Stimmen vom Erzberg 2026 – Deutschsprachige Fahrer blicken auf das Red Bull Erzbergrodeo zurück

Das Red Bull Erzbergrodeo zählt Jahr für Jahr zu den größten Herausforderungen im Hardenduro-Sport. Während die Aufmerksamkeit meist auf den Spitzenfahrern und dem Kampf um den Sieg liegt, schreiben auch zahlreiche weitere Teilnehmer ihre ganz persönlichen Geschichten am „Berg aus Eisen“.

Vom ambitionierten Nachwuchsfahrer über erfahrene Hardenduro-Piloten bis hin zu privaten Startern aus dem deutschsprachigen Raum – sie alle mussten sich den anspruchsvollen Bedingungen, den legendären Hindernissen und den eigenen Grenzen stellen. Nach dem Ende des diesjährigen Erzbergrodeo haben wir mit einigen Fahrern gesprochen und ihre Eindrücke, Erlebnisse und Emotionen gesammelt.

Hier kommen ihre Stimmen zum Wochenende am Erzberg – ungeschminkt und persönlich.

v.l. Wanja Morlinghaus, Matthis Millich, Eric Seifert

Matthis Millich Platz 41:
„Der Prolog lief mit Platz 38 sehr gut für mich. Im Rennen hatte ich leider ein bis zwei technische Probleme, die etwas Zeit gekostet haben. Da ich in den Tagen zuvor krank war und bis zuletzt gar nicht wusste, ob ich am Sonntag überhaupt starten kann, bin ich mit meinem Ergebnis trotzdem sehr zufrieden. Unter diesen Umständen war es ein gutes Wochenende für mich und ich konnte wichtige Erfahrungen sammeln.“

Eric Seifert Platz 49:
„Ich hatte insgesamt eine sehr durchwachsene Woche am Erzberg. Der erste Prolog lief zunächst hervorragend und ich war auf einem guten Weg zu einer starken Ausgangsposition. Leider stürzte ich im Verlauf meines Laufs, wodurch am Ende nur die vierte Startreihe übrig blieb.

Am zweiten Prologtag konnte ich mich zwar nochmals um 14 Sekunden verbessern, dennoch war ich mit den Bedingungen nicht wirklich zufrieden. Die Strecke war aus meiner Sicht bereits sehr stark ausgefahren, teilweise kaputt und dadurch auch unnötig gefährlich. Eine Zeit für eine deutlich bessere Startposition herauszufahren, war unter diesen Umständen kaum möglich.

Damit war klar, dass im Hauptrennen aus der vierten Reihe viel Arbeit auf mich warten würde. Der Start gelang mir sehr gut und bis Checkpoint 2 konnte ich ein starkes Tempo fahren. Danach hatte ich allerdings immer wieder mit Staus zu kämpfen und musste häufig schwierigere Linien wählen, um langsamere Fahrer zu überholen.

Ab Checkpoint 5 fand ich schließlich meinen Rhythmus. In den schweren Passagen konnte ich viele Fahrer hinter mir lassen und mich kontinuierlich nach vorne arbeiten. Am Ende erreichte ich 21 Checkpoints und überholte dabei deutlich mehr als 100 Fahrer. Mit einer besseren Startposition wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen, dennoch bin ich mit Platz 49 von 500 Startern beim härtesten Extremenduro-Rennen der Welt sehr zufrieden.

Besonders positiv nehme ich mit, dass ich gezeigt habe, trotz schwieriger Ausgangslage die anspruchsvollsten Sektionen auf einem hohen Niveau fahren zu können. Im Verlauf des Rennens arbeitete ich mich bis in die Fahrergruppen der ersten Startreihe vor. Auch körperlich fühlte ich mich über die gesamte Distanz hinweg stark und hatte erst kurz vor Schluss leichte Krämpfe. Mein Motorrad funktionierte einwandfrei und technische Probleme gab es keine.

