Deutschland hatte am Ende eines harten zweiten Tages der FIM Enduro Vintage Trophy (EVT) allen Grund zur Freude: Sie gewannen die Tageswertung und bauten damit ihre Führung in der Vintage Veteran Trophy weiter aus. Enttäuschung hingegen bei Titelverteidiger Italien – ihr Versuch, den vierten Titel in Folge zu holen, endete vorzeitig aufgrund eines technischen Defekts.
Der zweite Renntag der FIM Enduro Vintage Trophy (EVT) im polnischen Piekoszów verlief ereignisreich. Die Teilnehmer erwartete eine lange und anspruchsvolle Sandstrecke über 130 Kilometer mit sechs Sonderprüfungen – für viele wurde das Rennen zu einem echten Härtetest.
Die größten Verluste des Tages erlitt Italien: Das Team musste den Wettbewerb um die Vintage Veteran Trophy vorzeitig beenden. Der Traum vom vierten Titel in Folge platzte, als Giorgio Grasso nach der vierten Sonderprüfung mit einem technischen Defekt ausschied.
Auch andere Mitfavoriten wie die Vereinigten Staaten und Portugal hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen – nicht alle Teamfahrer erreichten das Ziel des zweiten Renntages.
Deutschland baut Führung am zweiten Tag weiter aus
An der Spitze des Rennens hatte Deutschland die Kontrolle übernommen. Angeführt von Uwe Weber konnten die Deutschen am zweiten Tag ihren Vorsprung auf Frankreich weiter ausbauen.
Während Deutschland souverän vorne lag, wurde Frankreich im Kampf um Platz zwei stark von Tschechien unter Druck gesetzt. Lubomir Vojkuvka gab alles, um sein Team im Rennen zu halten. Da auch für den nächsten Tag erneut schwierige Bedingungen erwartet werden, bleibt der Zweikampf um den zweiten Rang spannend.
Gastgeber Polen nutzte die heutigen Bedingungen optimal und arbeitete sich von Platz zehn auf Rang vier vor. Die Niederlande komplettieren die Top Fünf.
Bernard Christophe, der für das Team der Schweiz startet, zeigte sich begeistert vom bisherigen Rennverlauf. Die Schweiz liegt derzeit auf dem siebten Gesamtrang.
„Es war ein großartiger Enduro-Tag“, berichtet Christophe, der mit einer Husqvarna WR 250 Baujahr 1973 unterwegs ist. „Die Strecke war nahezu perfekt für klassischen Endurosport – schöne Wege, viel Wald, viele Singletrails zwischen den Bäumen. Die Enduro-Prüfungen waren technisch anspruchsvoll, nicht zu einfach, und es gab viele Linien zu lernen.“
In der Einzelwertung der Vintage Veteran Trophy setzte sich am zweiten Tag Fred Hoess aus den USA durch. Er gewann die Tageswertung mit 22 Sekunden Vorsprung vor dem Deutschen Bert von Zitzewitz. Platz drei ging an den Tschechen Lubomir Vojkuvka.
Wechsel an der Spitze der Vintage Silver Vase-Wertung am zweiten Tag
In der Kategorie der Vintage Silver Vase übernahm Pantera 1 am Ende des zweiten Tages die Führung im Gesamtklassement – knapp vor dem Moto Club Team Italia auf Rang zwei. Da beide Teams nur durch wenige Sekunden getrennt sind, dürfte der dritte Tag entscheidend werden.
Das MC Bergamo MX Line Team liegt auf dem dritten Platz und ist nah genug dran, um bei Fehlern der Führenden davon zu profitieren. Moto Club Scuderia Norelli rutschte aus den Top Drei auf Rang vier ab, während France Enduro Vintage die Top Fünf komplettiert. Die Sieger des ersten Tages, Team Kramer, fielen auf den sechsten Platz zurück, wollen den Rückstand morgen aber wieder aufholen.
In der Vintage Club-Wertung übernahm das italienische Team US Leonessa D’Italia 1903 mit einer starken Leistung die Gesamtführung. Czech Classic Enduro Team Club 1 kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Germany Club 4 auf dem dritten Platz.
Der Kampf um das letzte Podiums-Treppchen ist besonders spannend: Germany Club 9 und das tschechische KBS Team Praha 1 liegen nur knapp dahinter auf den Plätzen vier und fünf.
Am Freitag, dem dritten Tag der FIM Enduro Vintage Trophy, werden die Teilnehmer die heutige 130 Kilometer lange Strecke erneut absolvieren.
Foto: Future7Media







