9.6 C
Börnichen
Dienstag, Mai 6, 2025
Start Blog Seite 97

Josep Garcia: Frankreich versteht es, ein besonderes Rennen zu veranstalten

Der Spanier Josep Garcia startet bei den diesjährigen FIM International Six Days of Enduro (ISDE) in Frankreich als einer der großen Favoriten auf den Sieg. Er hat die Veranstaltung 2021 als Einzelfahrer gewonnen und seine bisherige Form im Jahr 2022 deutet darauf hin, dass er auf dem besten Weg ist, dies zu wiederholen.

Er kämpft um die Spitze der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft und hat vier Tage gewonnen. Eine Verletzung hat ihn daran gehindert, um den Titel zu kämpfen, aber sein jüngster Doppelsieg beim GP von Ungarn zeigt, dass er fit und gesund ist und genau zum richtigen Zeitpunkt für die FIM ISDE in Frankreich auf dem Höhepunkt ist.

„Ich freue mich sehr darauf, wieder bei den FIM ISDE zu fahren“, sagt Garcia. „Es ist immer ein jährliches Highlight für mich und nachdem ich es 2021 gewonnen habe, freue ich mich darauf, es wieder zu fahren.“

„Jedes Mal, wenn man an einem solchen Rennen teilnimmt, ist das Ziel immer dasselbe. Ich will gewinnen. Es ist schließlich die FIM ISDE, das größte Einzelenduro des Jahres. Natürlich will man das Rennen gewinnen, bei dem alle zuschauen!“

Rennen zu gewinnen, aber sich die Knochen zu brechen, hat dafür gesorgt, dass 2022 nicht ganz nach Plan verlief. Die Rückkehr von einer Verletzung braucht Zeit, um das Vertrauen wieder aufzubauen. Aber wenn irgendetwas dazu beitragen kann, dass Josep auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Frankreich ankommt, dann ist es sein Erfolg in Ungarn.

„Dieses Jahr war ein wenig seltsam, aber gleichzeitig auch sehr gut. In der Weltmeisterschaft war mein Tempo gut. Ich habe um Siege gekämpft, aber natürlich hat meine Verletzung meine Hoffnungen auf den Titel zunichte gemacht. Ich bin zurückgekommen und habe in Ungarn an beiden Tagen gewonnen, das ist eine wirklich positive Motivation für Frankreich.“

Eine Attraktion für Fahrer aus aller Welt ist, dass ein Land wie Frankreich stolz darauf ist, Enduro sehr gut zu machen. Das Bauen von Spezialtests ist für sie eine Kunstform, und Josep kann es kaum erwarten, sie zu fahren.

„Ich denke, Frankreich wird ein besonderes Rennen liefern. Sie sind so etwas wie die Urväter des Enduro, weil sie es sehr gut machen. Sie wissen, wie man ein Rennen ausrichtet.“

„Ich mag auch den Stil der Sonderprüfungen, die wir normalerweise in Frankreich haben. Sie sind sehr klassisches Enduro. Im Allgemeinen sind sie sehr flüssig und es macht viel Spaß, sie zu fahren. Man sagt, dass es auch viele Prüfungen geben wird. Das wird es schwierig machen, sie sich zu merken, aber vielleicht ist das auch gut so. Mehr Tests bedeuten, dass wir sie weniger oft wiederholen, so dass sie vielleicht nicht so stark ramponiert werden.“

Während der Fokus auf Joseps individueller Leistung lag, ist die FIM ISDE auch ein Teamrennen. Unglaublicherweise hat Spanien bisher noch nicht gewonnen. Kann Josep sich vorstellen, dass sich das 2022 ändert?

„Als Team denke ich, dass wir ziemlich gut abschneiden können“, ist Josep stolz, „jeder hat ein starkes Niveau in der Weltmeisterschaft und wir haben eine gute Mischung aus Talent und Erfahrung. Nicht nur bei den Fahrern, sondern auch bei den Mitarbeitern und allen, die uns helfen. Spanien hat dieses Rennen noch nie gewonnen – ich würde gerne helfen, das zu ändern.“

Die FIM International Six Days of Enduro finden vom 29. August bis 3. September in Le Puy-en-Velay, Frankreich, statt.

Fotos: FIM-Dario Agrati

Garcia

DTM-Teamchef Timo Bernhard: „Nürburgring ist mein Wohnzimmer“

0

Regelrecht ins Schwärmen geraten drei Teamschefs, wenn es um ihr Heimrennen geht: das Event „DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG“ am Wochenende (26.-28. August), der fünfte Saisonlauf der Traditionsserie. „Der Nürburgring ist mein Wohnzimmer“, sagt Timo Bernhard, Chef des KÜS Team Bernhard. „Den Nürburgring umgibt einfach ein besonders Flair, er verbindet wie kaum eine andere Rennstrecke Tradition und Moderne“, stellt Christian Hohenadel, Teamchef des Mercedes-AMG Team WINWARD, fest. Während Bernhards Team im pfälzischen Landstuhl und WINWARD in Altendiez im Westerwald ansässig ist, hat das Mercedes-AMG Team HRT die kürzeste Anreise von allen DTM-Mannschaften. HRT hat seinen Sitz im Gewerbepark Nürburgring in Meuspath, nur drei Kilometer vom Fahrerlager entfernt. „Wir hören in unseren Räumlichkeiten täglich den Renn- und Testbetrieb auf der Nordschleife. Das ist Musik in unseren Ohren und gleichzeitig eine tolle Motivation“, ist HRT-Teamchef Uli Fritz begeistert.

Mit Blick auf das DTM-Wochenende, den Start in die entscheidende zweite Saisonhälfte, sind sich die drei Teamchefs über die 3,629 Kilometer lange Sprintstrecke ziemlich einig: „Die ganze Sprintstrecke ist die Schlüsselstelle, weil das ganze Feld so verflixt eng zusammenliegt. Du darfst nirgends Zeit liegen lassen. Ein Hundertstel hier oder da, dann fehlen dir über eine Runde vier Zehntel, du stehst hinten und kannst ein gutes Ergebnis vergessen. So ist das eben in der DTM!“, bringt es Hohenadel auf den Punkt, auch wenn Bernhard durchaus die eine oder andere tückische Passage wie Kurzanbindung und Schikane nennt. Die erste Kurve nach dem Start, direkt vor den Tribünen, gilt ohnehin als Brennpunkt.