Insgesamt überwiegen die positiven Erkenntnisse deutlich. Ich kann auf meine Leistung stolz sein und nehme viel Motivation für die kommenden Rennen mit.“

Wanja Morlinghaus Platz 51:
„Für mich war es ein gelungener – und vermutlich letzter – Angriff auf das Red Bull Erzbergrodeo. Eigentlich war ich bereits nach dem vergangenen Jahr an dem Punkt angekommen, an dem ich dachte, dass es genug ist. Allerdings wollte ich mir die Möglichkeit offenhalten, den Erzberg noch einmal mit der Stark Varg in Angriff zu nehmen und diese Erfahrung mitzunehmen. Heute kann ich sagen: Das war definitiv die richtige Entscheidung.

Ich war in diesem Jahr so unvorbereitet wie noch nie zuvor am Erzberg. Umso überraschender war es, dass ich im Rennen mein bislang bestes Ergebnis erzielen konnte. Einen großen Anteil daran hatte aus meiner Sicht die Stark Varg. Die einfache Handhabung des Motorrads hat vieles erleichtert und ich bin noch nie so locker und entspannt durch das Rennen gekommen.

Besonders erwähnen möchte ich auch meine Helfercrew. Beim erst dritten Akkuwechsel überhaupt im Rennbetrieb haben sie es tatsächlich geschafft, den Wechsel schneller durchzuführen als das Stark-Werksteam direkt neben uns. Das war natürlich ein besonderer Moment und sorgte für einige Lacher im Fahrerlager.

Insgesamt bin ich mit meiner Woche am Erzberg mehr als zufrieden. Gleichzeitig macht es mich stolz zu sehen, wie sich auch meine Fahrer geschlagen haben. Daher blicke ich mit einem sehr positiven Gefühl auf dieses Wochenende zurück.“

Luca Kropitsch

Luca Kropitsch Platz 63:
„Ich bin mega happy mit meiner Leistung und man sieht, dass die Richtung stimmt. Von Beginn an konnte ich mit schnellen und erfahrenen Fahrern mithalten, was mir enorm geholfen hat. Zudem hatte ich das Glück, über weite Strecken des Rennens von größeren Staus verschont zu bleiben und meinen Rhythmus fahren zu können.

Ab Checkpoint 19 wurde es dann allerdings richtig hart. Dort hatte ich bereits mit starken Krämpfen zu kämpfen, musste mich durchbeißen und alles aus mir herausholen. Trotzdem konnte ich noch den 20. Checkpoint innerhalb der vorgegebenen Zeit erreichen, worüber ich mich sehr freue.

Insgesamt war es für mich ein sehr positives Wochenende und eine weitere Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt freue ich mich auf die nächsten Herausforderungen – man sieht sich in Reisersberg!“

Linus Albert Platz 73:
„Die Prologtage verliefen für mich leider nicht ganz nach Plan. An beiden Tagen hatte ich mit technischen Problemen zu kämpfen. Trotzdem gelang es mir, mich für die dritte Startreihe des Hare Scramble zu qualifizieren und damit eine gute Ausgangsposition für das Hauptrennen zu schaffen.

Im Rennen selbst kam ich zunächst sehr gut zurecht. Die ersten Staus konnte ich geschickt umfahren und dadurch einige Positionen gutmachen. Ich fand schnell meinen Rhythmus und arbeitete mich kontinuierlich nach vorne.

Der entscheidende Rückschlag kam jedoch an Checkpoint 14, wo ein größerer Stau viel Zeit kostete. Dadurch verlor ich wertvolle Minuten, die am Ende fehlten. Trotzdem kämpfte ich mich weiter durch die anspruchsvollen Sektionen und erreichte schließlich Checkpoint 19.

Kurz vor Checkpoint 20 lief mir dann jedoch die Zeit davon. Natürlich ist es etwas ärgerlich, so knapp vor dem nächsten Kontrollpunkt aus dem Rennen genommen zu werden. Insgesamt kann ich aber mit meiner Leistung zufrieden sein und nehme viele positive Erfahrungen vom diesjährigen Erzbergrodeo mit.“

Hannes Rätze Platz 103:
„Für mich war es das erste Mal beim Red Bull Erzbergrodeo und ich muss sagen: Es ist genauso, wie alle erzählen. Egal ob im Fahrerlager oder auf der Strecke – überall herrscht Ausnahmezustand. Im Rennen hatte ich immer wieder mit Staus an den Hindernissen zu kämpfen, wodurch leider nicht noch mehr möglich war. Mit dem Erreichen von Checkpoint 17 bin ich trotzdem sehr zufrieden und nehme viele Eindrücke und Erfahrungen von meinem ersten Erzbergrodeo mit.“

