Nach der feierlichen Eröffnung am Vorabend wurde es am Mittwoch erstmals auch sportlich bei der FIM Enduro Vintage Trophy in Zschopau. Der erste Fahrtag fiel dabei noch vergleichsweise kurz aus und diente den gut 430 Teilnehmern vor allem dazu, sich auf die kommenden Aufgaben einzustimmen. Mit der Beschleunigungsprüfung in Weißbach gab es dennoch bereits den ersten Kampf gegen die Uhr.

Bevor die Motoren am Mittag endgültig zum sportlichen Teil der Veranstaltung gestartet wurden, stand am Morgen zunächst noch die Technische Abnahme der Trophy-Teams auf dem Programm. Bei erneut bestem Herbstwetter bot sich den zahlreichen Fans damit noch einmal die Gelegenheit, einige der bekanntesten Fahrer und ihre historischen Motorräder aus nächster Nähe zu erleben.
Besonders groß war der Andrang bei den deutschen Fahrern. Deutschland geht als Titelverteidiger in die diesjährige FIM Enduro Vintage Trophy und vertraut dabei auf die gleiche Besetzung wie beim Vorjahreserfolg: Johannes Steinel, Bert von Zitzewitz und Lokalmatador Uwe Weber.

Um 13 Uhr wurde es dann ernst. Vom Marktplatz in Zschopau aus machten sich die Fahrer auf die erste Etappe. Der Mittwoch stellte allerdings noch keinen der langen Fahrtage dar, die ab Donnerstag warten. Neben der Etappe stand lediglich die Beschleunigungsprüfung in Weißbach auf dem Programm. Diese hatte es vor allem durch die besondere Atmosphäre in sich: Ebenso wie der Start auf dem Zschopauer Markt war auch die Prüfung von zahlreichen Zuschauern bestens besucht.

Sportlich gab es dabei bereits die ersten kleinen Abstände. Nach dem derzeit noch inoffiziellen Stand führt das Trophy Team der USA mit einer Gesamtzeit von 1,545 Sekunden vor Deutschland mit 4,620 Sekunden. Für das deutsche Team steuerten Uwe Weber 0,850 Sekunden, Bert von Zitzewitz 1,220 Sekunden und Johannes Steinel 2,550 Sekunden bei. Damit beträgt der Rückstand auf die USA nach diesem kurzen Auftakt lediglich 3,075 Sekunden. Österreich folgt mit 8,945 Sekunden auf Rang drei, dahinter liegen Spanien und Frankreich.

Die Aussagekraft dieses Zwischenstandes ist nach nur einer kurzen Beschleunigungsprüfung natürlich noch begrenzt. Entscheidend werden vor allem die beiden langen Fahrtage am Donnerstag und Freitag. Dann stehen jeweils zwei Runden mit drei Prüfungen pro Runde auf dem Programm und damit deutlich mehr Möglichkeiten, größere Zeitabstände herauszufahren – oder wieder aufzuholen.
Der erste sportliche Vorgeschmack ist damit absolviert. Ab Donnerstag beginnt nun der deutlich anspruchsvollere Teil der FIM Enduro Vintage Trophy rund um Zschopau.
Fotos: DG Design/Denis Günther