„Die Strecke bietet so viel Action“, schwärmt Timo Bernhard, der mit seinem Team zuletzt am Norisring den ersten DTM-Sieg für Porsche holte. Damit meint er die gesamte Motorsport-Anlage. „Es gibt so viel zu sehen, was der Nürburgring zu bieten hat. Da ist einfach ein positiver Spirit.“ Bernhard kam als Fünfjähriger erstmals zum Nürburgring, um seinen Vater im Rennen zu sehen. Später gewann Timo Bernhard fünfmal das 24-Stunden-Rennen und drei Rennen zur Langstrecken-Weltmeisterschaft auf dem Nürburgring, ganz abgesehen von seiner famosen Rekordrunde mit dem Porsche 919 EVO in 5.19 Minuten über die Nordschleife. Hohenadel, dessen Team früher auch in Meuspath ansässig war, stellt klar: „Der Nürburgring ist immer einen Besuch wert, und das DTM-Wochenende wird an Spannung kaum zu überbieten sein. Ich prophezeie, dass alle 28 DTM-Autos in den Qualifyings in weniger als einer Sekunde liegen werden. Entsprechend heiß wird es auch in den Rennen zur Sache gehen.“ Das sieht auch Uli Fritz so: „Es ist angerichtet für ein tolles Motorsportfest in einer tollen Eventlocation und mit einem reichhaltigen Rahmenprogramm. Und wem das nicht reicht: HRT freut sich über jeden Besucher, der uns beim Heimrennen die Daumen drückt.“

HRT – das steht für Haupt Racing Team mit dem Münchener Teambesitzer Hubert Haupt – blickt bereits über die Saison hinaus, denn in Meuspath entsteht aktuell die neue HRT Race Base. Uli Fritz: „Wir sind mit den Bauarbeiten auf den Zielgeraden. Wenn alles nach Plan läuft, sollten wir noch dieses Jahr in unsere neue Heimat einziehen können. In dieses Gebäude sind viele Jahre Motorsport-Erfahrung eingeflossen. Somit werden wir dort ideale Arbeitsmöglichkeiten vorfinden und unser Serviceportfolio auch über den reinen Motorsport hinaus erweitern können.“ HRT ist im Gewerbepark Nürburgring in bester Gesellschaft, denn in diesem kürzlich erweiterten Areal sind etliche Automobil-Hersteller und Automobil-Zulieferer sowie zahlreiche namhafte Rennteams ansässig, genau wie weiteren Umkreis um den Nürburgring. Das bedeutet für die Region mehrere Hundert Arbeitsplätze.

Gibt es einen Heimvorteil auf der Rennstrecke? Eher nicht. Am vergangenen Sonntag haben bis auf zwei alle DTM-Teams in der Eifel ausgiebig getestet und ihre Boxen bereits bezogen, arbeiten also die ganze Woche über am Nürburgring. Uli Fritz: „Das Gefühl, von zu Hause aus zur Rennstrecke zur Arbeit zu fahren, zuhause und nicht in Hotels zu übernachten, ist ein ganz besonderes.“ Auch das ist ein Heimvorteil, genauso wie die angenehm kurze Anreise, wie Hohenadel ergänzt. Und überhaupt, natürlich freuen sich WINWARD, HRT und das KÜS Team Bernhard auf das Heimrennen. „Auch jede Fußballmannschaft spielt gerne zu Hause“, so Hohenadel. Für die Heimreise hat Timo Bernhard noch einen Tipp: „Man kann vor der Abreise, also nach dem Rennen, nochmal eine Runde Touristenfahrten auf der besten Rennstrecke der Welt, der Nordschleife, fahren.“ Und man sollte sich nicht wundern, dort vielleicht auch Timo Bernhard zu begegnen.

Foto: Gruppe C Photography

12h Nürburgring: eine neue Herausforderung

Die Premiere der 12h Nürburgring vom 9. bis 11. September wird ein neuer Höhepunkt im Kalender der Nürburgring Langstrecken-Serie. Jede Menge Unterhaltung für die Zuschauer auf und neben der Rennstrecke trifft auf eine ganz neue Herausforderung für Teams und Fahrer. Während die Fans an der Nordschleife campieren, stehen die Teamchefs vor der anspruchsvollen Aufgabe, im zweigeteilten Rennen mit jeweils sechs Stunden am Samstag und Sonntag punktgenau die richtige Strategie zu finden.

„Die 12h Nürburgring werden vor allem taktisch eine Herausforderung“, sagt Daniel Sorg, Teamchef von Sorg Rennsport. Die Mannschaft aus Wuppertal ist in der NLS mit bis zu acht Fahrzeugen der Marken BMW und Porsche in unterschiedlichen Klassen vertreten. „Das Wichtigste wird sein, sich für den Restart bestmöglich zu positionieren.“ Daneben kommt es laut Sorg vor allem auf eine exzellente Vorbereitung im Vorfeld des Rennens an: „Rennautos sind in den vergangenen Jahren immer standfester geworden. Es gibt kaum noch technische Defekte. Trotzdem hat jedes Fahrzeug seine Achillesferse. Ein 12h-Rennen ist dabei mehr als nur ein Double-Header oder ein 6h-Rennen. Wir werden sehr penibel die Laufzeiten einzelner Baugruppen im Blick haben und am Ende unsere Boliden fast so vorbereiten, wie vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring.“ Das Konzept der 12h Nürburgring begrüßt Sorg uneingeschränkt: „Das wird ein riesengroßes Fest – ein echtes Highlight in der NLS. Und dank der Parc-Fermé-Regelung in der Nacht können wir mit dem gesamten Team und unseren Gästen am Samstagabend noch in Ruhe ein Kaltgetränk zu uns nehmen und am Sonntagmorgen ausgeschlafen weiter Rennen fahren.“