Jakob Blazovich

Jakob Blazovich Platz 105:
„Mein diesjähriges Erzbergrodeo begann deutlich besser als erwartet. Bereits im Prolog war ich überraschend schnell unterwegs und konnte den ersten Tag sogar in der dritten Startreihe abschließen. Als wir am zweiten Prologtag erfuhren, dass die Strecke entgegen der Vorjahre nochmals geschoben worden war und damit weitere Zeitverbesserungen möglich wurden, war klar: Jetzt muss noch einmal alles riskiert werden. Obwohl ich eigentlich überzeugt war, meine Zeit nicht mehr steigern zu können, gelang es mir dennoch, mich um knapp zehn Sekunden zu verbessern.

Entsprechend nervös war ich am Sonntag vor dem Hare Scramble. Zum ersten Mal hatte ich eine wirklich aussichtsreiche Startposition. Der Start selbst verlief jedoch nicht optimal. Mein Baumstamm beim Start war etwas größer als der der anderen Fahrer und zusätzlich geriet ich nach rechts in Richtung Michele Bosi. Um einen Sturz zu vermeiden, nahm ich kurz Tempo heraus und verlor einige Positionen. Trotzdem konnte ich mich bereits bis zu den Trassen wieder in die vorderen Plätze meiner Startreihe vorarbeiten.

Dort ging ich volles Risiko. Teilweise fuhr ich bei knapp 100 km/h über die Schottertrassen und sah wegen des Staubs für Sekundenbruchteile praktisch nichts. Bis zum ersten Waldstück hatte ich mich bereits bis auf Platz zwei meiner Startreihe vorgearbeitet. Bei der Linienwahl hatte ich dort das richtige Gespür und verlor trotz der ersten Staus keine Zeit. Bis zur Wasserleitung konnte ich bereits rund 40 Fahrer überholen.

Danach wurde das Rennen zunehmend härter. In den Waldpassagen kam es immer wieder zu Staus und engem Gerangel, dennoch war ich überrascht, wie schnell man selbst aus der vierten Startreihe nach vorne kommen kann. Besonders auffällig war für mich, dass einige bekannte Staupunkte zwar vorhanden waren, Ludwigsland als traditioneller Nadelöhr-Checkpoint in diesem Jahr jedoch nicht Teil der Strecke war.

Anschließend erreichte ich endlich mein Lieblingshindernis – Carl’s Dinner. Dort merkte ich allerdings, dass die Hitze und meine fehlende Fitness ihren Tribut forderten. Ausgerechnet in meiner eigentlichen Paradedisziplin machte ich ungewöhnlich viele Fehler, stürzte mehrfach und musste das Motorrad häufiger schieben als mir lieb war.

Über Double Fault, Machine und den Dornröschenwald ging es weiter. Dort wartete mit rund 40 Minuten Wartezeit der längste Stau des Tages. Gemeinsam mit anderen Fahrern bildeten wir kleine Teams und halfen uns gegenseitig den Hang hinauf. Danach begann der Kampf gegen die Uhr. Nur noch wenige Minuten blieben, um Devils Kitchen, Elevator und das Kuckucksnest zu bewältigen.

Gemeinsam mit einer kleinen Fahrergruppe, zu der unter anderem auch Hannes Rätze gehörte, kämpfte ich mich in Richtung Checkpoint 17. Auf den letzten Metern halfen wir uns gegenseitig über die Hindernisse und zogen uns regelrecht zum Ziel. Schließlich erreichte ich 15 Sekunden vor Ablauf der Zeit als letzter unserer Gruppe den Checkpoint 17 und wurde am Ende auf Platz 105 gewertet.

Mein Ziel, die Top 100 zu erreichen, habe ich damit zwar knapp verpasst. Trotzdem bin ich stolz auf meine Leistung und auf das, was ich bei diesem Erzbergrodeo erreichen konnte.“

Max Eppelmann Platz 118:
„Für mich ging es in diesem Jahr zum ersten Mal zum Red Bull Erzbergrodeo – dem härtesten Hardenduro-Rennen der Welt. Entsprechend groß waren die Vorfreude und die Spannung auf dieses besondere Wochenende.

