Enduro-DM: Jeremy Sydow bleibt auch in Meltewitz das Maß der Dinge

Nach dem Saisonauftakt der Deutschen Enduro-Meisterschaft in Dahlen ging es heute bereits mit dem zweiten Rennwochenende der Saison weiter. Während in Dahlen noch ein klassisches Enduro mit den traditionellen Prüfungen am Dahlen-Burgberg und in Meltewitz auf dem Programm stand, wartet an diesem Wochenende in Meltewitz ein zweitägiges Sprintenduro auf die Fahrer.

Der Auftakt in Dahlen hatte bereits einige spannende Geschichten geschrieben: Jeremy Sydow sorgte mit Triumph für den ersten Sieg der Marke in der deutschen Enduro-Meisterschaft, Luca Fischeder startete stark in die Saison und auch die zahlreichen Markenwechsel im Fahrerfeld standen im Fokus. Gleichzeitig zeigte der Saisonbeginn bereits, wie eng die Leistungsdichte im Championat 2026 ist.

Mit dem Sprintenduro in Meltewitz folgte nun direkt die nächste Herausforderung.

Gefahren wurden dabei zwei Sonderprüfungen. Eine führte über Teile der Motocross-Strecke, die andere befand sich im vorderen Bereich rund um das Fahrerlager. Beide Prüfungen präsentierten sich sehr endurolastig und verlangten den Fahrern technisch einiges ab.

Bereits am Morgen gingen zunächst die Fahrer des Deutschen Endurocups sowie des Enduro Jugendcup Ost auf die Strecke. Besonders bemerkenswert: Erstmals wurde der Jugendcup direkt in eine Veranstaltung der Deutschen Enduro-Meisterschaft integriert. Vor allem die Piloten der Klasse 85ccm B hatten dabei ordentlich zu kämpfen, denn die anspruchsvolle Strecke stellte für viele Fahrer eine große Herausforderung dar.

Sydow erneut nicht zu schlagen

Kurz nach seinem Auftaktsieg in Dahlen musste Jeremy Sydow zunächst einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Triumph-Pilot verletzte sich und musste sogar einen Lauf zur Enduro-Weltmeisterschaft auslassen. Zum zweiten DM-Wochenende in Meltewitz präsentierte sich Sydow jedoch wieder vollständig fit – und knüpfte direkt an seine starke Form an.

Jeremy Sydow

Ein Selbstläufer wurde der Sieg allerdings nicht. Vor allem Luca Fischeder machte seinem früheren Teamkollegen lange ordentlich Druck. Der Sherco-Pilot konnte bis etwa zur Rennhalbzeit folgen und war besonders im ersten Test mehrfach sogar schneller als Sydow.

Luca Fischeder

Die Vorentscheidung fiel dann allerdings in einer Sonderprüfung, in der Fischeder plötzlich rund 15 Sekunden verlor. Gleichzeitig setzte Sydow eine neue Gesamtbestzeit und zog damit entscheidend davon. Ab diesem Zeitpunkt hatte Fischeder keine Chance mehr, den Rückstand nochmals zu schließen. Bis ins Ziel wuchs der Abstand auf 42,1 Sekunden an.

Hinter den beiden belegte Matyas Chlum den dritten Rang im Championat und sicherte sich gleichzeitig den Sieg in der E2-Klasse. Die Siege in der E1 und E3 gingen an Jeremy Sydow beziehungsweise Luca Fischeder.

Matyas Chlum

Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem Leon Thoms. Nach seinem Ausfall in Dahlen musste der Triumph-Pilot heute als letzter Fahrer ins Rennen gehen, kämpfte sich jedoch beeindruckend nach vorne und belegte am Ende Rang vier im Championat – sein bislang bestes Ergebnis.

Ebenfalls stark präsentierte sich das Yamaha Team Meine. Franz Lofquist und Hannes Lehmann fuhren auf die Championatsplätze fünf und sechs. Besonders bemerkenswert dabei: Quereinsteiger Hannes Lehmann, der ursprünglich aus dem Downhillsport kommt, konnte damit erstmals sogar seinen Cousin Edward Hübner hinter sich lassen.

Hannes Lehmann

Ergebnisse: https://www.racesystem.org/de/enduro/livetiming/meltewitz1_2026


Ausblick auf den zweiten Fahrtag

Morgen steht in Meltewitz nochmals das gleiche Programm auf dem Plan. Am Morgen eröffnet erneut der Deutsche Endurocup den Renntag, wo Jannik Kossak seinen heutigen Sieg wiederholen möchte, ehe am Nachmittag die Deutsche Enduro-Meisterschaft in ihre zweite Runde des Wochenendes startet.

Jannik Kossak

Fotos aller Teilnehmer vorhanden. Anfragen mit Angabe der Startnummer und des Namens per E-Mail an info@dg-design.net senden. Vorschaufotos werden unverbindlich zugesendet.

Fotos: DG Design / Denis Günther

Denis Guenther
Denis Guenther
Denis Günther ist der Kopf vom motorsport-life.com Network. Seit 2003 hauptberuflich im Motorsport tätig ist er auf allen Rennstrecken in Europa zuhause. Egal ob Tourenwagen oder Endurosport, in allen Bereichen ist er der Experte.