Den Eventcharakter begrüßt auch Vincent Kolb, der die Saison 2022 in der NLS zusammen mit Frank Stippler im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing bestreitet. „Es war schon bei den ersten NLS-Rennen richtig schön, wieder Zuschauer an der Rennstrecke zu haben“, sagt der 27-Jährige. „Da macht das Fahren gleich doppelt Spaß. Und ich glaube, dass bei den 12h Nürburgring mit Camping an der Nordschleife die Stimmung dann noch einmal besser ist.“ Aus Sicht des Audi-Piloten kommt es vor allem auf die Restartphase an: „Das Wichtigste ist dabei, dass es den Fahrern gelingt, Reifen und Bremsen ordentlich auf Temperatur zu bekommen, ehe es dann wieder richtig losgeht.“ Die Fahrzeuge werden am Sonntagmorgen in den Zeitabständen, in denen sie am Samstagabend abgewinkt wurden, ins Rennen geschickt. Bis alle Fahrzeuge aus der Boxengasse gestartet sind, gilt auf dem gesamten Kurs Code 60 – erst dann wird die Fahrt freigegeben. „Die Rennleitung hat sich in diesem Punkt wirklich viele Gedanken gemacht, damit es nicht zu einem Rückstau kommt“, sagt Kolb. „Wenn ein Fahrzeug beispielsweise langsamer als 60 km/h fährt, darf man daran vorbeifahren.“

Für Marcel Hoppe, der mit Mühlner Motorsport in der Cup2 startet, ist es ein großer Moment, bei der Premiere dabei zu sein. „Anfang September wird Geschichte geschrieben und wir sind am Start“, sagt er. „Ich glaube, dass die 12h Nürburgring ein Erfolgskonzept sind.“ Die größte Herausforderung ist, Spannung und Konzentration zu halten. „Man muss bei jedem Rennen auf der Nordschleife mit Köpfchen fahren, bei einem 12h-Rennen aber noch ein ticken mehr. Schließlich gilt es, nach Teil 1 am Samstag auch Teil 2 am Sonntag fehlerfrei zu absolvieren. Im Vergleich zu dem Double Header, bei dem über Nacht die Fahrzeuge neu vorbereitet werden konnten, muss man hier mit dem Material haushalten. Wenn einem das gelingt, ist eine vordere Platzierung drin.“

Fans haben bei den 12h Nürburgring die Möglichkeit, von Donnerstag bis Sonntag am Brünnchen ihr Lager aufzuschlagen. Der Campingbereich ist mit Toiletten, Duschen, Wasserversorgung und Beleuchtung bestens ausgestattet. Personentickets für das Camping sind online ebenso erhältlich wie Karten für die große „Back to the 90’s“-Party, die am Samstagabend mit Masterboy & Beatrix Delgado, Candela Squad, Caught in the Act, Loona und Mütze Katze die ring°arena zum Beben bringen wird. Und auch tagsüber ist eine Menge neben der Rennstrecke geboten. Ausstellungen von BMW M und dem Porsche Club Nürburgring, die Haribo Road Show sowie das RPR1.Livemobil machen den Besuch des ring°boulevard und des ring°carré zum Pflichtprogramm. Beim ausgedehnten Pitwalk mit Autogrammstunde aller Teilnehmer und der Startaufstellung erleben die Fans dann die Protagonisten hautnah. Tickets sind online unter www.vln.de/tickets erhältlich.

Foto: Jan Brucke/VLN

FIM Hard Enduro kommt nach Kanada zum Red Bull Outliers

0

Kanada ruft zur vorletzten Runde der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2022, den Red Bull Outliers. Auf der Zielgeraden der diesjährigen Meisterschaftsjagd wird die siebte Runde in einer neuen Landschaft im Herzen der kanadischen Badlands, in Calgary, ausgetragen, wo Mario Roman von Sherco Factory Racing versuchen wird, seine Führung in der Meisterschaft zu verteidigen.

Im Kampf um den Titel des FIM Hard Enduro Weltmeisters 2022 hat Roman nur einen Punkt Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger, Manuel Lettenbichler von Red Bull KTM Factory Racing. Aber auch der Meisterschaftsneuling und Gewinner der sechsten Runde bei Red Bull TKO, FMF KTM Factory Racing’s Trystan Hart, wird auf heimischem Boden um den Titel kämpfen.

Nach der sechsten Runde beim Red Bull TKO in Tennessee, USA, steht mit dem Red Bull Outliners in Kanada die letzte nordamerikanische Station der FIM Hard Enduro World Championship im Jahr 2022 an. Obwohl das Rennen bereits zum dritten Mal ausgetragen wird, bietet es den meisten Topfahrern der Meisterschaft ein neues Terrain.

Das zweitägige Rennen beginnt am Samstag, den 27. August, mit einem städtischen Prolog in der Innenstadt von Calgary, bevor es in die nahegelegenen historischen Badlands geht, wo ein Massenstart mit mehreren Runden Hard Enduro stattfindet.

Das karge Gelände der Badlands ist ein einzigartiger Ort mit steilen Anstiegen, technischen Abfahrten und tiefen Sandlöchern. Das Rennen ist ein echter Test der körperlichen Ausdauer und der harten Hard-Enduro-Elemente und wird das große Teilnehmerfeld auf die Probe stellen.

Roman und Lettenbichler liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Der Kampf um die Vorherrschaft im diesjährigen Titelkampf ist in vollem Gange und Mario Roman von Sherco Factory Racing steht an der Spitze der Punktetabelle. Zwei Runden vor Schluss der FIM Hard Enduro Weltmeisterschaft 2022 liegt der Spanier nur noch einen Punkt vor seinem ärgsten Verfolger Manuel Lettenbichler. Für beide Fahrer gibt es an diesem Wochenende kein Halten mehr, wenn sie den Vorsprung bis zum Saisonfinale beim 24MX Hixpania Hard Enduro in Spanien ausbauen wollen.

Roman hat in diesem Jahr eine tadellose Leistung gezeigt und ist immer wieder auf dem Podium gelandet. Nur einmal verpasste er die Top drei – wegen eines gebrochenen Zehs – aber er will unbedingt einen weiteren Sieg einfahren. Bei den Red Bull Outliers wird er alles geben, um das Ergebnis zu toppen. Auch Lettenbichler ist in Topform, obwohl er den Saisonauftakt verpasst hat, und will an diesem Wochenende seinen vierten Sieg einfahren.