Nach einem technischen Defekt am ersten Prologtag lief der zweite Versuch deutlich besser. Trotz viel Verkehr auf der Strecke und schwieriger Bedingungen gelang mir eine starke Fahrt. Damit konnte ich mich als erster 14-jähriger Fahrer überhaupt für die erste Startreihe des Hare Scramble qualifizieren, was natürlich ein ganz besonderes Erlebnis für mich war.

Im Hauptrennen lief es ebenfalls sehr gut. Ohne größere Fehler konnte ich mich konstant im Bereich der Plätze 60 bis 70 bewegen und war mit meinem Rhythmus sehr zufrieden. Leider verletzte ich mich nach dem 14. Checkpoint, sodass ich das Rennen mit noch rund zwei Stunden verbleibender Fahrzeit vorzeitig beenden musste.

Natürlich ist das enttäuschend, denn ich bin überzeugt, dass unter diesen Umständen noch deutlich mehr möglich gewesen wäre. Ich denke, Checkpoint 19 oder 20 wären durchaus realistisch gewesen. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden und konnte viele wichtige Erfahrungen sammeln.

Dass ich trotz des vorzeitigen Ausfalls und nur etwa der halben Renndistanz am Ende noch auf Platz 118 landete, zeigt, welches Potenzial vorhanden war. Mit etwas mehr Glück wäre sicherlich noch deutlich mehr drin gewesen.“

Marcel Teucher

Marcel Teucher Platz 120:
„Das Erzbergrodeo 2026 war für mich wieder etwas ganz Besonderes. Allein das 30-jährige Jubiläum machte das Wochenende einzigartig. Gemeinsam mit dem kompletten Team von ACE Bikes Lauter ging es nach Eisenerz. Die Unterstützung vor Ort war überragend. Ich musste mich um fast nichts kümmern und konnte mich voll auf das Fahren konzentrieren. Dafür möchte ich mich bei meinem Team, meinen Sponsoren – insbesondere ACE Bikes und X-GRIP – sowie allen Helfern bedanken.

Der erste Prologtag lief eigentlich sehr gut. Bis zu einem Sturz hatte ich sogar das Gefühl, richtig schnell unterwegs zu sein. Die Zeit hätte vermutlich für die dritte oder sogar zweite Startreihe gereicht. Nach dem Crash lief es allerdings nicht mehr rund und am Ende wurde es die vierte Reihe. Als die Strecke am zweiten Prologtag nochmals geschoben wurde, hoffte ich auf bessere Bedingungen und eine Verbesserung meiner Zeit. Das Gegenteil war jedoch der Fall. Ich war acht Sekunden langsamer als am Vortag und blieb damit in der vierten Startreihe.

Grundsätzlich kenne ich es, das Feld von hinten aufrollen zu müssen. Im Rennen stellte sich aber schnell heraus, dass die vierte Reihe dieses Mal schwieriger war als gedacht. Nach einem mäßigen Start fuhr ich auf den ersten Trassen ständig im Staub und verlor immer wieder Zeit und Positionen. Dazu kamen zahlreiche Staus an allen erdenklichen Engstellen und Hindernissen, was zusätzlich Kraft kostete.

Die ersten Checkpoints konnte ich dennoch einsammeln und mich Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Im Bereich Carl’s Dinner Light bekam ich dann Probleme mit der Hitze und fiel in ein kleines Loch. Ich konnte kaum noch klar denken und hatte Schwierigkeiten, meinen Rhythmus zu finden. Zum Glück fing ich mich wieder und fand einen zweiten Wind. Danach lief es deutlich besser und ich konnte nochmals ordentlich Druck machen.

