Die 99. Auflage der FIM International Six Days of Enduro (6DAYS®) ist in Bergamo, Italien, fulminant eröffnet worden. Nach einem heißen und sonnigen Vorlauf sorgte ausgerechnet am Sonntagmorgen Regen für einen schwierigen Auftakt. 660 Fahrerinnen und Fahrer aus 33 Nationen rollten bei nassen Bedingungen über die Startrampe, die Sonderprüfungen waren entsprechend rutschig und forderten volle Konzentration.
World Trophy: Frankreich übernimmt die Spitze
Titelverteidiger Frankreich fand schnell in seinen Rhythmus und setzte sich im Verlauf des ersten Tages an die Spitze der World Trophy-Wertung. Am Ende betrug der Vorsprung 34 Sekunden auf Gastgeber Italien, das zunächst stark gestartet war, ehe es hinter Frankreich zurückfiel. Schweden kämpfte sich von Platz sechs zur Halbzeit zurück auf Rang drei. Spanien und die USA komplettierten die Top Five.
„Es war ein guter Start in die 6DAYS® für uns. Am Ende des ersten Tages in Führung zu liegen, ist genau das, was wir uns erhofft hatten“, erklärte Frankreichs Hugo Blanjoue (Honda).
Junior World Trophy: Traumstart für Italien
Für Italien verlief der Tag in der Junior Trophy nach Maß. Das Trio Alberto Elgari (TM MOTO), Manuel Verzeroli (TM MOTO) und Kevin Cristino (Fantic) führte bereits nach der ersten Sonderprüfung und behauptete die Spitze über den gesamten Tag. Der Vorsprung schwankte, betrug am Ende aber 43 Sekunden auf Frankreich. Australien folgte mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf Rang drei. Dahinter liegen die USA und Spanien fast zeitgleich auf den Plätzen vier und fünf. Titelverteidiger Schweden erwischte keinen guten Start und wurde Sechster.
Women’s World Trophy: USA setzen Maßstab
In der MOTOREX Women’s World Trophy stellten die USA ihre Dominanz unter Beweis. Sie führen nach Tag eins mit fast sieben Minuten Vorsprung vor Australien. Frankreich folgt knapp dahinter auf Rang drei, während Großbritannien und Gastgeber Italien die Top Five komplettieren.
„Für das Team war es unglaublich, den ersten Tag als die drei bestplatzierten Fahrerinnen zu beenden“, so Brandy Richards (KTM), die gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Korie Steede (Husqvarna) und Rachel Gutish (RIEJU) die Plätze eins bis drei belegte.
Einzelwertung: Garcia vorne
In der Gesamtwertung setzte sich Josep Garcia (KTM) aus Spanien an die Spitze – trotz mehrerer Stürze in der zweiten Tageshälfte. Mit sieben Sekunden Vorsprung führt er vor Frankreichs Leo Le Quere (TM MOTO). Andrea Verona ist Dritter, Samuele Bernardini Vierter und Julien Roussaly Fünfter.
- Enduro1: Garcia vor Bernardini und Blanjoue
- Enduro2: Verona vor Jonathan Girroir (USA) und Theo Espinasse (FRA)
- Enduro3: Le Quere vor Roussaly und Josh Strang (AUS)
Club Team Award: MC Italia A setzt sich durch
In der Clubwertung liegt MC Italia A vorn, vor BBM – Racing Time und Team Rabaconda. Die Missouri Mudders und MOJO/SXS folgten in den Top Five. Bei den Veteranen dominierte das Gottbros Team, während in der Women’s Club Team-Wertung nur das Randy Mastin Memorial-Team am Start steht.
Deutsche Teams mit verhaltenem Auftakt
Für die deutschen Fahrer verlief der erste Tag noch zurückhaltend.
- Trophy-Team: Platz 13 von 20 Nationen
- Junior Trophy: Platz 14 von 17 Teams
- Women’s Trophy: Platz 9
- Bestes Club-Team: Platz 22
Foto: Future7Media







