Nach dem ersten Fahrtag des Sprintenduros in Meltewitz standen die Vorzeichen für den Sonntag klar fest: Jeremy Sydow hatte seinen starken Saisonstart fortgesetzt und sich nach dem Auftaktsieg in Dahlen auch am Samstag souverän durchgesetzt. Doch besonders Luca Fischeder zeigte über weite Strecken, dass der Sherco-Pilot den Triumph-Fahrer unter Druck setzen kann.
Auch abseits des Kampfes um den Tagessieg sorgte der erste Fahrtag für einige spannende Geschichten – darunter starke Auftritte des Yamaha Team Meine, die Integration des Enduro Jugendcup Ost in die Veranstaltung sowie anspruchsvolle, sehr endurolastige Sonderprüfungen, die den Fahrern alles abverlangten.
Für den zweiten Fahrtag reagierten die Organisatoren zudem auf die Herausforderungen des Vortages. Da die Strecke für die Fahrer der Klasse 85ccm B im Enduro Jugendcup Ost zu anspruchsvoll war, wechselte man für diese Klasse auf die zweite Sonderprüfung. Die Anpassung funktionierte sehr gut, sodass die Nachwuchsfahrer diesmal drei komplette Runden absolvieren konnten.
Insgesamt präsentierten sich die Bedingungen am Sonntag zudem deutlich trockener als noch am ersten Fahrtag. Dadurch wurden die Sonderprüfungen nochmals schneller und die Bestzeiten purzelten im Laufe des Tages spürbar.
Fischeder diesmal deutlich näher dran
Auch wenn das Endergebnis auf den ersten drei Plätzen identisch zum Vortag war, verlief der zweite Fahrtag im Championat deutlich enger. Jeremy Sydow setzte sich diesmal mit nur rund 20 Sekunden Vorsprung gegen Luca Fischeder durch.

Der Sherco-Pilot präsentierte sich deutlich verbessert und konnte sich diesmal sogar drei Bestzeiten sichern. Vor allem zu Beginn des Tages blieb Fischeder wesentlich näher an Sydow dran und hielt den Kampf um den Tagessieg lange offen.
Erneut war es allerdings die vierte Runde, in der Fischeder entscheidend Zeit verlor. Danach gelang es ihm nicht mehr, den Rückstand nochmals entscheidend zu verkürzen. Somit siegte Jeremy Sydow erneut vor Luca Fischeder und Matyas Chlum, der sich wie bereits am Samstag Rang drei im Championat sichern konnte.

Damit gingen auch die Klassensiege erneut an dieselben Fahrer: Sydow gewann die E1, Fischeder die E3 und Chlum die E2-Kategorie.
Überraschung bei den Junioren
Für eine der größten Überraschungen des Tages sorgte Martin Balatka. Der Nachwuchsfahrer gewann die Juniorenklasse und schaffte zudem einen starken siebten Platz im Championat.
Am ersten Fahrtag hatte Balatka noch große Probleme, da er im hinteren Fahrerfeld immer wieder von langsameren Fahrern aufgehalten wurde. Dieses Problem besserte sich am Sonntag deutlich, was sich sofort im Ergebnis widerspiegelte.
In der Junioren-2-Klasse setzte sich erneut Max Stradtner durch.
Spannung im B-Championat
Im B-Championat drehte sich das Ergebnis vom Samstag dagegen um. Diesmal konnte sich Jonathan Petter knapp gegen Janik Kossak durchsetzen und sich den Tagessieg sichern.
Ergebnisse: https://www.racesystem.org/de/enduro/livetiming/meltewitz2_2026

Ausblick auf Großlöbichau
Bis zum nächsten Lauf der Deutschen Enduro-Meisterschaft bleibt nun etwas Zeit. Erst am 01. und 02. August geht es mit einem weiteren Sprintenduro in Großlöbichau weiter.
Dort wartet neben dem sportlichen Geschehen erneut ein besonderes Highlight im Rahmenprogramm: Mit dem Minienduro European Cup rückt auch der Nachwuchs wieder verstärkt in den Mittelpunkt der Veranstaltung.
[ Fotogalerie/Bestellmöglichkeit ]
Fotos aller Teilnehmer vorhanden. Anfragen mit Angabe der Startnummer und des Namens per E-Mail an info@dg-design.net senden. Vorschaufotos werden unverbindlich zugesendet.
Fotos: DG Design / Denis Günther