Hart jagt den Heimsieg

Beide Fahrer werden es bei Red Bull Outliers allerdings mit einem fliegenden Kanadier zu tun bekommen. Trystan Hart hat sich dieses Jahr in seiner Rookie-Saison im FIM Hard Enduro Wettbewerb als eine Offenbarung erwiesen. Der KTM-Fahrer holte beim Red Bull Erzbergrodeo einen Podiumsplatz, bevor er beim letzten Mal beim Red Bull TKO gewann. Jetzt will er in Kanada wieder gewinnen und hofft, dass ihm der Heimvorteil zugute kommt.

Graham Jarvis vom Jarvis Racing Team, der in diesem Jahr den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt, wird versuchen, seinen Vorsprung auf den Vierten, Teodor Kabakchiev vom Team Bulgaria powered by ECONT, zu verteidigen. Jarvis ist immer für ein Überraschungsergebnis gut, egal wo er antritt, also erwarten Sie, dass er einen Podiumsplatz anpeilt.

Kabakchiev wird versuchen, den Punktevorsprung von Jarvis auf ihn in Kanada zu verkürzen. Der Bulgare ist 2022 erwachsen geworden und als Fahrer, der jetzt konstant unter die Top-Fünf fährt, wird er sich wieder einmal beweisen wollen.

Nachdem er das Red Bull TKO verpasst hat, kehrt Michael Walkner (GASGAS) zu den Red Bull Outliers zurück und wird zweifellos um ein Top-Ergebnis mitfahren. Das gilt auch für David Cyprian (KTM), der in der Gesamtwertung auf Platz acht liegt.

Wade Young (Sherco) kehrte mit einem vierten Platz in der sechsten Runde ins Renngeschehen zurück und wird auch in Kanada auf Erfolgskurs sein. Er hat im letzten Jahr unter ähnlichen Bedingungen bei der HERO Challenge in Polen gewonnen und zeigt bei Mehrrundenrennen immer eine starke Leistung. Wenn er am Sonntag ein Rad nach vorne bringen kann, wird er schwer zu stoppen sein.

Die siebte Runde der FIM Hard Enduro World Championship findet am 27. und 28. August in den Red Bull Outliners in Calgary, Kanada, statt.

Championship Standings (Provisional After round 6)

1. Mario Roman (Sherco) 88pts
2. Manuel Lettenbichler (KTM) 87pts
3. Graham Jarvis (Husqvarna) 69pts
4. Teodor Kabakchiev (KTM) 63pts
5. Billy Bolt (Husqvarna) 62pts
6. Alfredo Gomez (GASGAS) 57pts
7. Michael Walkner (GASGAS) 49pts
8. David Cyprian (KTM) 47pts
9. Wade Young (Sherco) 46pts
10. Dominik Olszowy (GASGAS) 37pts

Foto: Future7Media

DTM-Spitzenreiter Bortolotti vor dem Nürburgring-Wochenende: „Punkte entscheiden die Meisterschaft, nicht die Siege“

0

Er hat noch keinen Sieg auf seinem Konto, doch er startet als Führender in der Fahrerwertung in das bevorstehende Rennwochenende „DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG“ (26.-28. August): Mirko Bortolotti. So gerne der in Wien lebende Italiener auch seinen ersten Sieg in der hochkarätigen DTM feiern möchte, weiß der Lamborghini-Werksfahrer nur zu genau: „Punkte entscheiden die Meisterschaft, nicht die Siege!“ Damit brachte es Bortolotti aus dem österreichischen Team GRT in der DTM-Pressekonferenz auf den Punkt. Auch Lokalmatador Olaf Manthey – der zweimalige DTM-Vizemeister startet auf seiner Hausstrecke im DTM Classic DRM Cup – stimmte dem zu und erinnerte an Volker Strycek, der 1984 ohne Sieg der erste Meister der Traditionsserie wurde. Davon ist Gaststarter Theo Oeverhaus noch weit entfernt. Der 17-Jährige debütiert am Nürburgring als jüngster Fahrer der DTM-Geschichte. „Für mich geht ein Traum in Erfüllung.“

Die Anspannung bei den DTM-Piloten war förmlich zu spüren. „Die Batterien sind nach der Sommerpause wieder aufgeladen, jetzt liegt der volle Fokus auf den kommenden Rennen“, so Luca Stolz, der mit seinem HRT Mercedes-AMG aktuell Tabellenneunter ist. Nürburgring, Spa-Francorchamps, Red Bull Ring, Hockenheim – in der DTM geht es nun Schlag auf Schlag. „Natürlich freue ich mich über meinen Sieg am Norisring und die tolle Resonanz auf den ersten Porsche-Sieg in der DTM“, äußerte der Österreicher Thomas Preining aus dem KÜS Team Bernhard, „aber jetzt sind wir alle, das Team, Porsche und ich, hungrig auf mehr Erfolge.“ Bortolotti, der mit 80 Punkten nur einen Punkt vor Sheldon van der Linde (RSA, Schubert BMW) liegt, weiß, worauf es ankommt: „In den noch ausstehenden acht Rennen zählt jeder Punkt. Wir werden nichts ändern und wie in der ersten Saisonhälfte Rennen für Rennen, Tag für Tag fokussiert angehen.“

Weil eben jeder Punkt in der DTM am Ende den Unterschied machen kann, spricht der erfahrende Rennfahrer und Teamchef Olaf Manthey auch von der erforderlichen „Renn-Intelligenz“. „Man muss sich seine Reifen clever einteilen und nicht überstrapazieren, man muss sich nicht auf unnötige Positionskämpfe einlassen, weil man sonst am Ende wertvolle Plätze verliert.“ Dem konnten Bortolotti, Preining und Stolz nur zustimmen. „Am Norisring bin ich vom letzten Platz gestartet und am Ende sogar Sechster geworden. Ich kann also Olaf Manthey nur voll und ganz zustimmen“, so der HRT-Pilot.

