ich habe heute ein paar Fehler gemacht, was ein bisschen enttäuschend ist”, sagte Sunderland. “Ich versuche, mein Bestes zu geben, so wie jeder andere auch.”

Daniel Sanders bleibt bei seinem Dakar-Debüt als Sechster in greifbarer Nähe des Podiums und gab zu, dass er auf den letzten 100 Kilometern des Mittwochs zurückgetreten war, um Energie zu sparen. Währenddessen musste Matthias Walkner darüber nachdenken, was ohne seinen zweistündigen Ausfall auf der zweiten Etappe möglich gewesen wäre, als er zum fünften Mal eine Top-5-Platzierung erreichte.

In der Motorradklasse gab Laia Sanz zu, dass sie sich durch einen harten Tag im Sattel kämpfte. “Ich habe mich am Anfang verfahren”, gab sie zu. “Dann war ich hinter den Quads und den anderen Bikes, niemand wollte mich vorbei lassen. Es war so gefährlich. Ich war 200 km lang komplett im Staub.”

Chaleco Lopez konnte seinen sechsten Etappensieg im Rennen der Leichtgewichte nicht holen, führt aber immer noch mit 10 Minuten Vorsprung. Seth Quintero, der am Dienstag wegen eines Getriebeschadens zurück ins Biwak geschleppt werden musste, kam erst um 4.30 Uhr morgens an, um am Mittwoch an den Start zu gehen.

Kamaz hat den zweiten Dakar-Truck-Sieg in Folge im Visier. Dmitry Sotnikov, der auf der Etappe Zweiter wurde, führt vor seinem Teamkollegen Anton Shibalov auf Platz zwei, während mit Ayrat Mardeev ein weiterer Kamaz-Fahrer auf dem dritten Gesamtrang liegt.

Mardeev sagte: “Der Tag ist gut gelaufen, die Hauptsache ist, dass das Team die Positionen in der Gesamtwertung gehalten hat.”

Overall standings after Stage Nine

Car

1. Stéphane Peterhansel (FRA) X-Raid Mini 37h33m06s
2. Nasser Al-Attiyah (QAT) Toyota Gazoo +00h17m01s
3. Carlos Sainz (ESP) X-Raid Mini +01h03m44s

Bike

1. Kevin Benavides (ARG) Honda 40h20m08s
2. Ricky Brabec (USA) Honda +00h00m51s
3. Sam Sunderland (GBR) Red Bull KTM +00h10m36s

Truck

1. Dmitry Sotnikov (RUS) Kamaz Master 40h57m31s
2. Anton Shibalov (RUS) Kamaz Master +00h47m22s
3. Ayrat Mardeev (RUS) Kamaz Master +01h14m42s

Lightweight vehicle

1. Chaleco Lopez (CHL) Can-Am 45h39m18s
2. Austin Jones (USA) Can-Am +00h10m13s
3. Aron Domzala (POL) Can-Am +00h42m41s

Foto: Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.

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