Nach einer langen Winterpause ist die Deutsche Enduro-Meisterschaft heute endlich in die Saison 2026 gestartet. Den Auftakt machte in diesem Jahr Dahlen, das den Startschuss für eine abwechslungsreiche Meisterschaft mit einer Mischung aus Sprintenduros und klassischen Endurorennen bildete.
Beim ersten Lauf blieb organisatorisch alles beim bewährten Konzept: Zwei Sonderprüfungen in Dahlen und Meltewitz sorgten für die sportliche Entscheidung. Besonders der legendäre Dahlener Burgberg zog einmal mehr zahlreiche Zuschauer an. Die seit vielen Jahren etablierte Prüfung und eingefahrene Prüfung gilt nicht ohne Grund als eines der Highlights im Kalender und bot auch diesmal beste Unterhaltung.
Die Bedingungen präsentierten sich dabei ungewohnt trocken. Statt tiefem Boden und schwierigen Schlammsektionen mussten sich die Fahrer in diesem Jahr sogar mit aufkommendem Staub arrangieren – ein eher seltenes Bild in Dahlen, das den Charakter der Strecke spürbar veränderte.
Für zusätzliche Spannung sorgten bereits im Vorfeld zahlreiche Markenwechsel im Fahrerfeld. Besonders im Fokus stand dabei Jeremy Sydow, der mit Triumph eine neue Marke in die Enduro-DM bringt. Auch weitere Fahrer setzen inzwischen auf die britische Marke und sorgen für frischen Wind im Feld. Eine Rückkehr gab es hingegen bei Luca Fischeder, der wieder auf Sherco unterwegs ist und sich damit erneut im Umfeld von Marcus Kehr positioniert.
Fischeder startet stark – Sydow übernimmt das Kommando

Sportlich erwischte Luca Fischeder den besten Start in den Renntag. Auf dem Dahlen-Burgberg markierte er die erste Bestzeit und setzte damit direkt ein Ausrufezeichen zum Saisonbeginn.
Doch bereits ab der zweiten Prüfung übernahm Jeremy Sydow das Kommando. Mit konstant schnellen Zeiten hatte er das Geschehen im Griff und ließ der Konkurrenz zunehmend weniger Chancen. Am Ende setzte sich Sydow souverän durch und sicherte sich nicht nur den Sieg im Championat, sondern auch in der E1-Klasse – gleichzeitig der erste Triumph-Sieg in der Geschichte der Enduro-DM in Deutschland.

Dramen im Kampf um das Podium
Lange Zeit sah es nach einem starken Ergebnis für Leon Thoms aus, der ebenfalls auf Triumph unterwegs ist. Er lag auf Podiumskurs, musste das Rennen jedoch vorzeitig beenden und fiel damit aus der Wertung.

Davon profitierte Matyas Chlum, der sich den dritten Platz im Championat sichern konnte und gleichzeitig den Sieg in der E2-Klasse erbte.
Rückschlag für Reinhold – Sadecki nutzt seine Chance
Einen starken Eindruck hinterließ auch Luca Reinhold, der nach seinem Aufstieg aus der B-Lizenz direkt mit hoher Geschwindigkeit überzeugte. Doch im Meltewitz-Test folgte der herbe Rückschlag: Ein massiver Crash im Steinfeld bedeutete das vorzeitige Aus.

Profiteur war Pascal Sadecki, der sich den Sieg in der Juniorenklasse sichern konnte. Damit verschafft er sich direkt einen wichtigen Vorteil im Kampf um den Titel – insbesondere im erzgebirgischen Duell innerhalb der Nachwuchsszene.
Titelverteidiger Fynn Hannemann fehlte hingegen komplett beim Saisonauftakt. Er laboriert weiterhin an den Folgen seiner Handgelenksverletzung aus der SuperEnduro-Saison und konnte somit nicht ins Geschehen eingreifen.
Ausblick
Jetzt bleibt etwas Zeit zum Durchatmen denn erst am 09. und 10. Mai geht es in Meltewitz weiter – dann jedoch mit einem zweitägigen Sprintenduro, das erneut ganz eigene Anforderungen an Fahrer und Material stellen wird.
[ FOTOGALERIE/BESTELLMÖGLICHKEIT ]
Fotos aller Teilnehmer vorhanden. Anfragen mit Angabe der Startnummer und des Namens per E-Mail an info@dg-design.net senden. Vorschaufotos werden unverbindlich zugesendet.
Fotos: DG Design / Denis Günther