DTM-Rookie Theo Oeverhaus hat derweil einen anderen Fokus: „Ich will keine Fehler machen, und wenn ich am Ende in die Top 20 fahre, wäre das prima. Aber es wird eine harte Herausforderung, und ich weiß noch nicht, was es für mich bedeutet, in wenigen Minuten vom DTM-BMW in meinem BMW für die DTM Trophy zu springen. Die beiden M4 unterscheiden sich vor allem durch die wirkungsvolle Aerodynamik des DTM-BMW. Das erfordert andere Bremspunkte, eine andere Linie.“

Olaf Manthey, der seinen Helm 2005 eigentlich an den Nagel gehängt hatte, um ein erfolgreicher Teamchef zu werden, genießt seine Rennen in der DTM Classic. „Die DTM Classic war die beste Idee der vergangenen Jahre. Die DTM-Plattform ist der beste Platz, um historische Rennwagen aus der DRM und der DTM zu präsentieren.“ Der 67-Jährige weiß sehr genau: „Für die alten Autos gibt es nicht mehr viele Ersatzteile, deshalb muss man auch in der DTM Classic intelligent fahren.“ Und doch räumt er ein: „Wenn man im Cockpit sitzt, ist das oft schnell vergessen und man will nur noch das Beste geben.“ Was den gebürtigen Bonner am meisten überrascht: „Die Begeisterung für die klassischen Rennwagen ist sehr groß, doch vor allem das Interesse der jungen Rennbesucher erstaunt mich doch sehr.“

Foto: Gruppe C Photography

Das ersten Mal nach der Sommerpause, das 90. Mal am Nürburgring: Heiße Phase im heißen DTM-Titelkampf

0

Mit einem Jubiläum startet die DTM auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Die 1984 eingeführte Traditionsserie fährt am Wochenende beim „DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG“ (26. bis 28. August) die Rennen 89 und 90 auf der legendären, 3,629 km langen Rennstrecke in der Eifel. Nach acht intensiven Saisonrennen beginnt die heiße Phase im Titelkampf mit vier Events im Zwei-Wochen-Rhythmus: Nürburgring, Spa-Francorchamps, Red Bull-Ring, Hockenheim. Es wird anstrengend, es wird hart, es wird sicherlich auch spektakulär. Gewinnt Spitzenreiter Mirko Bortolotti (ITA) den ersten DTM-Titel für Lamborghini? Holt Sheldon van der Linde (RSA) gleich in der Debütsaison des neuen M4 den Pokal für BMW? Oder holt René Rast (GER) seinen vierten DTM-Titel? Die DTM wäre jedoch nicht die DTM, wenn das Ergebnis vorausgesagt werden könnte. Sieben verschiedene Sieger in den ersten acht Rennen stehen für die außergewöhnliche Abwechslung und den heißen Kampf.

Der in Wien lebende Mirko Bortolotti (GRT) führt die Fahrerwertung mit 89 Punkten an und würde auf dem Nürburgring gerne Lamborghini den ersten DTM-Sieg schenken. 80 Punkte hat Sheldon van der Linde (Schubert Motorsport), der einzige Doppelsieger der Saison, auf dem Konto, einen mehr als René Rast (ABT Sportsline, 79 Punkte), der nach einem Jahr Fahrer-Abstinenz ein starkes Comeback in der DTM gibt. Dahinter folgen Nico Müller (SUI, Rosberg Audi) mit 62, Lucas Auer (AUT, WINWARD Mercedes-AMG) mit 60 sowie Felipe Fraga (BRA, Red Bull AF Corse Ferrari) mit 50 Zählern. Somit sind fünf Marken auf den ersten sechs Tabellenplätzen vertreten. Zur Saisonhalbzeit führt Schubert Motorsport die Teamwertung vor GRT und ABT Sportsline an, in der Markenwertung liegt Audi aktuell vor Mercedes-AMG und BMW.

Geschichte wurde zuletzt am Norisring geschrieben, als der Österreicher Thomas Preining Porsche den ersten DTM-Sieg bescherte. Geschichte wird auch am Nürburgring geschrieben, denn der 17 Jahre alte Theo Oeverhaus aus Osnabrück bestreitet bei seinem Gaststart im Walkenhorst BMW sein DTM-Debüt und löst damit Pascal Wehrlein als jüngsten Fahrer der DTM-Historie ab. Oeverhaus ist damit auch der erste Fahrer, der den Sprung aus der Talentschmiede DTM Trophy in die hochkarätige DTM schafft. Der Youngster absolviert einen doppelten Einsatz, startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy.

Wie akribisch sich Teams und Fahrer auf die entscheidende zweite Saisonhälfte vorbereitet haben, zeigte der vergangene Sonntag. Außer Schubert Motorsport und ABT Sportsline nutzten alle Teams einen inoffiziellen Testtag am Nürburgring. Auch am Rennwochenende lockt die Eifel mit sommerlichen Temperaturen Motorsport-Enthusiasten und DTM-Fans. Im Fokus steht natürlich die DTM, mit ihren beiden Rennen am Samstag und Sonntag (Start jeweils um 13:30 Uhr MESZ, ab 13:00 live auf ProSieben). Mit insgesamt 15 Rennen beschert das Traditions-Event auf der attraktiven Sprintstrecke ein wahres Motorsport-Feuerwerk mit den weiteren Rennserien DTM Trophy, DTM Classic DRM Cup, BMW M2 Cup, TCR Europe Series, Lotus Cup Europe und P9-Challenge.

Die DTM bietet traditionell Motorsport hautnah, mit vielen Fan-Attraktionen und bester Unterhaltung, und ist ein Event für die ganze Familie. Bereits ab zehn Euro (Freitag) sind Eintrittskarten für „DTM Nürburgring powered by Mercedes-AMG“ über den DTM-Ticket-Shop (tickets.dtm.com) und die DTM-Tickethotline 01806 991166 erhältlich. Die Qualifying und Rennen aller Rennserien werden live via DTM TV (tv.dtm.com) gestreamt. Alle Infos und aktuelle Ergebnisse rund um die DTM gibt es auf DTM.com.