Über die Sektion Machine ging es weiter bis in den Dornröschenwald. Dort entwickelte sich eine ganz besondere Situation. Gemeinsam mit anderen Fahrern begannen wir, feststeckende Motorräder aus der Spur zu ziehen und den Weg für die nachfolgenden Teilnehmer freizumachen. Irgendwann standen wir mehr als Helfer am Hang als selbst als Rennfahrer. Die Uhr lief dabei natürlich unerbittlich weiter. Am Ende wurden wir jedoch belohnt und Checkpoint 14 wurde gewertet. Für mich ist genau das der wahre Erzberg-Spirit: Wenn alle zusammenhelfen, kommt am Ende etwas Gutes dabei heraus.

Mit meiner Leistung bin ich insgesamt zufrieden. Natürlich hätte ich mir sportlich etwas mehr erhofft, aber unter den gegebenen Umständen habe ich das Beste aus meinen Möglichkeiten gemacht. Die Zeit auf dem Motorrad war in diesem Jahr begrenzt und die Vorbereitung alles andere als optimal. Umso mehr freue ich mich, wieder Teil dieses einzigartigen Events gewesen zu sein.

Das Erzbergrodeo ist und bleibt etwas Besonderes. Das 30-jährige Jubiläum mitzuerleben, die Atmosphäre am Berg zu spüren und gemeinsam mit Freunden, Teamkollegen und tausenden begeisterten Enduro-Fans ein Wochenende voller Emotionen zu erleben, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Mein besonderer Dank gilt meinem Team ACE Bikes Lauter, meinen Sponsoren und Partnern, meiner Familie, meiner Partnerin sowie allen Freunden und Unterstützern, die mich vor Ort oder von zu Hause aus begleitet haben.“

Raven Lippold

Raven Lippold Platz 150:
„Für mich verlief das Red Bull Erzbergrodeo insgesamt sehr durchwachsen. Bereits am ersten Prologtag hatte ich einen schweren Sturz, der mich viel Zeit kostete. Am Ende reichte es dadurch nur für Platz 225 im Klassement.

Der zweite Prologtag verlief leider ähnlich. Auch diesmal kam es zu einem heftigen Einschlag, der sogar noch härter war als am Vortag. Ich konnte nicht sofort weiterfahren und verlor erneut wertvolle Zeit. Dadurch war klar, dass ich das Hauptrennen aus der sechsten Startreihe in Angriff nehmen musste.

Am Sonntag ging es dann mit reichlich Schmerzmitteln und Energy-Gels an den Start. Trotz der Schmerzen konnte ich überraschend gut fahren und fand schnell meinen Rhythmus. Zwar hatte ich immer wieder mit Staus zu kämpfen, dennoch hat mir das Rennen großen Spaß gemacht und ich konnte mich kontinuierlich nach vorne arbeiten.

Besonders ärgerlich war die Situation kurz vor Rennende. Rund 40 Minuten vor Ablauf der Fahrzeit stand ich an Checkpoint 14 in einem großen Stau fest und kam nicht mehr entscheidend weiter. Trotzdem nehme ich viele positive Eindrücke mit. Nach den Rückschlägen in den Prologläufen überhaupt ins Rennen zu gehen und mich durch die schwierigen Bedingungen zu kämpfen, war für mich ein Erfolg und eine wertvolle Erfahrung.“

Jonas Albert Platz 222:
„Die beiden Prologtage liefen für mich sehr gut. Ich kam an beiden Tagen ohne Sturz durch und konnte mich am zweiten Tag sogar noch einmal um rund zehn Sekunden verbessern. Dadurch hatte ich eine gute Ausgangsposition für das Hauptrennen geschaffen.

Leider wurde ich am Samstag krank und wusste bis zuletzt nicht, ob ich am Sonntag überhaupt an den Start gehen kann. Trotzdem entschied ich mich, das Red Bull Erzbergrodeo in Angriff zu nehmen und es zumindest zu versuchen.

Im Rennen konnte ich mich trotz der gesundheitlichen Probleme bis zu Checkpoint 10 – Carl’s Dinner Light durchkämpfen. Dort merkte ich jedoch, dass es mir zunehmend schlechter ging und eine Fortsetzung keinen Sinn mehr machte. Deshalb musste ich das Rennen leider vorzeitig beenden. Natürlich hätte ich gerne mehr erreicht, aber unter den Umständen bin ich trotzdem froh, es überhaupt versucht zu haben.“

Fotos: DG Design/Denis Günther

Denis Guenther
Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.