Ein weiteres erfolgreiches Wochenende in der FIM Enduro-Europameisterschaft liegt hinter dem Nachwuchsfahrer Emil Doras. Beim dritten Saisonlauf im ungarischen Nagytarcsa zeigte der Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen erneut eine beeindruckende Leistung und sicherte sich an beiden Renntagen den zweiten Platz. Damit reist der junge Deutsche als Gesamtzweiter zum entscheidenden Finale nach Deutschland.
Bereits am ersten Renntag präsentierte sich Doras in Bestform. Auf dem Programm standen drei Runden mit jeweils rund 25 Kilometern sowie ein Enduro- und ein Crosstest pro Runde. Besonders im technisch anspruchsvollen Endurotest spielte der Deutsche seine Stärken aus und konnte dort immer wieder wertvolle Sekunden auf seine Konkurrenz gutmachen.

Zur Halbzeit des Rennens führte Doras sogar die Gesamtwertung an. Ein Sturz im Crosstest der vorletzten Runde kostete ihn jedoch rund 20 Sekunden und ließ ihn auf den zweiten Rang zurückfallen. Vor der letzten Runde betrug der Rückstand auf den führenden Italiener knapp elf Sekunden.
Mit einer beeindruckenden Bestzeit im letzten Endurotest verkürzte Doras den Abstand auf nur noch vier Sekunden und ging mit realistischen Siegchancen in die letzte Sonderprüfung. Dort lag er nach Zwischenzeiten sogar auf Kurs zum Tagessieg, ehe ein kleiner Fahrfehler folgenschwere Konsequenzen hatte. Zwei Stürze innerhalb weniger Augenblicke – darunter ein heftiger Aufprall mit dem Kopf und starkes Nasenbluten – machten alle Hoffnungen zunichte. Trotz der Blessuren kämpfte sich Doras bis ins Ziel und sicherte sich einen starken zweiten Platz.

Der zweite Renntag begann ebenfalls alles andere als ideal. Nach den Stürzen vom Vortag litt der Nachwuchsfahrer unter Schüttelfrost, Übelkeit und erneutem Nasenbluten. Bereits in der ersten Sonderprüfung verlor er rund eine Minute auf die Spitze. Ein vorzeitiges Rennende stand sogar kurzzeitig im Raum.
Doch Doras bewies einmal mehr große Kämpferqualitäten. Mit jeder Runde fand er besser in den Rhythmus zurück und steigerte sich kontinuierlich. Während der gesamten Etappe erhielt er zudem wertvolle Unterstützung von seinem Teamkollegen Nils Lindner, der ebenfalls dem Förderkader des ADAC Hessen-Thüringen angehört.
Am Ende zahlte sich der Kampfgeist aus. Nicht nur holte Doras den anfänglichen Rückstand vollständig auf, sondern baute seinen Vorsprung auf den Drittplatzierten sogar auf 24 Sekunden aus und sicherte sich erneut den zweiten Platz.
Auch in der Nationenwertung durfte das deutsche Team jubeln. Gemeinsam mit Mia Abelein, Maximilian Voith und Aaron Eisele erreichte Emil Doras an beiden Renntagen den dritten Platz für die deutsche U17-Nationalmannschaft. Damit belegt das Quartett auch in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Rang.
In der Einzelwertung der FIM Enduro-Europameisterschaft liegt Emil Doras nach drei Saisonstationen weiterhin auf dem zweiten Gesamtrang. Die Entscheidung um den Europameistertitel fällt nun beim großen Saisonfinale in Deutschland. Vor heimischem Publikum möchte der Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen noch einmal angreifen und sich den Titel sichern.
Emil Doras bedankt sich bei seiner Familie, seinem Team, allen Sponsoren und Unterstützern, dem ADAC Hessen-Thüringen, der Yamaha-Talentförderung „BLU CRU“ sowie seinem Heimatverein MC Isolator für die großartige Unterstützung auf seinem bisherigen Weg.