DTM 2022: Starterliste Nürburgring (Stand: 24.08.2022)

#NAMENATTEAMFAHRZEUG
1Maximilian GötzGERMercedes-AMG Team WINWARD RacingMercedes-AMG
3Kelvin van der LindeRSATeam ABT SportslineAudi R8
4Luca StolzGERMercedes-AMG Team HRTMercedes-AMG
6Alessio DeleddaITAGRT grasser-racing.comLamborghini Huracán
7Ricardo FellerSUITeam ABT SportslineAudi R8
10Esteban MuthBELWalkenhorst MotorsportBMW M4
11Marco WittmannGERWalkenhorst MotorsportBMW M4
12Dev GoreUSATeam RosbergAudi R8
18Maximilian BuhkGERMercedes-AMG Team Mücke MotorsportMercedes-AMG
19Rolf IneichenSUIGrasser Racing TeamLamborghini Huracán
22Lucas AuerAUTMercedes-AMG Team WINWARDMercedes-AMG
24Thomas PreiningAUTKÜS Team BernhardPorsche 911
25Philipp EngAUTSchubert MotorsportBMW M4
27David SchumacherGERMercedes-AMG Team WINWARDMercedes-AMG
31Sheldon van der LindeRSASchubert MotorsportBMW M4
33René RastGERTeam ABTAudi R8
34Theo OeverhausGERWalkenhorst MotorsportBMW M4
36Arjun MainiINDMercedes-AMG Team HRTMercedes-AMG
37Nick CassidyNZLRed Bull AlphaTauri AF CorseFerrari 488
51Nico MüllerSUITeam RosbergAudi R8
55Mikaël GrenierCANMercedes-AMG Team GruppeM RacingMercedes-AMG
63Mirko BortolottiITAGrasser Racing TeamLamborghini Huracán
66Marius ZugGERAttempto RacingAudi R8
74Felipe FragaBRARed Bull AlphaTauri AF CorseFerrari 488
85Clemens SchmidAUTGRT grasser-racing.comLamborghini Huracán
88Maro EngelGERMercedes-AMG Team GruppeM RacingMercedes-AMG
92Laurens VanthoorBELSSR PerformancePorsche 911
94Dennis OlsenNORSSR PerformancePorsche 911

Foto: Gruppe C Photography

Die glorreichen Jahre eines erfolgreichen französischen FIM ISDE-Teams

Frankreich ist kein Fremder, wenn es darum geht, die FIM International Six Days of Enduro (ISDE) zu gewinnen. Die Franzosen standen schon oft ganz oben auf dem Podium und sind eine starke Nation, wenn es darum geht, um die FIM World Trophy Team-Ehren zu kämpfen.

Die Jahre zwischen 2008 und 2017 werden jedoch für lange Zeit als goldene Ära für Frankreich in der FIM ISDE in Erinnerung bleiben. Innerhalb von zehn Jahren haben sie unglaubliche sieben Mal den Sieg errungen, und das auf eine Art und Weise, die nichts anderes als Dominanz bedeutet.

Da Frankreich zu dieser Zeit die dominierende Kraft in der FIM Enduro-Weltmeisterschaft war, übertrug sich diese Siegermentalität natürlich auch auf die jährlichen FIM ISDE. Mit einem Feld von Fahrern, die bereits Weltmeister oder Vizeweltmeister waren, war man in einer Position, in der man fast nicht verlieren konnte.

Der Erfolg begann 2008 in Griechenland, als Julien Gauthier, Jordan Curvalle, Rodrig Thain, Christophe Nambotin, Sebastien Guillaume und Nicolas Deparrois den Sieg holten. Weitere Siege gab es 2009 in Portugal und 2010 in Mexiko.

2011 siegte Finnland auf heimischem Boden in Kotka, aber zwölf Monate später stand Frankreich in Deutschland wieder ganz oben. Das Rennen selbst war fast eine französische Trikolore, wobei das Team hart dafür kämpfte, auch das Einzelpodium zu besetzen. Fahrer wie Antoine Meo, Johnny Aubert, Pela Renet und Christophe Nambotin waren in der Form ihres Lebens und trieben das Niveau des Endurosports auf ein Niveau, das nur wenige erreichen konnten.

Diese Traumteam-Auswahl blieb 2013 und 2014 fast unverändert und bescherte Frankreich zwei weitere Siege in Italien und Argentinien, bevor Australien ihnen 2015 in der Slowakei einen Vierer in Folge verwehrte.

Auch die Vereinigten Staaten konnten 2016 ihren ersten Sieg einfahren, doch 2017 kehrte Frankreich mit einem Heimsieg in Brive-la-Gaillarde in die Erfolgsspur zurück. Jeremy Tarroux, Loic Larrieu, Christophe Nambotin und Christophe Charlier sorgten für eine denkwürdige Woche für die Zuschauer.

Die goldene Ära der französischen Vorherrschaft scheint jedoch zu Ende zu sein, und Siege sind jetzt schwieriger zu erringen. Mit den legendären Namen Meo, Renet und Nambotin, die dieses Jahr zu den ISDE zurückkehren, um an den Club Team Awards teilzunehmen, befindet sich das französische Enduro in einer Art Übergangsphase, während wir darauf warten, dass sich die neue Garde an der Spitze des Wettbewerbs etabliert.

Ob Till de Clercq, Christophe Charlier, Hugo Blanjoue und Léo Le Quere dafür verantwortlich sein werden, dass die Trikolore in Le Puy-en-Velay auf der obersten Stufe des World Trophy-Podiums weht, bleibt abzuwarten. Aber wenn überhaupt, dann wird eine in Frankreich ansässige FIM ISDE als Katalysator dienen, um die nächste Generation von französischen Fahrern anzuspornen.

Die FIM International Six Days of Enduro finden vom 29. August bis 3. September in Le Puy-en-Velay, Frankreich, statt.

Fotos: FIM

DTM Trophy am Nürburgring: Hart umkämpft in den heißen Herbst

0

Sommer in der Eifel, heißer Herbst in der DTM Trophy. Dabei ist noch nicht einmal Saison-Halbzeit in der Talentschmiede auf der DTM-Plattform. Das Rennwochenende „DTM Nürburgring powered by Mercedes AMG“ vom 26. bis 28. August ist die vierte Veranstaltung der dritten Saison der noch jungen DTM Trophy. Auf der 3,629 Kilometer langen Sprintstrecke des Nürburgring werden die Saisonrennen sieben und acht von 14 ausgetragen. Erst nach dem Samstagrennen ist also Halbzeit. Von einer Vorentscheidung in der Meisterschaft ist die DTM Trophy noch weit entfernt, die Rennen sind überaus hart umkämpft – sehr zur Freude der Zuschauer, die auf der Traditionsrennstrecke in der Eifel am Wochenende von sommerlichen Temperaturen erwartet werden.

