Nach der Sommerpause ging es für die Nachwuchsfahrer des ADAC Enduro Jugendcup Mitte 2026 am vergangenen Wochenende endlich wieder um Meisterschaftspunkte. Beim AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld stand der vierte und damit vorletzte Saisonlauf auf dem Programm. Nach den bisherigen Stationen in Neuhaus-Schierschnitz, Lederhose und Schlüchtern begann damit die entscheidende Phase im Kampf um die Meisterschaftsplätze.
Gleichzeitig hatte die Veranstaltung für den gastgebenden Verein eine besondere Bedeutung. Mit Blick auf den Bundesendlauf im kommenden Jahr diente der diesjährige Jugendcup als wichtige Generalprobe – und diese bestand der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld mit Bravour. Eine hervorragend organisierte Veranstaltung, ein reibungsloser Ablauf und eine bestens vorbereitete Strecke sorgten für einen rundum gelungenen Renntag.
Abwechslungsreiche Strecke mit echtem Endurocharakter
Bereits im Vorfeld hatte der Verein eine vielseitige Streckenführung angekündigt – und diese hielt, was sie versprach. Wiesen- und Waldpassagen, Auf- und Abfahrten sowie künstliche Hindernisse sorgten für einen abwechslungsreichen Endurocharakter und stellten die jungen Fahrer immer wieder vor unterschiedliche Aufgaben.

Besonders positiv fiel die Sonderprüfung auf. Der Endurotest kombinierte technische Passagen und Singletrails mit künstlichen Hindernissen sowie einem flüssigeren Crossabschnitt auf dem Acker. Damit kam es nicht allein auf Geschwindigkeit an, sondern ebenso auf eine saubere Fahrtechnik und die richtige Linienwahl.
Besonders erfreulich: Der gesamte Renntag verlief ohne Unfälle. Neben der gelungenen Organisation und den sportlichen Leistungen war dies die wichtigste Nachricht des Tages.
Eppelmann das Maß der Dinge – Voith nur 25 Sekunden zurück
Sportlich richteten sich die Blicke besonders auf die Klasse Jugend 125ccm. Hier kehrte Max Eppelmann nach seinem Erfolg beim Saisonauftakt eindrucksvoll an die Spitze zurück. Mit einer Gesamtzeit von 41:47,478 Minuten über sieben gewertete Sonderprüfungen war er in Sonnefeld das Maß der Dinge. Dabei steigerte sich Eppelmann kontinuierlich und fuhr seine schnellste Zeit mit 5:43,229 Minuten in der letzten Prüfung.
Doch Maximilian Voith ließ den Tagessieger nicht davonziehen. Nach seinen starken Auftritten bei den vorherigen Veranstaltungen bestätigte er erneut seine Form und fehlte nach sieben Prüfungen lediglich 25,426 Sekunden auf Eppelmann. Rang drei ging an Lenny Hofmann, der sich vor Aaron Eisele und Lias Köhler behauptete.
Enge Entscheidungen auch in den Nachwuchsklassen
Auch in den jüngeren Klassen wurde um jede Sekunde gekämpft. Besonders knapp fiel die Entscheidung bei den Schülern 50ccm aus. Moritz Anders setzte sich nach drei gewerteten Prüfungen mit gerade einmal 6,366 Sekunden Vorsprung gegen Milo Anders durch. Rang drei belegte Malo Berthold.
In der Klasse Schüler 65ccm setzte Ben Raschke seine starke Saison fort. Vier Prüfungen absolvierte er in 19:47,649 Minuten und lag damit lediglich 11,965 Sekunden vor Luca Deininger. Korbinian Baier komplettierte das Podium.
Bei den Jugendlichen 85B führte kein Weg an Nils Lindner vorbei. Mit 41:00,983 Minuten setzte er sich vor Richard Lehmann durch, der lediglich 29,249 Sekunden zurücklag. Tim Schaller belegte den dritten Rang. In der Jugend 85A holte sich Paul Wirth den Sieg vor Len Berthold und Emil Doras.
Auch die Ladies-Wertung war in Sonnefeld wieder vertreten. Hier setzte sich Mia Abelein durch. Magdalena Höfer und Nele Taig belegten die weiteren Plätze.
ADAC Hessen-Thüringen gewinnt Mannschaftswertung
Spannend verlief auch die Mannschaftswertung. Hier sicherte sich ADAC Hessen-Thüringen 1 den Tagessieg. Entscheidend waren die starken Einzelresultate von Nils Lindner und Max Eppelmann, die jeweils ihre Klassen gewannen, sowie der zweite Platz von Len Berthold und Rang drei von Emil Doras in der Jugend 85A. Die drei besten gewerteten Ergebnisse ergaben eine Platzierungssumme von lediglich vier Punkten.

Auf Rang zwei folgte ADAC Nordbayern 1 mit Moritz Anders, Maximilian Voith, Tim Schaller und Mia Abelein. Mit einer Platzierungssumme von sechs Punkten fehlte nicht viel zum Mannschaftssieg. ADAC Nordbayern 2 mit Lenny Hofmann, Korbinian Baier, Lias Köhler und Liam Paul komplettierte das Podium. Dahinter folgten ADAC Nordbayern 3, der MC Isolator und ADAC Hessen-Thüringen 2.
Nachwuchsgewinnung beginnt neben der Rennstrecke
Ein besonderes Lob verdiente sich der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld auch für sein Rahmenprogramm. Zwischen den beiden Läufen veranstaltete der Verein ein Lauf- und Fahrradrennen für Kinder zwischen zwei und zehn Jahren, das hervorragend angenommen wurde.
Gerade für den ADAC Enduro Jugendcup Mitte ist ein solches Angebot ein wichtiger Baustein zur Nachwuchsgewinnung. Während die älteren Nachwuchsfahrer bereits auf ihren Motorrädern um Meisterschaftspunkte kämpfen, konnten die Jüngsten spielerisch erste
Rennluft schnuppern. Jedes teilnehmende Kind erhielt eine Medaille sowie Sachpreise – und vielleicht stand dabei bereits der eine oder andere zukünftige Teilnehmer des Jugendcups am Start.
Auch abseits der Strecke sorgte das Cateringteam des AMC Sonnefeld bestens für Fahrer, Familien, Helfer und Zuschauer.
Sonnefeld macht Lust auf den Bundesendlauf 2027
Am Ende konnte der AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld auf einen durchweg gelungenen Veranstaltungstag zurückblicken. Die abwechslungsreiche Strecke mit echtem Endurocharakter, eine attraktive Sonderprüfung, der reibungslose organisatorische Ablauf und das zusätzliche Angebot für den jüngsten Nachwuchs machten den vierten Saisonlauf zu einer gelungenen Veranstaltung.
Gleichzeitig hat der Verein eindrucksvoll gezeigt, dass er für die größere Aufgabe im kommenden Jahr gerüstet ist. Die Generalprobe für den Bundesendlauf 2027 wurde mit Bravour bestanden.
Für den ADAC Enduro Jugendcup Mitte richtet sich der Blick nun auf das Saisonfinale am 3. Oktober beim MSC Schwabhausen. Dort fallen die letzten Entscheidungen der Saison 2026.
Ein Dank gilt neben dem AMC Hohe Aßlitz Sonnefeld und seinen zahlreichen Helfern auch den Seriensponsoren Addinol, MXC und Weber-Werke, die mit ihrer Unterstützung einen wichtigen Beitrag zum ADAC Enduro Jugendcup Mitte und zur Förderung des Enduro-Nachwuchses leisten.
Fotos: Antje-Biana Schott