Nicht weniger als zehn verschiedene Fahrer standen in den bisherigen sechs Rennen auf dem Podium, vier Fahrer feierten Siege, vier Fahrer gingen von der Pole-Position ins Rennen – ein klarer Beleg für die Qualität des Jahrgangs 2022 dieser Talentschmiede. Als Tabellenführer reist der Niederländer Colin Caresani in die Eifel. 98 Zähler weist das Punktekonto des in Imola zweimal siegreichen BMW-Piloten aus dem Team Project 1 auf. Nur ein Punkt weniger hat Tim Heinemann. Der Deutsche, 2020 der erste DTM-Trophy-Champion, gewann im Toyota Supra von Ring-Racing beide Auftaktrennen. Zuletzt am Norisring errangen Caresanis Teamkollege Louis Henkefend (GER) und Theo Oeverhaus je einen Sieg.

Theo Oeverhaus wird am Nürburgring Geschichte schreiben. Der erst 17-Jährige bestreitet einen Gaststart in der hochkarätig besetzten DTM, nachdem er beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps erfolgreich im GT3-Rennwagen debütieren konnte. Oeverhaus wird damit der jüngste DTM-Pilot seit der Serien-Einführung 1984. Es wird ein anstrengendes Wochenende für den Osnabrücker, denn er absolviert einen doppelten Einsatz, bestreitet sowohl die Rennen zur DTM als auch zur DTM Trophy. Schließlich liegt er mit 76 Zählern auf dem aussichtsreichen dritten Tabellenrang, vor dem Brasilianer Thiago Vivacqua (52) im Audi von Heide-Motorsport, Henkefend (49) und dem Mosambikaner Rodrigo Dias Almeida (46) im Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport. Nachdem er den Norisring hatte auslassen müssen, kehrt der Amerikaner Alexandre Papadopulos mit dem SRT Mercedes-AMG zurück ins Starterfeld, während sein Landsmann J.P. Southern (Eastside Audi) wegen einer am Norisring erlittenen Verletzung vorerst passen muss. Southern ist aktuell Siebter.

Die DTM Trophy garantiert genauso wie die weiteren 13 Rennen mit der DTM als Top Act spannenden und abwechslungsreichen Rennsport auf dem Nürburgring. Eintrittskarten gibt es ab zehn Euro (Freitag) via tickets.dtm.com und unter 01806 991166. Für all jene, die sich das Vor-Ort-Erlebnis dieses Motorsport-Festivals entgehen lassen, überträgt ServusTV ab sofort alle Rennen zur DTM Trophy – Start jeweils am Samstag und Sonntag um 15:15 Uhr – live, ob auf den heimischen Bildschirm oder im Online-Stream via servustv.com auf jedes Smartphone oder Tablet, ebenso wie DTM Grid (grid.dtm.com).

DTM Trophy 2022: Starterliste (Stand: 22.08.2022)

#NAMENATTEAMFAHRZEUG
5Steriyan FolevBULFK Performance MotorsportBMW M4
11Moritz LöhnerGERFK Performance MotorsportBMW M4
12Marc de FulgencioESPFK Performance MotorsportBMW M4
13Louis HenkefendGERProject 1BMW M4
17Mikaeel PitamberRSAHeide-MotorsportAudi R8
18Edouard CauhaupéFRABWT Mücke MotorsportMercedes-AMG
19Rodrigo Dias AlmeidaMOZBWT Mücke MotorsportMercedes-AMG
21Alexander PapadopulosUSASelleslagh Racing Team (SRT)Mercedes-AMG
23Jordan WallaceUSAFK Performance MotorsportBMW M4
25Daniel GregorGERKÜS Team BernhardPorsche 718 Cayman
26Ricky CapoAUSKÜS Team BernhardPorsche 718 Cayman
31Thiago VivacquaBRAHeide-MotorsportAudi R8
34Theo OeverhausGERWalkenhorst MotorsportBMW M4
47Colin CaresaniNLDProject 1BMW M4
48Sophie HofmannGERHeide-MotorsportAudi R8
63Jacob RiegelGERSpeed MonkeysAston Martin Vantage
90Tim HeinemannGERRing-RacingToyota Supra
99Nick HanckeGERSpeed MonkeysAston Martin Vantage

Foto: Gruppe C Photography

Nique Thury bekommt Supercross Vibes bei „100 the Challenge“

0

Für den Wahlamerikaner Nique Thury ging es vor Kurzem zum MSC Altmark, um sich beim „100 the Challenge“ Festival im Sprintrennen gegen andere Teilnehmer zu behaupten.

Während seines Deutschlandaufenthaltes verschlug es Nique Thury und sein Team „VisuAlz Productions by SAS Kawasaki“ zum MSC Altmark in Stendal, um bei „100 the Challenge“, einem Motocross Festival, an den Start zu gehen. Gefahren wurde Straight Rhythm – ein Sprintrennen, bei dem die Strecke eine Gerade mit Supercross Charakter ist. Die Teilnehmer des Rennens traten in schnellen 1-gegen-1-Wettkämpfen gegeneinander an, bis im Finale nur noch ein Sieger übrig blieb. Wie Nique sich mit seiner Kawasaki geschlagen hat und welche verrückten Autogramm-Ideen seine Fans hatten, gibt es in seinem neuen Vlog zu sehen.

Der neue Nique Thury Vlog erscheint am 22. August um 20 Uhr unter https://youtu.be/VjOORLxY4oM auf dem Weber-Werke YouTube-Kanal.

Die Weber #werkeholics im Netz:

Hashtag: #werkeholics

Web: www.werkeholics.de

Facebook: @weberwerke

Instagram: @weberwerke

YouTube: „Weber-Werke“

Mies/Zimmermann holen nach packendem Rennen 50. Sieg für Audi am Lausitzring

Spannung, Drama, Emotionen – der zehnte Saisonlauf im ADAC GT Masters auf dem DEKRA Lausitzring bot alles, was den Motorsport so attraktiv macht. Nach 43 Runden gewann Tim Zimmermann (25/Langenargen) im Audi R8 LMS GT3 Evo II mit der Startnummer 1 ein denkwürdiges Rennen und sorgte für den 50. Sieg von Audi im ADAC GT Masters. Sein sichtlich bewegter Fahrerkollege Christopher Mies (33/Düsseldorf): „Dieser erste Saisonerfolg für Tim und mich war überfällig. Unser Auto lief in den letzten Wochen fantastisch, aber wir konnten das nicht umsetzten. Endlich haben wir uns belohnt“, freute sich der aktuelle Deutsche GT-Meister. Trauer dagegen beim Team Schubert Motorsport. Pole-Setter Nicky Catsburg (34/NL) absolvierte mit dem BMW M4 GT3 #20 in Führung liegend den Pflicht-Boxenstopp zu spät und wurde mit einer Strafe belegt. Damit waren die Träume vom Sieg dahin. „Der Boxenfunk ist plötzlich ausgefallen. Bis dahin funktionierte alles, auf einmal ging nichts mehr“, kommentierte ein fassungsloser Teamchef Torsten Schubert. Die Zuschauer wurden nicht nur am Sonntag, sondern am gesamten Rennwochenende beim DEKRA Family & Friends Festival bestens unterhalten. Mit 21.500 Zuschauer gab es einen neuen Besucherrekord bei einem ADAC GT Masters-Event auf dem Lausitzring.

Keyfacts, Lausitzring, Klettwitz, Saisonrennen 10 von 14

  • Streckenlänge: 3.478 Meter
  • Wetter: 22 Grad, stark bewölkt
  • Pole-Position: Nicky Catsburg (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 #20), 1:31,569 Min.
  • Sieger: Mies/Zimmermann (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS GT3 Evo II #1)
  • Schnellste Rennrunde: Dennis Marschall (Rutronik Racing, Audi R8 LMS GT3 Evo II #27), 1:23,217 Min.

Bereits nach dem Start des Sonntagslaufs auf dem Lausitzring entwickelten sich hitzige Positionskämpfe an der Spitze. Pole-Setter Nicky Catsburg wurde immer wieder von Sven Müller (30/Bingen) im Porsche 911 GT3 R von Allied-Racing mit der Startnummer #22 attackiert. Auch Christopher Mies und Jack Aitken (26/GB) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing lieferten sich heftige Duelle um die Plätze drei und vier. Danach beruhigte sich das Rennen und das Drama für Schubert Motorsport nahm seinen Lauf. Nachdem alle Fahrer den Pflicht-Boxenstopp zwischen der 25. und 35. Minute absolviert hatten, war Startfahrer Nicky Catsburg immer noch auf der Strecke und kassierte dafür eine 49-Sekunden-Strafe. Das war die Chance für Tim Zimmermann im Audi R8 LMS GT3 Evo II #1. Der 25-Jährige übernahm die Führung, die er bis ins Ziel verteidigte und seinen ersten Sieg im ADAC GT Masters feierte. Die Kombination Jack Aitken (26/GB) und Albert Costa Balboa (32/E) belohnte sich im Lamborghini Huracán GT3 Evo #63 von Emil Frey Racing für eine konstant starke Leistung mit Rang zwei und rückte in der Gesamtwertung auf Platz drei vor. Kurz vor Schluss wurde es turbulent. Fabian Schiller vom Drago Racing Team ZVO verursachte mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo #4 eine Kollision zwischen Patric Niederhauser (30/CH) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 und Joel Sturm (20/Brühl) im Porsche 911 GT3 R #22, die dadurch mehrere Plätze einbüßten. Tabellenführer Raffaele Marciello nutzte die günstige Gelegenheit, machte insgesamt zehn Positionen gut und erreichte mit dem Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf den dritten Podiumsplatz. Hinter ihm wurden seine schärfsten Rivalen, das Fahrer-Duo Christian Engelhart (35/Starnberg) und Ayhancan Güven (24/TR), im Porsche 911 GT3 R #91 vom Team Joos Sportwagentechnik Vierte.

Rang fünf ging zunächst an Fabian Schiller (25/Troisdorf) und Jules Gounon (27/F) im Mercedes-AMG GT3 Evo #4 vom Drago Racing Team ZVO. Doch wegen der verursachten Kollision kurz vor Rennende wurde das Duo mit einer Zehn-Sekunde-Strafe belegt und auf Platz zehn heruntergestuft. Damit rückte Lokalmatador Maximilian Paul (22/Dresden) mit seinem Fahrerkollegen Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von Paul Motorsport auf den fünften Platz vor. Zudem gewann der Dresdener wie bereits am Samstag die Pirelli Junior-Wertung. Die schnellste Rennrunde gelang Dennis Marschall (26/Eggenstein) mit 1:23,217 Minuten, der mit Kim-Luis Schramm (25/Meuspath) im Audi R8 LMS GT3 Evo II #27 von Rutronik Racing Sechster wurde. Markenkollege Patric Niederhauser (30/CH) folgte im Audi R8 LMS GT3 Evo II #15 auf Rang sieben. Serien-Rückkehrer Marvin Dienst (25/Lampertheim) verbesserte sich zusammen mit Jan Marschalkowski (19/Inning) im Mercedes-AMG GT3 Evo #8 vom Mercedes-AMG Team ZVO um elf Positionen auf Rang acht. Die Youngster Niklas Krütten (19/Trier) und Ben Green (24/GB) sammelten im BMW M4 GT3 #10 von Schubert Motorsport als Neunte noch sieben Punkte.

Tim Zimmermann: „Ich bin total happy über diesen Sieg. Wir waren unheimlich fleißig und hatten das Potenzial schon lange. Im Rennen habe ich gar nicht gewusst, dass ich in Führung liege, denn der BMW war vor dem Boxenstopp ja noch vor uns. Erst nach drei Runden wurde mir über Funk mitgeteilt, dass ich Erster bin. In den letzten drei Runden hat die Hinterachse ein wenig abgebaut, aber ich konnte das Rennen nach Hause bringen.“

Christopher Mies: „Wir haben das ganze Jahr hart gearbeitet und heute ist endlich der Knoten geplatzt. Ich habe den Reifen ein bisschen geschont, obwohl ich etwas schneller hätte fahren können. Aber es ist unheimlich schwer, zu überholen, da alle in etwa den gleichen Speed haben und ich wollte für Tim die Reifen ein wenig schonen. Es ist ein toller Sieg für unser Team.“

Alle 14 Rennen im ADAC GT Masters werden um 13 Uhr gestartet. Der TV-Sender NITRO präsentiert die Läufe ab 12:30 Uhr live. Auf RTL+, der führenden Streaming Plattform Deutschlands, kann die Rennaction live verfolgt oder anschließend in der Mediathek abgerufen werden. Die Qualifyings sind bei sport.de und adac.de/motorsport zu sehen.

Foto: Gruppe C Photography